Der Freiherr vom und zum Stein hatte im August 1686 ein RKG-Verfahren mandati executorialis cum clausula gegen die Grafen von Wied eingeführt. Es ging offenbar um ein 1655 auf 990 Gulden festgesetztes Kapital. Nachdem die Grafen mehrere Urteile, dem Mandat zu entsprechen, nicht befolgt hatten (13. Dezember 1697, 23. Dezember 1746, 8. März 1747), erging am 3. Januar 1748 das vorliegende mandatum de exequendo sine clausula an die ausschreibenden Fürsten des Niederrheinisch-Westfälischen Kreises (Jülich-Berg und Preußen als Herzog von Kleve-Mark). Am 27. Juni 1753 erging ein erweitertes Exekutionsmandat an die kreisausschreibenden Fürsten, mit dem auch die Eintreibung von Gerichtskosten angeordnet wurde. Die vorliegenden Exemplare wurden in Kleve zugestellt. Es liegen ferner Kopien von Begleitschreiben vor, mit denen die klev. Regierung diese Mandate ihrem Residenten in Köln zur weiteren Veranlassung zusandte. Die RKG-Provenienz der Akte ist fraglich.
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Der Freiherr vom und zum Stein hatte im August 1686 ein RKG-Verfahren mandati executorialis cum clausula gegen die Grafen von Wied eingeführt. Es ging offenbar um ein 1655 auf 990 Gulden festgesetztes Kapital. Nachdem die Grafen mehrere Urteile, dem Mandat zu entsprechen, nicht befolgt hatten (13. Dezember 1697, 23. Dezember 1746, 8. März 1747), erging am 3. Januar 1748 das vorliegende mandatum de exequendo sine clausula an die ausschreibenden Fürsten des Niederrheinisch-Westfälischen Kreises (Jülich-Berg und Preußen als Herzog von Kleve-Mark). Am 27. Juni 1753 erging ein erweitertes Exekutionsmandat an die kreisausschreibenden Fürsten, mit dem auch die Eintreibung von Gerichtskosten angeordnet wurde. Die vorliegenden Exemplare wurden in Kleve zugestellt. Es liegen ferner Kopien von Begleitschreiben vor, mit denen die klev. Regierung diese Mandate ihrem Residenten in Köln zur weiteren Veranlassung zusandte. Die RKG-Provenienz der Akte ist fraglich.
AA 0627, 6445 - -
AA 0627 Reichskammergericht (AA 0627), Teil IX: U-Z; Nachträge; Abgaben
Reichskammergericht (AA 0627), Teil IX: U-Z; Nachträge; Abgaben >> 6. Nachträge
[1686 -], (1748 - 1753)
Enthaeltvermerke: Kläger: Ludwig Christoph Freiherr vom und zum Stein Beklagter: Grafen Friedrich und Ludwig Friedrich zu Wied Prozeßart: Mandatsverfahren Instanzen: RKG 1686 - ? (1748 - 1753) Beschreibung: 18 Bl., lose; 5 unquadrangulierte Aktenstücke, dat. zwischen 3. Januar 1748 (insinuiert 26. Februar 1748) und 17. Juli 1753.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:34 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht (AA 0627), Teil IX: U-Z; Nachträge; Abgaben (Bestand)
- 6. Nachträge (Gliederung)