Umstrittene Fahndungsmethode - Tätersuche mit Opferbild?
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/028 R170167/106
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/028 Fernsehsendungen von SWR Fernsehen aus dem Jahre 2017
Fernsehsendungen von SWR Fernsehen aus dem Jahre 2017 >> Unterlagen
19. Oktober 2017
Die Polizei hat mit einem Foto nach einem Kind gesucht, das in Internetvideos sexuell missbraucht wird. Der mutmaßliche Täter sitzt mittlerweile in U-Haft. Doch die Ermittlungsmethode ist umstritten.
Für die Ermittler war die Öffentlichkeitsfahndung vergangene Woche ein schneller Erfolg. Innerhalb weniger Stunden war der mutmaßliche Täter gefasst: Es handelt sich um den Lebensgefährten der Mutter. Er soll deren vierjährige Tochter missbraucht und die Bilder im Internet verbreitet haben. Die Polizei sah sich zu der Öffentlichkeitsfahndung gezwungen, weil sich das Kind möglicherweise in Gefahr befand. Das hat kontroverse Diskussion ausgelöst. Die Polizei beteuert: Trotz des raschen Erfolgs soll dieses Mittel auch künftig nur in besonderen Fällen angewendet werden.
Das sei auch gut so, meint der Ulmer Kinder- und Jugendpsychiater Jörg Fegert, der die Arbeit der Polizei sehr kritisch sieht. "Irgendwann kommt der Moment, an dem das Kind begreift, was ihm da passiert ist - und dass es jeder weiß", sagt Fegert. Für die Psyche des Kindes sei das wie eine tickende Zeitbombe. Macht die Öffentlichkeitsfahndung missbrauchte Kinder also ein weiteres Mal zu Opfern? Haben die Ermittler überhaupt Alternativen, um Missbrauch aufzuklären?
Für die Ermittler war die Öffentlichkeitsfahndung vergangene Woche ein schneller Erfolg. Innerhalb weniger Stunden war der mutmaßliche Täter gefasst: Es handelt sich um den Lebensgefährten der Mutter. Er soll deren vierjährige Tochter missbraucht und die Bilder im Internet verbreitet haben. Die Polizei sah sich zu der Öffentlichkeitsfahndung gezwungen, weil sich das Kind möglicherweise in Gefahr befand. Das hat kontroverse Diskussion ausgelöst. Die Polizei beteuert: Trotz des raschen Erfolgs soll dieses Mittel auch künftig nur in besonderen Fällen angewendet werden.
Das sei auch gut so, meint der Ulmer Kinder- und Jugendpsychiater Jörg Fegert, der die Arbeit der Polizei sehr kritisch sieht. "Irgendwann kommt der Moment, an dem das Kind begreift, was ihm da passiert ist - und dass es jeder weiß", sagt Fegert. Für die Psyche des Kindes sei das wie eine tickende Zeitbombe. Macht die Öffentlichkeitsfahndung missbrauchte Kinder also ein weiteres Mal zu Opfern? Haben die Ermittler überhaupt Alternativen, um Missbrauch aufzuklären?
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Audio-Visuelle Medien
Blonski, Angela; Beraterin
Pinther, Michael; Experte Kinderpornographie beim Landeskriminalamt Baden-Württemberg
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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