Kläger: Otto Brüggemann, früher Kaufmann in Hamburg, nun holsteinischer Abgesandter beim Großfürsten von Moskau und beim König von Persien (Beklagter).- Beklagter: Georg Ludwig Reise, Kaufmann in Lübeck (Kläger).- Streitgegenstand: Appellationis; bis zur Erörterung der Rekonventions-Klage angeordnete Deponierung von Geldern durch den Kläger wegen einer Schuldforderung des Beklagten in Höhe von 4375 Mark lübisch; Einrede des Klägers wegen Ungültigkeit der Obligation auf Grund eines vom Beklagten zugegebenen Fehlers in der für die Höhe der Schuld maßgebenden Rechnung, wegen Gegenforderung in Höhe von 10 000 Mark lübisch, wegen Unterbesetzung des Gerichts durch nur sechs Ratsherren und wegen Teilnahme des vom Kläger als befangen (suspectus) abgelehnten Bürgermeisters Lt. Ulrich Winckel an der Beschlussfassung des Obergerichts; Vorwurf der Diffamation und der Schwächung des "Kaufmanns-Credits" des Klägers durch die Behauptungen des Beklagten
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Kläger: Otto Brüggemann, früher Kaufmann in Hamburg, nun holsteinischer Abgesandter beim Großfürsten von Moskau und beim König von Persien (Beklagter).- Beklagter: Georg Ludwig Reise, Kaufmann in Lübeck (Kläger).- Streitgegenstand: Appellationis; bis zur Erörterung der Rekonventions-Klage angeordnete Deponierung von Geldern durch den Kläger wegen einer Schuldforderung des Beklagten in Höhe von 4375 Mark lübisch; Einrede des Klägers wegen Ungültigkeit der Obligation auf Grund eines vom Beklagten zugegebenen Fehlers in der für die Höhe der Schuld maßgebenden Rechnung, wegen Gegenforderung in Höhe von 10 000 Mark lübisch, wegen Unterbesetzung des Gerichts durch nur sechs Ratsherren und wegen Teilnahme des vom Kläger als befangen (suspectus) abgelehnten Bürgermeisters Lt. Ulrich Winckel an der Beschlussfassung des Obergerichts; Vorwurf der Diffamation und der Schwächung des "Kaufmanns-Credits" des Klägers durch die Behauptungen des Beklagten
211-2_B 132
B 6929
211-2 Reichskammergericht
Reichskammergericht >> B
1629-1638
Enthält: Prokuratoren: Kläger: Dr. Jonas Eucharius Erhardt. Beklagter: Dr. Barthold Gießenbier.- Instanzen: 1. Obergericht 1631-1633. 2. Reichskammergericht 1634-1638.- Darin: Obligation von 1630 des Klägers für den Beklagten in Höhe von 4375 Mark lübisch; Geschäftsbriefe, Rechnungen und ein Auszug aus dem Hauptbuch über die Geschäfte zwischen Kläger und Beklagten 1629-1631, insbesondere über den Verkauf einer Partie Schiffs-Masten, Spieren (Stangen für die Segel) und Klap(p)holz (Böttcherholz); 2 Wechselbriefe von 1630 des Georg Ludwig Reise für Ferdinand Feust über 800 Reichstaler, akzeptiert von Niklas Offermann.
Archivale
Verwandte Bestände / Verzeichnungseinheiten: 741-4_S11074 (Bestelleinheit) [Mikroverfilmung von]
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
07.03.2025, 11:58 MEZ