Inquisitio (= Untersuchung) gegen die Hausfrau des Wilhelm Döckher und die Hotzenschellerin
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A 2 f (Hexenprozesse) Nr. A 2 f (Hexenprozesse) Nr. 7738
A 2 f (Hexenprozesse) Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 23-25)
Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 23-25) >> Bd. 23 Hexenprozesse
(15)94 Februar 4
Regest: Wilhelm Freudenstein, Torwart im Spital, sagt aus, am vergangenen Freitag sei des Pompipans (?) Maidlin in seine Stube gekommen und habe gesagt, die Hotzenschellerin und die Lutz Lisa seien während der großen Brunst (= Feuersbrunst) ein- oder zweimal zu der Rose in ihr Haus gegangen. Was ihre Verrichtung gewesen, wisse er nicht.
Anna Ergentzinger: etliche Tage nach der Brunst sei die Hotzenschellerin 3mal bei der Rose gewesen, desgleichen auch die Lutz Lisa, die ihre Mutter habe aus- und eingehen sehen.
Magdalena Wurst: in der Woche nach der Brunst sei die Hotzenschellerin bei der Rose gewesen, habe ihr einen Trog (= Truhe) abgefeilscht (= nach dem Preis gefragt), ihn aber nicht abgekauft. Ebenso habe auch die Lutz Lisa am Sonntag getan.
Anna, das Weib des Basti Kolburger: des Wilhalm Weiblein habe, als von der Brunst geredet wurde, gesagt, als sie das Feuer zuerst gesehen habe, sei es so klein gewesen, daß sie es mit einer Laterne +) voll Wassers wollte gelöscht haben. Bis sie's aber ihrem Mann zugeschrien habe und er hinhinter (= nach hinten) gekommen sei, sei alles voll Feuer gewesen und an ihrer Wand hinaufgeschlagen.
Lena, Weib des Hans Dochterman: gleich nach der Brunst am Sonntag habe sie im Haus des Sale (= Salomo) Weiß ein Häfele mit Schmalz und 1/2 Laib Brot geholt und in der Salome Haus getragen und dem Weib des Wilhalm zugestellt, auch erst in diesen Tagen diesen Hafen in dem Haus gefunden und erkannt.
Ott Anna: ungefähr vor einem Jahr habe des Wilhalm Weiblein ihr geklagt, daß sie ein großes Anliegen habe. Sie habe nach der Ursache gefragt. Jene habe ... (?) ihren Sohn fürgewendet, wie wenn er sich dem Bösen ergeben hätte. Sie dürfe es niemand sagen.
Anna Ergentzinger: etliche Tage nach der Brunst sei die Hotzenschellerin 3mal bei der Rose gewesen, desgleichen auch die Lutz Lisa, die ihre Mutter habe aus- und eingehen sehen.
Magdalena Wurst: in der Woche nach der Brunst sei die Hotzenschellerin bei der Rose gewesen, habe ihr einen Trog (= Truhe) abgefeilscht (= nach dem Preis gefragt), ihn aber nicht abgekauft. Ebenso habe auch die Lutz Lisa am Sonntag getan.
Anna, das Weib des Basti Kolburger: des Wilhalm Weiblein habe, als von der Brunst geredet wurde, gesagt, als sie das Feuer zuerst gesehen habe, sei es so klein gewesen, daß sie es mit einer Laterne +) voll Wassers wollte gelöscht haben. Bis sie's aber ihrem Mann zugeschrien habe und er hinhinter (= nach hinten) gekommen sei, sei alles voll Feuer gewesen und an ihrer Wand hinaufgeschlagen.
Lena, Weib des Hans Dochterman: gleich nach der Brunst am Sonntag habe sie im Haus des Sale (= Salomo) Weiß ein Häfele mit Schmalz und 1/2 Laib Brot geholt und in der Salome Haus getragen und dem Weib des Wilhalm zugestellt, auch erst in diesen Tagen diesen Hafen in dem Haus gefunden und erkannt.
Ott Anna: ungefähr vor einem Jahr habe des Wilhalm Weiblein ihr geklagt, daß sie ein großes Anliegen habe. Sie habe nach der Ursache gefragt. Jene habe ... (?) ihren Sohn fürgewendet, wie wenn er sich dem Bösen ergeben hätte. Sie dürfe es niemand sagen.
Beschreibstoff: Pap.
Archivale
Bemerkungen: +) Fischer: Schw. WB: = Wassertröpfchen an der Nase. Hier?
Genetisches Stadium: Or.
Genetisches Stadium: Or.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
20.03.2025, 11:14 AM CET