Testament des Jacobus Modewich de Lippia, Dekans der Pfarrkirche zu Wormbecke. Unter Widerruf älterer Testamente trifft er folgende Bestimmungen: Sein Begräbnis und Jahrgedächtnis soll in der Dominikanerkirche zu Köln gehalten werden. Der Camera apostolica vermacht er einen Hornschen Gulden, dem Kölner Erzbischof einen Goldgulden, dem Kölner Dom 6 Hornsche Gulden. Das Gnadenjahr der Kirche in Wormecke soll sein natürlicher Sohn Hartmannus Modewich genießen; dieser erhält auch alle Bücher, Kleidung und sonstiges Inventar seines Hauses; ferner 200 Goldgulden für Studium und Lebensunterhalt, nach Ermessen auszuzahlen durch Godfridus Beckerer, Kaplan an Klein St. Martin zu Köln. Seine natürliche Tochter Catherina in Smallenberch erhält 30 Gulden, seine Magd Catherina 20 Gulden und ein Bett. Je 10 Gulden erhalten die Pfarrkirchen in Wormecke und in Berchhusen, das jüngst reformierte St. Anno-Kloster in Graschop, das Kloster Ewich, das Kloster ad corporis Christi in Köln, das Observantenkloster in Segen, die Frauenklöster in Meytter und auf dem Eygelsteyn vulgo to der Bussen in Köln sowie jeder seiner Exekutoren. Die St. Georgspfarrkirche in Fredebergh erhält einen "calicem argenteum deauratum". Was übrig bleibt, geht zu seinem und seiner Eltern Seelenheil an die Armen, vorzüglich aus seiner Verwandtschaft. Testamentsvollstrecker: Godfridus Beckerer, Kaplan an Klein St. Martin in Köln, Johannes Henneman, Offizial der curia Arnsbergensis in Werl, Prior Theodericus des Klosters Ewich, Gerhardus Hannemann, Vikar und altarista in Lippia, Hartmann Modewich, natürlicher Sohn des Testators. Geschehen zu Köln im Hause des Testators in der Stolckgasse hinter dem Dominikanerkloster in Beisein der Priester Johannes Carpenterius de Attendorn und Wilhelm Nartwicke sowie des Gisbertus de Amsterdam, Kleriker der Diözesen Köln und Utrecht. Notariatsinstrument des Kölner Klerikers Johannes Vogelsanck de Hattingen