Vom Helfer zum Verdächtigen - Böse Überraschung im Petitionsausschuss
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/023 R120108/207
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/023 Fernsehsendungen von SWR Fernsehen aus dem Jahre 2012
Fernsehsendungen von SWR Fernsehen aus dem Jahre 2012 >> Unterlagen
8. November 2012
Der Landtagsabgeordnete Karl Zimmermann wollte einfach nur helfen. In einem komplizierten Sorgerechtsstreit über Ländergrenzen hinweg wollte er eine Frau unterstützen, das Sorgerecht für ihren Sohn zu erhalten. Diese Frau aus Kirchheim/Teck hatte sich an den Petitionsausschuss des Landestages gewandt, nachdem sie vor den Gerichten verloren hatte. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Abgeordneten Zimmermann.
Der Verdacht gegen den Christdemokraten: Anstiftung oder gar Beihilfe zur Entziehung Minderjähriger. Aber was war passiert? Ein Gericht hatte entschieden, dass der Sohn von Kristina C. zum Vater nach Australien zurück muss und dort leben soll. Kristina C. versteckte sich mit ihrem Sohn in Baden-Württemberg.
Karl Zimmermann, Mitglied im Petitionsausschuss, nahm sich der Frau an. "Wir waren ein Team, es gab nichts anderes, was mich mehr Herzblut gekostet hat", sagt der aufgewühlte Politiker. Die Staatsanwaltschaft wirft Karl Zimmermann nun vor, er habe der Mutter empfohlen unterzutauchen oder ihr sogar dabei geholfen. "Ich schließe nicht aus, dass ich gesagt habe, von mir bekommt ihr die Frau nicht. Das habe ich aber nur gesagt, weil ich nicht wusste, wo sie sich aufhielt", verteidigt sich der CDU-Mann.
Für ihn ist das angestrebte Ermittlungsverfahren ein Skandal. "Das gab es noch nie", sagt er. "Es darf nicht sein, dass diejenigen, die sich im Rahmen des Rechts für andere einsetzen, am Ende zum Opfer werden."
Der Verdacht gegen den Christdemokraten: Anstiftung oder gar Beihilfe zur Entziehung Minderjähriger. Aber was war passiert? Ein Gericht hatte entschieden, dass der Sohn von Kristina C. zum Vater nach Australien zurück muss und dort leben soll. Kristina C. versteckte sich mit ihrem Sohn in Baden-Württemberg.
Karl Zimmermann, Mitglied im Petitionsausschuss, nahm sich der Frau an. "Wir waren ein Team, es gab nichts anderes, was mich mehr Herzblut gekostet hat", sagt der aufgewühlte Politiker. Die Staatsanwaltschaft wirft Karl Zimmermann nun vor, er habe der Mutter empfohlen unterzutauchen oder ihr sogar dabei geholfen. "Ich schließe nicht aus, dass ich gesagt habe, von mir bekommt ihr die Frau nicht. Das habe ich aber nur gesagt, weil ich nicht wusste, wo sie sich aufhielt", verteidigt sich der CDU-Mann.
Für ihn ist das angestrebte Ermittlungsverfahren ein Skandal. "Das gab es noch nie", sagt er. "Es darf nicht sein, dass diejenigen, die sich im Rahmen des Rechts für andere einsetzen, am Ende zum Opfer werden."
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Audio-Visuelle Medien
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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