Stift S. Bonifacii et Mauricii zu Halberstadt (Bestand)
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A 15b (Benutzungsort: Magdeburg)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 01. Territoriale Vorgänger der preußischen Provinz Sachsen (902 - 1807/16) >> 01.02. Hochstift/Fürstentum Halberstadt >> 01.02.03. Akten >> 01.02.03.01. Ober- und Mittelbehörden >> 01.02.03.01.03. Halberstädtische Stifter und Klöster
1256 - 1819
Findhilfsmittel: Behördenfindbuch, 1822
Registraturbildner: Um 1050 stiftete Bischof Brantog in dem Dorf Borsleben ein dem Heiligen Bonifatius geweihtes Augustiner-Chorherrenstift, das 1240 nach Halberstadt hinein verlegt und mit der ihm seit kurzem gehörenden St.-Mauritius-Kirche vereinigt wurde. An der Spitze des Stifts stand zunächst ein aus der Zahl der Domherren gewählter Propst, an dessen Stelle aber 1249 als eigentlicher Leiter ein Dekan trat. Die Zahl der Kanoniker bewegte sich mit Schwankungen um 10, hinzu kamen Vikare, Senior, Subsenior, Kustos, Thesaurarius, Syndikus und Kämmerer. Es herrschte die Staffelung in Major-, Mediat- und Minorpräbenden.
Nach dem Konfessionsübertritt bereits einiger Stiftsherren amtierten nach 1621 evangelische Dekane. Die Kanonikate der 6 katholisch gebliebenen Stiftsherren wurden Mangels Bewerbern nach 1749 nicht mehr besetzt, nur 3 Vikare blieben noch katholisch. Die Einkünfte des vierten Teils der Kanonikate (daher Quartpräbende) wurde vom Kurfüsten von Brandenburg der Universität Frankfurt (Oder) und dem Joachimsthaler Gymnasium geschenkt.
Am 1. Dezember 1810 hob die westphälische Regierung das Stift auf und beschlagnahmte seine Güter.
Bestandsinformationen: Das Archiv des Stifts blieb nach 1810 unter Aufsicht des Domänenregistrators in der Stiftskirche liegen. Grundsätzlich wurde es 1824 vom Provinzialarchiv übernommen, der größte Teil der Akten jedoch dem Regierunsgarchiv Magdeburg überlassen, wo es die Bezeichnung Stifterarchiv b Nr. 22 erhielt. 1890 kam auch dieser Bestand ans Provinzialarchiv.
Registraturbildner: Um 1050 stiftete Bischof Brantog in dem Dorf Borsleben ein dem Heiligen Bonifatius geweihtes Augustiner-Chorherrenstift, das 1240 nach Halberstadt hinein verlegt und mit der ihm seit kurzem gehörenden St.-Mauritius-Kirche vereinigt wurde. An der Spitze des Stifts stand zunächst ein aus der Zahl der Domherren gewählter Propst, an dessen Stelle aber 1249 als eigentlicher Leiter ein Dekan trat. Die Zahl der Kanoniker bewegte sich mit Schwankungen um 10, hinzu kamen Vikare, Senior, Subsenior, Kustos, Thesaurarius, Syndikus und Kämmerer. Es herrschte die Staffelung in Major-, Mediat- und Minorpräbenden.
Nach dem Konfessionsübertritt bereits einiger Stiftsherren amtierten nach 1621 evangelische Dekane. Die Kanonikate der 6 katholisch gebliebenen Stiftsherren wurden Mangels Bewerbern nach 1749 nicht mehr besetzt, nur 3 Vikare blieben noch katholisch. Die Einkünfte des vierten Teils der Kanonikate (daher Quartpräbende) wurde vom Kurfüsten von Brandenburg der Universität Frankfurt (Oder) und dem Joachimsthaler Gymnasium geschenkt.
Am 1. Dezember 1810 hob die westphälische Regierung das Stift auf und beschlagnahmte seine Güter.
Bestandsinformationen: Das Archiv des Stifts blieb nach 1810 unter Aufsicht des Domänenregistrators in der Stiftskirche liegen. Grundsätzlich wurde es 1824 vom Provinzialarchiv übernommen, der größte Teil der Akten jedoch dem Regierunsgarchiv Magdeburg überlassen, wo es die Bezeichnung Stifterarchiv b Nr. 22 erhielt. 1890 kam auch dieser Bestand ans Provinzialarchiv.
Laufmeter: 3
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
14.04.2025, 8:12 AM CEST
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- Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik)
- 01. Territoriale Vorgänger der preußischen Provinz Sachsen (902 - 1807/16) (Archival tectonics)
- 01.02. Hochstift/Fürstentum Halberstadt (Archival tectonics)
- 01.02.03. Akten (Archival tectonics)
- 01.02.03.01. Ober- und Mittelbehörden (Archival tectonics)
- 01.02.03.01.03. Halberstädtische Stifter und Klöster (Archival tectonics)