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Johann Bernhard [Schenck zu Schweinsberg], Abt von Fulda,
bekundet für sich und seine Nachfolger, dass er Nikolaus (Clauß) Dietz,
Untertan und Get...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1621-1630
1625 Juli 9
Ausfertigung, Pergament, mit Pergamentstreifen angehängtes Siegel (fehlt)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Geben in unßer stadt Fuldt den neundten Julii im sechszehenhundert funff undt zwantzigsten jahr
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Johann Bernhard [Schenck zu Schweinsberg], Abt von Fulda, bekundet für sich und seine Nachfolger, dass er Nikolaus (Clauß) Dietz, Untertan und Getreuer des Klosters in Nüst, sowie dessen Ehefrau Margarete und allen seinen Erben auf seine Bitten hin einen am Horchenrodt gelegenen Acker verliehen hat. Der Acker liegt zwischen den Grundstücken von Jost Pfrang und Johann (Hannß) Born; den Genannten wurde er von Johann (Hannß) Mohr von Rückers für 150 Gulden abgekauft. Nikolaus Dietz erhält den genannten Acker vom Kloster nach fuldischem Lehnrecht in der Form eines Erblehns mit allen Rechten. Er ist verpflichtet, das Lehen pfleglich zu behandeln und nicht aufzuteilen. Jährlich an Michaelis [September 29] erhält das Kloster von ihm einen Erbzins in Höhe von sieben Böhmischen [Groschen] in die Burg Mackenzell geliefert. Nach Lehnrecht und Handlohn ist er überdies zu den üblichen Diensten und Steuern verpflichtet, sobald diese fällig werden. Das Kloster und seine Nachfolger besitzt weiterhin alle Rechte an diesem Lehen. Ankündigung des Sekretsiegels Abt Johann Bernhards. Ausstellungsort: Fulda. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite)
Vermerke (Urkunde): Siegler: [Abt Johann Bernhard]
Böhmische Groschen werden auch als Prager Groschen bezeichnet.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.