Außerordentlicher Landesparteitag 1972 der baden- württembergischen SPD in Stuttgart: "Parteitag der Entschlossenheit" will Koalition nach Bonner Muster
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/003 D721001/103
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/003 Chronik der Woche Baden-Württemberg SDR 1971-1974
Chronik der Woche Baden-Württemberg SDR 1971-1974 >> 1972 >> Januar
08.01.1972
ab 03'13: (O-Ton) Heinz Bühringer, Landes- und Fraktionsvorsitzender der baden-württembergischen SPD: Der Landtagswahlkampf 1972 muss die Kräfte der Reform in einer neuen Landesregierung zusammenführen / Will die Leistungen der großen Koalition nicht schmälern: Ihre wesentlichen Positiva dort, wo man sozialdemokratisch orientierten Programmen folgte / Wahlkampf ohne Netz und doppelten Boden: Kein sozialdemokratisches Mitregieren bei der CDU, sondern sozialdemokratische Landesregierung / Den Gegner nicht unterschätzen / Hans Filbingers Bekenntnis: Politischer Standort zwischen Franz Josef Strauß und Rainer Barzel / Die SPD will die Koalition beenden, wenn die CDU die Ostverträge im Bundesrat ablehnt (Applaus) / (2'50)
ab 07'01: (O-Ton) Thaddäus Troll (SPD für Dr. Hans Bayer): Hierzulande werden politische Neuerungen eher erfunden als angewendet: Sie dienen als Exportartikel / Friedrich Schiller, Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Karl Friedrich Reinhard / Jesus Christus, als Ehrenmitglied der CDU profaniert (Heiterkeit, Applaus) / (1'30)
ab 08'55: (O-Ton) Walter Krause, SPD, Innenminister von Baden-Württemberg: Entscheidung, ob Sozialdemokraten das Land in die Zukunft führen / Die Bürger des Landes spüren sich abzeichnende Wende der Politik, wissen, dass soziale Reformen nur von Sozialdemokraten durchgesetzt werden / Heute werden Weichen gestellt: Politik der kommenden Legislaturperiode sichtbar machen / Alteingefahrene Gleise verlassen zu Gunsten des Friedens und sozialer Reformen / Programm des sozialen Fortschritts: CDU dazu zu kraftlos, ihre Ablösung fällig / Friedenspolitik der Bundesregierung ist keine Verzichtspolitik / Franz Josef Strauß, Einpeitscher der CDU: Das Geschäft mit der Angst / Verleumdung und Verketzerung des politischen Gegners im Stile der Attacken Erich Ganzenmüllers / Kein Rückfall in die Zeiten des kalten Krieges: konsequente Unterstützung der Bundesregierung / (4'22)
Akzentmusik (0'35)
ab 07'01: (O-Ton) Thaddäus Troll (SPD für Dr. Hans Bayer): Hierzulande werden politische Neuerungen eher erfunden als angewendet: Sie dienen als Exportartikel / Friedrich Schiller, Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Karl Friedrich Reinhard / Jesus Christus, als Ehrenmitglied der CDU profaniert (Heiterkeit, Applaus) / (1'30)
ab 08'55: (O-Ton) Walter Krause, SPD, Innenminister von Baden-Württemberg: Entscheidung, ob Sozialdemokraten das Land in die Zukunft führen / Die Bürger des Landes spüren sich abzeichnende Wende der Politik, wissen, dass soziale Reformen nur von Sozialdemokraten durchgesetzt werden / Heute werden Weichen gestellt: Politik der kommenden Legislaturperiode sichtbar machen / Alteingefahrene Gleise verlassen zu Gunsten des Friedens und sozialer Reformen / Programm des sozialen Fortschritts: CDU dazu zu kraftlos, ihre Ablösung fällig / Friedenspolitik der Bundesregierung ist keine Verzichtspolitik / Franz Josef Strauß, Einpeitscher der CDU: Das Geschäft mit der Angst / Verleumdung und Verketzerung des politischen Gegners im Stile der Attacken Erich Ganzenmüllers / Kein Rückfall in die Zeiten des kalten Krieges: konsequente Unterstützung der Bundesregierung / (4'22)
Akzentmusik (0'35)
0:14:00; 0'14
Audio-Visuelle Medien
Herkunft: Chronik Baden-Württemberg
Stuttgart S
BRD: Ostpolitik
Frieden
Koalition: Große Koalition
Partei: SPD: außerordentlicher Landesparteitag 1972
Reform
Siebziger Jahre
Wahl: Landtagswahl 1972
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:30 MEZ