Gerhard von Haaren (Gerart van Haren) bezeugt, daß Abt Winand von Rohr und das Kapitel zu K. (der erwerdige in goide myn lieve herre her Wynant van Roire abt zo Sent Cornellis Munster up der Inden ind dat gemeyn capitell desselben, cloesters ind conventz) ihm Haus, Hof und Erbe an der Eselsgasse (Eyselstraiße), neben Johann Slabbarts (hern Johan Slabbartz) Haus gelegen und ehemals seinem verstorbenen Vater Nikolaus von Haaren (Clais van Haren) gehörig, gegen einen Erbzins von 7 rhein. Gulden überlassen haben, der jährlich zu Ostern (op den heilgen paischedach) fällig sein und dessen Zahlung von zwei Beauftragten des Gotteshauses und zwei Freunden des Ausstellers überwacht werden soll, und daß er in die Hand des von Abt und Konvent bevollmächttigten Dietrich (Dierichs) von Weyms genannt von der Wambach versprochen hat, innernalb 2 Jahren ein Pfand für die Zahlung des Erbzinses zu benennen. Er setzt deshalb dem Gotteshaus den zinspflichtigen Besitz zum Unterpfand, stellt drei Bürgen in der Person seiner Neffen, der Brüder Kuno und Arnold von Punt (herr Coen van Punt ind Arnolt van Pont gebroidere myne lieve neven) und seines Schwagers Nikolaus Holzappel (Clais Holtzappel mynen swegerherrn) und verpflichtet sich gemeinsam mit ihnen für den Fall der Säumigkeit zum Einlager mit einem Pferd auf eigene Kosten in einer vom Abt angewiesenen Herberge zu Aachen (Aiche). Bei Ableben eines Bürgen oder Abwesenheit im Ausland soll innerhalb 14 Tagen (viertziennachten) ein gleichwertiger gestellt werden. Siegelankündigung des Ausstellers und der drei Bürgen, Gegeven in den jaeren onss herren duysent vierhundert ind acht ind zwentzich iare, des neisten gudistaigs nae deme heilgen paischdage.