Jorig Höger von Heidelberg, der zu Nürnberg gef. wegen Verlassens seiner Hausfrau Maria, Tochter des Wendel Yullenstain zu Kürnpach [Kürnbach, Kr. Sinsheim] und seiner beiden Kinder und Heirat einer anderen Frau zur Furt, 1 Meile Wegs von Nürnberg [Fürth, Bayern], mit Ruten geschlagen und auf das Versprechen, Nürnberg im Umkreis von 5 Meilen nicht mehr zu betreten, freigelassen wurde, durch Junker Wilhelm v. Sternenfels, Vogt zu Kürnbach, aus dem Gebiet der Vetters, Junker Bernhart und Albrecht Göler v. Ravensburg ("Rabenspurg"), auf Antrag der Leute von Kürnbach erneut gef., weil er gesagt haben soll, er würde Kürnbach einebnen, wenn 3 Männer nicht wären, nach Eingeständnis seiner Straftat zu Fürth vor den ehrbaren Melchior Vayhinger, Schultheiß zu Lenpronn [Leonbronn, Kr. Heilbronn], Denger King, Michel Weber, Ender Kercher und Wendel Gybrat, alle von Sulzfeld [Kr. Sinsheim], entlassen, schwört Urfehde und verspricht, sich aller bösen Handlungen zu enthalten, unverzüglich mit seiner ersten Ehefrau und den beiden Kindern für immer über den Rhein zu gehen, er nimmt zur Kenntnis, dass er beim Bruch der Urfehde mit dem Schwert hingerichtet oder entränkt wird.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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