Vor Bürgermeister und Rat der Stadt Lemgo tauschen Bürgermeister Sander Grothe und Ehefrau Metthe mit Johann Grabbe und Cordt Tylill, den geschworenen Dechanten der armen Leute im Heiligen Geiste auf der Neustadt, zwei große Stücke Landes von 5 1/2 Scheffeln Hafer, freies, durchschlächtiges Erbgut, gelegen im Westernfelde nach der Barkhauser Höhe hin - oberhalb der Hasselen, ostwärts Statius Protts Land und westlich Henrich Kleinsorgen Land benachbart, im Süden an Christopher von Donops und im Norden gleichfalls an Statius Protts Land angrenzend. Dagegen erhält Sander Grothe von den Dechanten des Heiligen Geistes ein Stück Land und ein "spedelen", auch im Westernfeld gelegen, und zwar ostwärts angrenzend an Herrn Mauritius Pyritz' Land beim "Krummen Morgen", das jetzt auch Sander Grothe besitzt, - südlich an Sander Grothes Kamp und nördlich an die Trift zur Steinmühle. Der Tausch ist unwiderruflich. Von der Urkunde erhält Sander Grothe eine Ausfertigung, eine zweite bekommen die Dechanten ausgehändigt. Die Genehmigung des Tausches durch den Bürgermeister und Rat der Stadt erfolgt, nachdem die zu einer Besichtigung bestellten Ratsfreunde Henrich Lesemann und Cordt Prott berichtet haben, daß den Armen zum Heiligen Geiste hieraus kein Nachteil, sondern ein Vorteil enstehen würde. Zur Urkunde wird zugleich für die Dechanten das Stadtsekretsiegel angehängt, daneben das Siegel Sander Grothes. Datum anno Domini im jar vyffteinhundert eyn un vertich am mandage na trinitatis.

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