Vor dem Richter Willeken von Depenbroke bekundet der Ritter Ghert Budde, Propst, Äbtissin und Jungfrauen des Klosters Gravenhorst hätten von seinen Eltern wegen deren Seelenheil gewisse Korn- und Geldrenten und Abgaben von Schweinen von dem Wolfer-Hof (Vulues hus) zu Berentelg (tho der Barentelghet) im Kirchspiel Mettingen (-inghen) seit Menschengedenken in erblichem Besitz. Der Ritter setzt nunmehr aus Not für 16 Mark das Kloster auch in das Eigentum des Hofes und überläßt ihm insbesondere das Recht zur Besetzung des Hofes. Er behält sich vor, für 16 Mark Pfennige, wie sie in Osnabrück (Osenbrughe) gängig sind, das Eigentumsrecht wieder einzulösen, wobei die Einkünfte aus dem Hof dem Kloster aber weiterhin verbleiben sollen. Der Ritter verspricht Währschaft. Wenn Propst, Äbtissin und die Jungfrauen des Klosters den Hof mit ihren Leuten besetzen (de were besetten), wenn der Hof unbesetzt ist (wante de were nu woste is) oder in diesen Besitz Geld investieren (an de were kost legheden), bevor dieser Besitz von ihnen wieder eingelöst ist, so hat man ihnen diese Ausgaben zu ersetzen und ihren Leuten das Recht auf den Hof zu belassen (unde ere lude weder laten volghen). Siegelankündigung des Richters und des Ghert Budde. Zeugen: Herr Hinrick, Kirchherr zu Ibbenbüren (Ybbenburen), Herr Herman Bordiken, Kaplan zu Ibbenbüren, und Herr Otte, Kaplan zu Gravenhorst, Albrant von der Wellen und Johann von Horne. Gegeben 1362 Januar 2 (des neesten daghes na Nyen Jare).