Vor dem Notar erklärt Henrich Plagemann, Wehrfester der Plagemanns- (Playmans-) Stätte im Kirchspiel Riesenbeck und Bauerschaft Hörstel, auch im Namen seiner Frau Elisabeth, er habe eine Wiese an der Wiese des Johann Terlosen am Heimwinkel besessen. Das Eigentum an der Wiese gehörte dem Gotteshause Gravenhorst, an das dafür jährlich 5 Reichstaler entrichtet werden mußten. Dieser Kanon von 5 Reichstalern sei vom Vorgänger des Henrich Plagemann bei der Äbtissin von Hövel ohne Zustimmung des Kapitels mit 100 Reichstalern abgelöst worden. Plagemann habe dann am 21. Oktober 1742 diese Wiese an Grolle zu Hörstel verkauft und statt dessen eine ihm sehr gelegene Wiese am Huckesberge, gelegen zwischen den Wiesen des Bernd Peters und des Nicolai, genannt Raters-Wiese, angekauft. Nun werde aber die an Grolle verkaufte Wiese vom Kloster Gravenhorst gegen Aushändigung der 100 Reichstaler zurückgefordert. Da Plagemann ungern den Verkauf rückgängig machen will, überträgt er (das Eigentum an der) Raters-Wiese gegen Empfang von 100 Reichstalern dem Kloster. Das Kapital verwendet er zur Abtragung einer Schuld. Von der Wiese hat er nunmehr an das Kloster 5 Reichstaler jährlich zu entrichten. Wenn er in der Zahlung säumig wird, hat das Kloster das Recht, die Wiese einzuziehen. Geschehen zu Gravenhorst in der Kammer des Amtmanns. Zeugen: Matthias Duwellius und Anton Gronefeldt. Beglaubigung durch den Notar Anton Gonterus Bakers. Gravenhorst