Dekan Johann und das Kapitel des Stifts St. Blasii zu Braunschweig
bekennen, daß Arnd Teneken von Rintelen, Vicar des gen. Stifts, zum
Gedächtniß der Ehegattin Eggelings von Strobeke, Margarete dem Stifte 4
Hufen Landes und einen Meierhof zu Levenstede, 3 Häuser "up dem Bölwege" zu
Braunschweig, die nicht den vamme Knesbeke gehört hatten, jetzt von Hennig
Zagchelman, Tyle Bortveldes und Hans Haken bewohnt werden und zwischen den
Häusern Bernts Dropen und Heinrichs von Lauwige liegen, und einen jährlichen
Zins von 1 Mark Braunschw. Währung, den die von der Asseborch von ihren
Gütern zu Wahlberg ihm verkauft hatten, gegeben habe, und versprechen von
diesen Einkünften für alle Gottesdienste mit Ausnahme der nächtlichen Leute
zum Orgeltreten und Glöckenläuten zu miethen, damit die Chorschüler, die das
bis dahin besorgt, auf dem Chore bleiben könnten, die Aufsicht über jene
Geschäfte durch den gen. A. Teneken, nach dessen Tode durch den ältesten
Vicar des Stifts nebst einem Canonicus führen zu lassen, durch den Opfermann
alle Tage dem Priester, der die Frühmesse singt, 1 Braunschw. Pfenn. geben
zu lassen und jenem selbst jährlich 1 Schilling auszuzahlen, das Fest
Laurentii dergestallt zu feiern, daß dem Küster 18 Pfenn. für Licht, dem
heil. Kreuze 1 Schill. gegeben werde, am Todestage der gen. Margarete eine
Memorie für sie und ihre Eltern zu halten, alle Woche 1 Messe von der
heiligen Dreifaltigkeit und 1 Messe für alle Christenseelen zu lesen, dabei
Eggelings v. Strombeck und seiner Gattin Margarete zu gedenken und den dabei
fungierenden 1 od. 2 Priestern 4 Schill. Braunschw. Pfenn. auszuzahlen, den
Rest der Einkünfte aber dem Bursarius zu übergeben, der ihn an dem gen.
Festtage unter den Canoniken und Vicaren vertheilen solle. Na godes bord
1434 in sunte Mertens daghe des hilghen biscoppes (11. November).
Stiftssiegel an Pergamentstreifen.