Heimatbund für niederdeutsche Kultur ("De Spieker") (Bestand)
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NLA OL, Erw 159
Nds. Landesarchiv, Abt. Oldenburg (Archivtektonik) >> Gliederung >> 3 Nichtstaatliches Archivgut >> 3.5 Vereine / Politische Organisationen
1948-2011
Enthält: Organisation und Geschichte des Spieker (Vereinsleitung, Abteilungen, Mitglieder, Kassen- und Rechnungswesen, Jahresberichte, Vereinschronik u.a.) 1948-2011 (54); Aktivitäten des Spieker und Presseecho (Feste und Feierlichkeiten, Tagungen und Fortbildungen, Publikationen, Berichterstattung der Presse u.a.) 1962-2005 (66); Kooperationspartner des Spieker (Niedersächsischer Heimatbund e.V., Oldenburgische Landschaft, Institut für niederdeutsche Sprache Bremen, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg u.a.) 1974-2011 (26).
Beschreibung: Erw 159 Heimatbund für niederdeutsche Kultur ("De Spieker")
Zeit: 1948-2011
Geschichte des Bestandsbildners: Im Dezember 1947 wurde auf Anregung des Ollnborger Kring (siehe Erw 158) der Heimatbund gegründet, dessen erster Vorsitzender der plattdeutsche Schriftsteller Heinrich Diers wurde. Auf ihn folgten als Vorsitzende ("Spieker-Baas") von 1978-1989 Hans Dirks und von 1989-2006 Jürgen Hennings. Aufgabe des Heimatbundes ist es, die ihm angeschlossenen Heimat- und Ortsbürgervereine im Oldenburger Land, unbeschadet ihrer Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit, in ihrer Arbeit, der Pflege niederdeutscher Sprache und Kultur, zu fördern. Zwischen 1953-1954 wurden zur besseren Bewältigung der vielfältigen Aufgaben die so genannten Krings gegründet: Am 16. August 1953 wurde der Danzkring aus der Taufe gehoben, der Schrieverkring am 1. November 1953; es folgte der Späälkring am 16. Januar 1954. Der Meesterkring wurde offiziell am 7. Juni 1954 dem "Spieker" angegliedert. Der erste Singkring-Dag wurde am 16. Januar 1955 durchgeführt. Ein Ziel, welches bereits in den Anfangsjahren angestrebt wurde, die Gründung eines Krings plattdeutsch-predigender Pastoren, wurde 1987 umgesetzt. Am 9. November 2000 wurde der Kinnergaarnkring gegründet.
Im Frühjahr 1970 wurde das "Spieker"-Bökerschapp, die seit 1947 zusammengetragene plattdeutsche Bibliothek, als Dauerleihgabe in den Ausleihverkehr der Landesbibliothek Oldenburg übergeben. Der Bestand wird laufend vom Heimatbund durch Zukäufe ergänzt. Seit 1980 wird an wechselnden Orten einmal jährlich ein plattdeutscher "Spieker"-Abend veranstaltet. Dabei wird allen Krings Gelegenheit gegeben, sich mit ihrer Arbeit in der Öffentlichkeit darzustellen. Seit 1999 ist eine Reihe wissenschaftlicher Symposien zu aktuellen Grundsatzfragen, die niederdeutsche Sprache betreffend, vom Spieker in der Carl von Ossietzky Universität veranstaltet worden. Von allen 5 Veranstaltungen wurden Dokumentationen erstellt. Seit dem 1. Januar 2000 ist die Arbeitsgruppe für die NWZ-Serie "Snacken un Verstahn" dem Heimatbund angeschlossen. Die AG besteht aus 8 Personen, die bemüht sind, mit der monatlich in der NWZ (Nordwest-Zeitung Oldenburg) erscheinenden Seite allen an plattdeutscher Sprache und Literatur Interessierten ein niveauvolles Leseangebot zu unterbreiten (Text nach der Internet- Selbstdarstellung des Heimatbundes: http://www.de-spieker.de - Zugriff am 11.03.2013).
Bestandsgeschichte: Die Unterlagen des Vereins wurden bis auf die laufende Vereinsregistratur dem Staatsarchiv 2013 durch Frau Erika Hennings (Bad Zwischenahn) übergeben.
Findmittel: Archivdatenbank/Internet
Beschreibung: Erw 159 Heimatbund für niederdeutsche Kultur ("De Spieker")
Zeit: 1948-2011
Geschichte des Bestandsbildners: Im Dezember 1947 wurde auf Anregung des Ollnborger Kring (siehe Erw 158) der Heimatbund gegründet, dessen erster Vorsitzender der plattdeutsche Schriftsteller Heinrich Diers wurde. Auf ihn folgten als Vorsitzende ("Spieker-Baas") von 1978-1989 Hans Dirks und von 1989-2006 Jürgen Hennings. Aufgabe des Heimatbundes ist es, die ihm angeschlossenen Heimat- und Ortsbürgervereine im Oldenburger Land, unbeschadet ihrer Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit, in ihrer Arbeit, der Pflege niederdeutscher Sprache und Kultur, zu fördern. Zwischen 1953-1954 wurden zur besseren Bewältigung der vielfältigen Aufgaben die so genannten Krings gegründet: Am 16. August 1953 wurde der Danzkring aus der Taufe gehoben, der Schrieverkring am 1. November 1953; es folgte der Späälkring am 16. Januar 1954. Der Meesterkring wurde offiziell am 7. Juni 1954 dem "Spieker" angegliedert. Der erste Singkring-Dag wurde am 16. Januar 1955 durchgeführt. Ein Ziel, welches bereits in den Anfangsjahren angestrebt wurde, die Gründung eines Krings plattdeutsch-predigender Pastoren, wurde 1987 umgesetzt. Am 9. November 2000 wurde der Kinnergaarnkring gegründet.
Im Frühjahr 1970 wurde das "Spieker"-Bökerschapp, die seit 1947 zusammengetragene plattdeutsche Bibliothek, als Dauerleihgabe in den Ausleihverkehr der Landesbibliothek Oldenburg übergeben. Der Bestand wird laufend vom Heimatbund durch Zukäufe ergänzt. Seit 1980 wird an wechselnden Orten einmal jährlich ein plattdeutscher "Spieker"-Abend veranstaltet. Dabei wird allen Krings Gelegenheit gegeben, sich mit ihrer Arbeit in der Öffentlichkeit darzustellen. Seit 1999 ist eine Reihe wissenschaftlicher Symposien zu aktuellen Grundsatzfragen, die niederdeutsche Sprache betreffend, vom Spieker in der Carl von Ossietzky Universität veranstaltet worden. Von allen 5 Veranstaltungen wurden Dokumentationen erstellt. Seit dem 1. Januar 2000 ist die Arbeitsgruppe für die NWZ-Serie "Snacken un Verstahn" dem Heimatbund angeschlossen. Die AG besteht aus 8 Personen, die bemüht sind, mit der monatlich in der NWZ (Nordwest-Zeitung Oldenburg) erscheinenden Seite allen an plattdeutscher Sprache und Literatur Interessierten ein niveauvolles Leseangebot zu unterbreiten (Text nach der Internet- Selbstdarstellung des Heimatbundes: http://www.de-spieker.de - Zugriff am 11.03.2013).
Bestandsgeschichte: Die Unterlagen des Vereins wurden bis auf die laufende Vereinsregistratur dem Staatsarchiv 2013 durch Frau Erika Hennings (Bad Zwischenahn) übergeben.
Findmittel: Archivdatenbank/Internet
4,1; 146 Verzeichnungseinheiten
Bestand
Literatur: Carl Scholz (Bearb.), Festschrift zum 40jährigen Bestehen des Schrieverkring, Oldenburg 1993; Erika Hennings, 50 Jahre De Spieker - Heimatbund für niederdeutsche Kultur e.V., Oldenburg 1997; Günter Kühn (Hg.), Plattdeutsch in der Charta - was nun? Symposion an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg im Jubiläumsjahr 1997, Oldenburg 1997; 10 Jahre Pastorenkring, Oldenburg 1997; Jürgen Hennings, Mehr Plattdeutsch in die Medien! Symposium an der Carl-von Ossietzky-Universität Oldenburg am 24. September 1999, Oldenburg 2001; Niederdeutsch an den Universitäten: Lehre und Forschung - eine Bestandsaufnahme. Symposion an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg am 30. März 2001, Oldenburg 2002; Jürgen Hennings (Hg.), Die Gattung des Dramatischen im Niederdeutschen heute. Symposion an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg am 6. September 2002, Oldenburg 2003; Ingrid Schnittger und Gunda Oetken (Bearb.), Festschrift 50 Jahre Danzkring, Oldenburg 2003; Günter Kühn (Bearb.), Wi in us Tiet. Niederdeutsche Anthologie, Oldenburg 2003; Erika Hennings/Jürgen Hennings (Bearb.), Festschrift 50 Jahre Späälkring, Oldenburg 2004; Plattdeutsch in der Schule. Symposion an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg am 3. September 2004, Oldenburg 2005; Günter Kühn (Bearb.), 20 Jahre "Snacken un Verstahn", Oldenburg 2006; Niederdeutsch und Friesisch im Bildungswesen - ein Ländervergleich. Symposion an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg am 8. und 9. Juni 2006, Oldenburg 2006; Detmar Dirks (Bearb.), 60 Jahre/60 Johr De Spieker 1947-2007, Oldenburg 2007.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
16.06.2025, 10:42 AM CEST