Papst Sixtus IV. inkorporiert unter Verweis auf sein Recht auf die Vergabe (collationi et dispositioni nostre reservationis) von an der Kurie vaka...
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1126
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1471-1480
1476 April 30
Ausfertigung, Pergament, Bleibulle an Seidenschnur
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum Rome apud Sanctumpetrum anno incarnationis millesimoquadringentesimoseptuagesimosexto pridie Kalendas Maii pontificatus nostri anno quinto
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Papst Sixtus IV. inkorporiert unter Verweis auf sein Recht auf die Vergabe (collationi et dispositioni nostre reservationis) von an der Kurie vakant gewordenen Pfründen mit und ohne Seelsorge die Pfarrkirche St. Blasius in der Stadt Fulda mit dem Landdekanat (cum iurisdictio ruralis archidiaconatus nuncupata) dem Vermögen (mensa) des Abtes. Die Pfarrkirche war durch Resignation ihres Rektors Andreas Hesse vakant geworden. [Johann von Henneberg], Abt von Fulda, hatte um die Inkorporation gebeten, um seine Verluste durch Kriege und andere Widrigkeiten auszugleichen. Johann stammt von zwei Eltern adliger Herkunft ab. Seine Einkünfte betragen im Jahr weniger als zehn Mark Silber gemäß der allgemeinen Schätzung (secundum communem extimationem valorem). Papst Sixtus weist auf kirchenrechtliche Bestimmungen über Inkorporationen hin, insbesondere auf die Konstitution Execrabilis von Johannes XXII., auf die Statuten über das Devolutionsrecht des [IV.] Laterankonzils und Bestimmungen Bonifatius' VIII. Der Abt und seine Nachfolger sollen die Pfarrei durch einen durch sie ein- und absetzbaren Weltgeistlichen versehen lassen. Entgegenstehende päpstliche Bestimmungen, Statuten und Gewohnheiten sollen dabei keine Kraft haben. Ausstellungsort: Rom, St. Peter. Dudum siquidem omnia beneficia. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Bleibulle: Apostelstempel, Namensstempel)
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Pralle/Richter, Stadtpfarrei, Nr. 25
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Papst Sixtus IV. inkorporiert unter Verweis auf sein Recht auf die Vergabe (collationi et dispositioni nostre reservationis) von an der Kurie vakant gewordenen Pfründen mit und ohne Seelsorge die Pfarrkirche St. Blasius in der Stadt Fulda mit dem Landdekanat (cum iurisdictio ruralis archidiaconatus nuncupata) dem Vermögen (mensa) des Abtes. Die Pfarrkirche war durch Resignation ihres Rektors Andreas Hesse vakant geworden. [Johann von Henneberg], Abt von Fulda, hatte um die Inkorporation gebeten, um seine Verluste durch Kriege und andere Widrigkeiten auszugleichen. Johann stammt von zwei Eltern adliger Herkunft ab. Seine Einkünfte betragen im Jahr weniger als zehn Mark Silber gemäß der allgemeinen Schätzung (secundum communem extimationem valorem). Papst Sixtus weist auf kirchenrechtliche Bestimmungen über Inkorporationen hin, insbesondere auf die Konstitution Execrabilis von Johannes XXII., auf die Statuten über das Devolutionsrecht des [IV.] Laterankonzils und Bestimmungen Bonifatius' VIII. Der Abt und seine Nachfolger sollen die Pfarrei durch einen durch sie ein- und absetzbaren Weltgeistlichen versehen lassen. Entgegenstehende päpstliche Bestimmungen, Statuten und Gewohnheiten sollen dabei keine Kraft haben. Ausstellungsort: Rom, St. Peter. Dudum siquidem omnia beneficia. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Bleibulle: Apostelstempel, Namensstempel)
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Pralle/Richter, Stadtpfarrei, Nr. 25
Auf der Plica über der Siegelschur: (Attestatum [?] generale).
Auf der Plica rechts: (Sinolfus).
Auf der Plica rechts oben: (Pro t. Marisotte [?] fl. III ??fi. pro scriptore).
Unter der Plica links außen: (Maii).
Unter der Plica links: (XXXX [40 grossi] N. Bugwii [?] / G. Bondies / Marcusantonius).
Unter der Plica unter der Siegelschnur: (B. de M[a]ffeis / H. Esaril [?]).
Auf der Rückseite in der Mitte: (Registrata Gerona).
Auf der Rückseite oben links: (Anno ab incarnatione Domini MCCCCLXXVI die VIIII Maii [1476 Mai 9] retroscripsit / Andreas presens consensit resignavit [?] et lut [?] expeditum [?] et iuratio [?] / Pro B. Vallescar Iohannes de Aericio [?]).
Auf der Rückseite unten links auf dem Kopf stehend: (Iohannes de Medinan [?]).
Auf der Plica rechts: (Sinolfus).
Auf der Plica rechts oben: (Pro t. Marisotte [?] fl. III ??fi. pro scriptore).
Unter der Plica links außen: (Maii).
Unter der Plica links: (XXXX [40 grossi] N. Bugwii [?] / G. Bondies / Marcusantonius).
Unter der Plica unter der Siegelschnur: (B. de M[a]ffeis / H. Esaril [?]).
Auf der Rückseite in der Mitte: (Registrata Gerona).
Auf der Rückseite oben links: (Anno ab incarnatione Domini MCCCCLXXVI die VIIII Maii [1476 Mai 9] retroscripsit / Andreas presens consensit resignavit [?] et lut [?] expeditum [?] et iuratio [?] / Pro B. Vallescar Iohannes de Aericio [?]).
Auf der Rückseite unten links auf dem Kopf stehend: (Iohannes de Medinan [?]).
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.04.2025, 15:13 MESZ
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