Der Generalvikar der Diözese Konstanz teilt dem Dekan des Dekanates Reutlingen mit, daß er den Priester Alexander Schnider mit der Kaplanei des den hl. Andreas, Michael, Georg und Barbara geweihten Altars in der Pfarrkirche St. Petrus in Reutlingen investiert habe und beauftragt den Dekan, diesen in den Besitz einzuweisen
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A 2 b (Verfassung u.a.) Nr. A 2 b (Verfassung u.a.) Nr. B 73/10
A 2 b (Verfassung u.a.) Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 7 u. 20)
Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 7 u. 20) >> Bd. 7 Kirchensachen
1499 Januar 14
Regest: Der Generalvikar des Bischofs Hugo von Constanz teilt dem Dekan des Dekanates Reutlingen mit, daß er den Priester Alexander Schnider aus der Diözese Constanz, der ihm einerseits durch Ulrich Ungelter, Kaplan in Rewtlingen, andererseits durch den Bürgermeister Jacob Becht, den Altbürgermeister Caspar Huwber, beide von Rewtlingen, durch Michael Riegker, Dekan des Dekanats Rewtlingen, durch den Priester Paulus Struwb alias Seller und durch die als Säckelmeister dieser Pfarrkirche fungierenden Kapläne Georg Schütz und Georg Büwylin, denen allen nach vorliegendem schriftlichem Zeugnis das Präsentationsrecht für diesen Altar zusteht, präsentiert wurde, mit der Kaplanei des den hl. Andreas, Michael, Georg und Barbara geweihten Altars in der Pfarrkirche St. Petrus in der Stadt Rewtlingen (der Altar liegt außerhalb des Chors in der Ecke auf der linken Seite, bei dem Altar der armen Seelen), die gegenwärtig infolge des Todes des Subdiakons Martin Hennenberger frei ist, investiert habe, falls nicht jemand anderem am Ausstellungstag der Urkunde ein Recht auf die Kaplanei zustehe und beauftragt den Dekan, den Alexander in den Besitz (possessionem corporalem) des gen. Altares, der Rechte u. des Zugehörs (pertinentium) einzuweisen und ihm über die Einkünfte (fructibus, redditibus, censibus, debitis et obventionibus) Auskunft zu geben (respondere).
Vicarius Reu(erendissimi) In xpo (= Christo) p(at)ris et d(omi)ni d(omi)ni Hugonis dei et ap(osto)lice Sedis gr(ati)a Ep(iscop)i Constan(ciensis) In sp(irit)ualib(us) g(e)n(er)alis Dilecto in xpo Decano decanat(us) in Rewtlingen Const(anciensis) dioc(esis) S(a)l(ute)m in domi(n)o. Discretu(m) Alexandru(m) Schnider p(res)b(ite)r(u)m eiusd(em) dioc(esis) ad Capellania(m) altaris in honore s(anc)torum Andree ap(osto)li, Michaelis archangelj, Georij milit(is) et Barbare virg(inis) dedicati In ecclesia parrochi(ali) S(anc)tj Petri opidi Rewtlingen et extra Choru(m) eiusd(em) in angulo in sinistro late(re) apud altare animar(um) siti dicte dioc(esis) ad p(rese)ns per morte(m) quond(am) Martini Hennenberge(r) Subdiaconi nouissimi ipsi(us) altaris capellani vacan(tem) Per Hon(orabi)les ac p(ro)uidos viros in xpo (= Christo) dilectos: Vlricu(m) Vngelter, capellanu(m) in Rewtling(en) ex vna, Et Jacobu(m) Becht m(a)g(ist)r(u)m c(ivium), Casper Huwber burgim(a)g(ist)r(u)m antiquu(m) ibid(em), Michaelem Riegker d(i)ctj decanat(us) decanu(m), Paulu(m) Struwb al(ia)s seller pl(e)b(a)nu(m), Georiu(m) Schutz et Georiu(m) Büwylin dicte parroch(ialis) Eccl(esi)e capellanos tamq(uam) bursarios al(ia)s seckelmaister vulgo nu(n)cupat(os) co(m)mu(n)is p(re)sentie illic ex alt(er)a p(ar)tib(us) Ad quos et que(m)lib(et) eorund(em) p(ro) Iure suo Ius p(rese)ntandi capellanu(m) ad dictu(m) altare dinoscit(ur) pertine(re) nobis l(itte)ratorie (?) p(rese)ntatu(m) de dicto altari du(m)modo die date p(rese)ntiu(m) in ea non sit alteri spe(ci)alit(er) Ius quesitu(m) Recepto tam(en) pri(us) ab eod(em) et p(re)stito p(er) eund(em) fidelitat(is) et obedien(tie) solito Iuram(en)to Inuestiend(um) duxim(us) et ip(su)m auct(oritat)e ordina(r)ia tenore p(rese)ntiu(m) in dei no(m)i(n)e q(ua)ntum de Iure possum(us) Inuestim(us) Tibi decano p(re)dicto mand(antes) q(ua)t(en)us eund(em) Alexandru(m) in d(i)cti altar(is) Iuriumq(ue) et p(er)tinen(tium) eiusd(em) o(mn)i(u)m et singuloru(m) ducas et mittas possess(i)o(nem) corp(or)alem faciens sibi de ip(s)i(us) fructib(us) redditibus censib(us) debit(is) et obuent(i)on(ibus) vniu(er)sis integre r(espo)nder(e).
Dat(um) Const(ancie) An(n)o d(omi)ni M IIII LXXXX nono die decima quarta mensis Januarij Indic(ti)on(e) Secunda.
Auf dem Bug: Nomi(n)e Jo(hanni) Schmotz(er) Joh(annes) Nag sßt (= scripsit)
Dorsal-/Marginalvermerke: Rückvermerk: Jo(hannes) Bletz de Rautenstain decan(us) Constan(ciensis) p(ro) Ver(ita)te sßt (= subscripsit).
Vicarius Reu(erendissimi) In xpo (= Christo) p(at)ris et d(omi)ni d(omi)ni Hugonis dei et ap(osto)lice Sedis gr(ati)a Ep(iscop)i Constan(ciensis) In sp(irit)ualib(us) g(e)n(er)alis Dilecto in xpo Decano decanat(us) in Rewtlingen Const(anciensis) dioc(esis) S(a)l(ute)m in domi(n)o. Discretu(m) Alexandru(m) Schnider p(res)b(ite)r(u)m eiusd(em) dioc(esis) ad Capellania(m) altaris in honore s(anc)torum Andree ap(osto)li, Michaelis archangelj, Georij milit(is) et Barbare virg(inis) dedicati In ecclesia parrochi(ali) S(anc)tj Petri opidi Rewtlingen et extra Choru(m) eiusd(em) in angulo in sinistro late(re) apud altare animar(um) siti dicte dioc(esis) ad p(rese)ns per morte(m) quond(am) Martini Hennenberge(r) Subdiaconi nouissimi ipsi(us) altaris capellani vacan(tem) Per Hon(orabi)les ac p(ro)uidos viros in xpo (= Christo) dilectos: Vlricu(m) Vngelter, capellanu(m) in Rewtling(en) ex vna, Et Jacobu(m) Becht m(a)g(ist)r(u)m c(ivium), Casper Huwber burgim(a)g(ist)r(u)m antiquu(m) ibid(em), Michaelem Riegker d(i)ctj decanat(us) decanu(m), Paulu(m) Struwb al(ia)s seller pl(e)b(a)nu(m), Georiu(m) Schutz et Georiu(m) Büwylin dicte parroch(ialis) Eccl(esi)e capellanos tamq(uam) bursarios al(ia)s seckelmaister vulgo nu(n)cupat(os) co(m)mu(n)is p(re)sentie illic ex alt(er)a p(ar)tib(us) Ad quos et que(m)lib(et) eorund(em) p(ro) Iure suo Ius p(rese)ntandi capellanu(m) ad dictu(m) altare dinoscit(ur) pertine(re) nobis l(itte)ratorie (?) p(rese)ntatu(m) de dicto altari du(m)modo die date p(rese)ntiu(m) in ea non sit alteri spe(ci)alit(er) Ius quesitu(m) Recepto tam(en) pri(us) ab eod(em) et p(re)stito p(er) eund(em) fidelitat(is) et obedien(tie) solito Iuram(en)to Inuestiend(um) duxim(us) et ip(su)m auct(oritat)e ordina(r)ia tenore p(rese)ntiu(m) in dei no(m)i(n)e q(ua)ntum de Iure possum(us) Inuestim(us) Tibi decano p(re)dicto mand(antes) q(ua)t(en)us eund(em) Alexandru(m) in d(i)cti altar(is) Iuriumq(ue) et p(er)tinen(tium) eiusd(em) o(mn)i(u)m et singuloru(m) ducas et mittas possess(i)o(nem) corp(or)alem faciens sibi de ip(s)i(us) fructib(us) redditibus censib(us) debit(is) et obuent(i)on(ibus) vniu(er)sis integre r(espo)nder(e).
Dat(um) Const(ancie) An(n)o d(omi)ni M IIII LXXXX nono die decima quarta mensis Januarij Indic(ti)on(e) Secunda.
Auf dem Bug: Nomi(n)e Jo(hanni) Schmotz(er) Joh(annes) Nag sßt (= scripsit)
Dorsal-/Marginalvermerke: Rückvermerk: Jo(hannes) Bletz de Rautenstain decan(us) Constan(ciensis) p(ro) Ver(ita)te sßt (= subscripsit).
Archivale
Ausstellungsort: Konstanz
Zeugen / Siegler / Unterschriften: Sr. Generalvikar der Diözese Konstanz
Siegel (Erhaltung): Siegelbild: Bischof, in der Rechten den Kelch, in der Linken den Bischofstab haltend, in gotischem Gehäuse, das zu beiden Seiten das Konstanzer Wappen zeigt. Darunter gevierter Schild: 1 und 4: 3 Ringe (2:1), 2 und 3: geviertet (Wappen derer von Hohenlandenberg)
Siegelumschrift: S. VICA(RII). HUGONI[S.D] EI. GRA(TIA). EP(ISCOP)I. CONSTAN(CIENSIS). 1296
Verweis: jetzt: A 3 U 164
Zeugen / Siegler / Unterschriften: Sr. Generalvikar der Diözese Konstanz
Siegel (Erhaltung): Siegelbild: Bischof, in der Rechten den Kelch, in der Linken den Bischofstab haltend, in gotischem Gehäuse, das zu beiden Seiten das Konstanzer Wappen zeigt. Darunter gevierter Schild: 1 und 4: 3 Ringe (2:1), 2 und 3: geviertet (Wappen derer von Hohenlandenberg)
Siegelumschrift: S. VICA(RII). HUGONI[S.D] EI. GRA(TIA). EP(ISCOP)I. CONSTAN(CIENSIS). 1296
Verweis: jetzt: A 3 U 164
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.03.2025, 11:14 MEZ