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Untersuchung gegen den stud. jur. Carl Eduard August Balthasar von Normann wegen Teilnahme an verbotenen politischen Verbindungen, insbesondere "Gesellschaft der Volksfreunde" (Organisation/Gründung in Greifswald 1834/35)
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Untersuchung gegen den stud. jur. Carl Eduard August Balthasar von Normann wegen Teilnahme an verbotenen politischen Verbindungen, insbesondere "Gesellschaft der Volksfreunde" (Organisation/Gründung in Greifswald 1834/35)
Enthält v.a.: Bericht des Universitätssekretärs Mittag über Hausdurchsuchung beim stud. von Normann (10. Juli 1837). - Gerichtliche Verhandlungen und Verhöre mit stud. von Normann, darin: Nennung weiterer förmlicher Mitglieder: stud. jur. Karl Eduard Holst, stud. theol. Heinrich Otto Lüning I, stud. jur. Richard Christian Gustav Scholber, stud. theol. Hermann Friedrich Wilhelm Alexander Hecker, stud. theol. Carl Hermann Hildebrandt, stud. cam. August Friedrich Joachim von Scheven, stud. med. Johann Julius Rudolf Friedrich Bühring, stud. theol. Johann Detlof Prochnow, Jäger von Bruschefsky (Pole), stud. theol. Johann Florens Wilhelm Ferdinand Heidsieck (11. Juli 1837, 14. Juli 1837, 17. Juli 1837). - Erklärungen von: Pedell Wolter (18. Juli 1837), Universitätssekretär Mittag (18. Juli 1837). - Untersuchungsbericht mit Darstellung der Ereignisse, ausgehend von zwei Duellen mit 29 Teilnehmern (25. Juni 1837), einer Hausdurchsuchung (10. Juli 1837) und Ermittlung wegen Teilnahme an geheimen verbotenen Verbindungen 1834/35 (Pomerania und Burschenschaft neueren Ursprungs, Studentenverbindungen und Burschenschaft), Teilnehmer des Lesezirkels der politischen Verbindung "Gesellschaft der Volksfreunde": Mitglieder siehe oben sowie stud. med. Huscham, stud. theol. Leistikow, stud. theol. Hartmann, stud. jur. Meyer, stud. jur. Lüning II, stud. med. Haake, stud. jur. Schwing, stud. med. Natorp, stud. jur. Schreck, stud. jur. Gorges, stud. med. Bengelsdorf. - Mitgliederliste: Bühring, Bengelsdorff, Ehrhardt, Fock, Gorges, Hecker, Hartmann, Heidsieck, Hildebrandt, Holst, Haacke, Husham, Kutscheit, Lüning I, II, III, Lauffs, Meyer, Leistikow, Natorp, Prochnow, Piper, Scholber, Schreck, Scharlau, Wiethoff, Droysen/Schwing (verstorben), Fuchs/v. Schwen/Schroder/Wiedeholz (nicht aufgefunden). - Personenbeschreibung stud. von Norden (21. Juli 1837). - Überführung des stud. von Normann aus dem Karzer nach Berlin (Okt. 1837). - Inventar der Sachen des stud. von Normann. - Transportzettel mit Personenbeschreibung. - Abschrift aus Consilii zu Greifswald betr. burschenschaftliche Verbindungen, darin: Vernehmung des Jägers stud. von Lobeck (25. Febr. 1835). - Lied "Fürsten zum Land hinaus..." (Abschrift). - Strafe nach Erkenntnis des Königlichen Kammergerichts vom 17. Dez. 1837: 2 Jahre Gefängnis und Amtsunfähigkeit, vorläufige Entlassung unter Auflagen wegen Krankheit und Genehmigung der Behandlung durch Prof. Seiffert in Greifswald (Abschrift, 14. März 1839). - Mitteilung über Eintreffen in Greifswald, polizeiliche Aufsicht und vorübergehenden Wohnsitz bei Tante in Knopfstraße (10. Apr. 1839). - Auflistung von Akten aus Berlin zur Untersuchungssache gegen den stud. von Normann (8. Sept. 1840), darin v.a. Akten zur: Landsmannschaft Saxo-Pomerania an der Universität zu Bonn (1836), Verbindung Concordia am Gymnasium zu Greifswald (1830-1838), Pomerania und Burschenschaft neueren Ursprungs (1834), Untersuchungssache des Königlichen Universitätsgerichts gegen stud. Holst und Konsorten, Untersuchungssache des Königlichen Universitätsgerichts gegen stud. jur. von Nordmann, Beschlagnahme von Büchern der ehemaligen burschenschaftlichen Bibliothek im Haus des akademischen Buchdruckers Kunicke.
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.