" Einige Schriften den Jud Süß'schen Prozess betreffend (Gespräche und Gedichte)", sowie Einzelstücke aus verschiedenen Phasen des Prozesses
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 48/14 Bü 113
CXXVI, Fach 23
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 48/14 Joseph Süß-Oppenheimer, Geheimer Finanzrat - Inquisition, Prozeß, Beweismaterial / Vermögenserfassung und -abwicklung als Konkursverfahren -
Joseph Süß-Oppenheimer, Geheimer Finanzrat - Inquisition, Prozeß, Beweismaterial / Vermögenserfassung und -abwicklung als Konkursverfahren - >> 11. Nach 1900 angefügte Einzelstücke
1738
- Schmähgedichte und andere Druckschriften gegen Joseph Süß Oppenheimer mit extrem
antisemitischem Tenor,
- "Verbot der von Diakon Heller beabsichtigten Veröffentlichung seiner [angeblichen]
Gespräche mit Süß", 1738.
[Das Verbot wird gegen die Befürwortung eines Drucks durch das Konsistorium
von der herzoglichen Administration aufrecht erhalten.
Vgl. dazu die inliegende Druckschrift Christoph David Bernhards:
"Ausführlicher Discurs" - Fiktiver Dialog zwischen Lector Bernhard als Vertreter
protestantisch-christlicher Theologie und einem angeblichen Repräsentanten
jüdischen Glaubens über
Joseph Süß Oppenheimer - "[...] Von seiner Beicht/ Glaubens- Bekanntnis/
und Ablaß / auch zukünftigen Sünden / und anderen Vorfallenheiten [...] " -
Die Schlussentenz geht auf die besonders abstoßende Form des Umgangs
mit dem Leichnam ein:
"[...] Lector: Ich bin auch der Meynung, daß man ihn biß euer
Meßias kommet, hängen lasse [...] "
- Dekret an den Stuttgarter Vogt vom 3. Februar 1738 wegen Hinrichtung
Joseph Süß Oppenheimers, Original, [restauriert, aber stark verblasst
und schwer lesbar]
- 4 Briefe von "S. C von Jettenburg ne de Leutrum", 1728 an Joseph Süß
Oppenheimer nach Mannheim [aus Nachlass Lotter]
- Ernennungsdekret für Soseph Süß Oppenheimer zum Kabinettsfaktor des
Landgrafen Ernst Ludwig von Hessen, 25. Februar 1733
[Original- aus Nachlass Lotter]
- Privileg des Landgrafen Ernst Ludwig von Hessen für Joseph Süß Oppenheimer
zur Ausmünzung weiterer jährlicher 500 Mark Gold,
6. August 1733 [Original - aus Nalchlass Lotter]
antisemitischem Tenor,
- "Verbot der von Diakon Heller beabsichtigten Veröffentlichung seiner [angeblichen]
Gespräche mit Süß", 1738.
[Das Verbot wird gegen die Befürwortung eines Drucks durch das Konsistorium
von der herzoglichen Administration aufrecht erhalten.
Vgl. dazu die inliegende Druckschrift Christoph David Bernhards:
"Ausführlicher Discurs" - Fiktiver Dialog zwischen Lector Bernhard als Vertreter
protestantisch-christlicher Theologie und einem angeblichen Repräsentanten
jüdischen Glaubens über
Joseph Süß Oppenheimer - "[...] Von seiner Beicht/ Glaubens- Bekanntnis/
und Ablaß / auch zukünftigen Sünden / und anderen Vorfallenheiten [...] " -
Die Schlussentenz geht auf die besonders abstoßende Form des Umgangs
mit dem Leichnam ein:
"[...] Lector: Ich bin auch der Meynung, daß man ihn biß euer
Meßias kommet, hängen lasse [...] "
- Dekret an den Stuttgarter Vogt vom 3. Februar 1738 wegen Hinrichtung
Joseph Süß Oppenheimers, Original, [restauriert, aber stark verblasst
und schwer lesbar]
- 4 Briefe von "S. C von Jettenburg ne de Leutrum", 1728 an Joseph Süß
Oppenheimer nach Mannheim [aus Nachlass Lotter]
- Ernennungsdekret für Soseph Süß Oppenheimer zum Kabinettsfaktor des
Landgrafen Ernst Ludwig von Hessen, 25. Februar 1733
[Original- aus Nachlass Lotter]
- Privileg des Landgrafen Ernst Ludwig von Hessen für Joseph Süß Oppenheimer
zur Ausmünzung weiterer jährlicher 500 Mark Gold,
6. August 1733 [Original - aus Nalchlass Lotter]
0,08
Archivale
Mannheim MA
Stuttgart S
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:31 MEZ
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- Joseph Süß-Oppenheimer, Geheimer Finanzrat - Inquisition, Prozeß, Beweismaterial / Vermögenserfassung und -abwicklung als Konkursverfahren - (Bestand)
- 11. Nach 1900 angefügte Einzelstücke (Gliederung)