A: Pfalzgraf Wolfgang von Pfalz-Neuburg. S: A. Pfalzgraf Wolfgang von Pfalz-Neuburg bestätigt, dass der Landsknecht Melhior Widman, Bader aus Hechling (Hechlingen, Markt Heidenheim, LK Weißenburg-Gunzenhausen), der im Landgericht Graißpach (Graisbach, Gde. Marxheim, LK Donau-Ries) zwischen der Stadt Thonawerd (Stadt Donauwörth, LK Donau-Ries) und dem [Zisterzienser]Kloster Kaißhaim (Markt Kaisheim, LK Donau-Ries) die beiden Fuhrleute Melhior Vischer aus Huishaim (Gde. Huisheim, LK Donau-Ries) und Halbpaur aus Funfstet (Gde. Fünfstetten, LK Donau-Ries) ermordet hatte und in Schernfeld (Gde. Schernfeld, LK E.) im Halsgericht Mörnshaim (Markt Mörnsheim, LK E.) gefangen worden war, vom eichstätt. Gericht Mörnshaim an das pfalz-neuburgische Gericht Graispach übergeben worden ist und dass diese Übergabe den Halsgerichtsrechten des eichstätt. Amtes Mörnshaim nicht abträglich sein soll.
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A: Pfalzgraf Wolfgang von Pfalz-Neuburg. S: A. Pfalzgraf Wolfgang von Pfalz-Neuburg bestätigt, dass der Landsknecht Melhior Widman, Bader aus Hechling (Hechlingen, Markt Heidenheim, LK Weißenburg-Gunzenhausen), der im Landgericht Graißpach (Graisbach, Gde. Marxheim, LK Donau-Ries) zwischen der Stadt Thonawerd (Stadt Donauwörth, LK Donau-Ries) und dem [Zisterzienser]Kloster Kaißhaim (Markt Kaisheim, LK Donau-Ries) die beiden Fuhrleute Melhior Vischer aus Huishaim (Gde. Huisheim, LK Donau-Ries) und Halbpaur aus Funfstet (Gde. Fünfstetten, LK Donau-Ries) ermordet hatte und in Schernfeld (Gde. Schernfeld, LK E.) im Halsgericht Mörnshaim (Markt Mörnsheim, LK E.) gefangen worden war, vom eichstätt. Gericht Mörnshaim an das pfalz-neuburgische Gericht Graispach übergeben worden ist und dass diese Übergabe den Halsgerichtsrechten des eichstätt. Amtes Mörnshaim nicht abträglich sein soll.
Hochstift Eichstätt, Urkunden nach 1500 1566/Mrz/6
AA III/11,41
BayHStA, GU Mörnsheim Fasz. 3/II Nr. 67
BayHStA, HU Eichstätt (am 10.7.1973 an das StA N abgegeben)
Zusatzklassifikation: Übergabe eines Mörders
Hochstift Eichstätt, Urkunden nach 1500
Hochstift Eichstätt, Urkunden nach 1500 >> Hochstift Eichstätt, Urkunden nach 1500 (in chronologischer Folge)
1566 März 06
Urkunden
ger
Vermerke: F
Unternummer: Mrz/6
Medium: A = Analoges Archivalie
Äußere Beschreibung: Ausfertigung, Pap. mit aufgedrücktem Pap.S
Unternummer: Mrz/6
Medium: A = Analoges Archivalie
Äußere Beschreibung: Ausfertigung, Pap. mit aufgedrücktem Pap.S
Wolfgang, Pfalzgraf von Pfalz-Neuburg 1559 - 1569
Widmann, Melchior, Landsknecht aus Hechlingen (1566)
Vischer, Melchior, Fuhrmann aus Huisheim (gest., 1566)
Halbbauer, Fuhrmann aus Fünfstetten (1566)
Neuburg a. d. Donau (Stadt Neuburg a. d. Donau, LK Neuburg-Schrobenhausen)
Hechlingen (Markt Heidenheim, LK Weißenburg-Gunzenhausen)
Graisbach (Gde. Marxheim, LK Donau-Ries)
Donauwörth (Stadt Donauwörth, LK Donau-Ries)
Kaisheim (Markt Kaisheim, LK Donau-Ries)
Huisheim (Gde. Huisheim, LK Donau-Ries)
Fünfstetten (Gde. Fünfstetten, LK Donau-Ries)
Schernfeld (Gde. Schernfeld, LK Eichstätt)
Mörnsheim (Markt Mörnsheim, LK Eichstätt)
Gefangenenübergabe
Landgericht Graisbach
Halsgericht
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 11:51 MESZ
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