Hans Röchlin, Rebmann, Bürger zu Ravensburg, verkauft mit Zustimmung von Bürgermeister und Rat für 31 lb 5 ß d Ravensburger Währung dem Eberhard von Herrlingen ("Hörnlingen"), Kaplan des Altars St. Peters auf der unteren Kanzel in der Pfarrkirche Unserer lieben Frau zu Ravensburg, einen ablösbaren jährlichen Ewigzins von 30 ß d derselben Währung. Der Zins geht aus zwei Rebstücken im Kamrer zwischen den Stücken Thomas Feierabends ("Virabend") und Jos Schwends, ferner aus einem Rebstück an der Banneck an den Stücken Hans Wagners und Hans Eckolts. Die verpfändeten Liegenschaften sind eigen, doch geben die Rebstücke im Kamrer 8 d Zins und den vierten Eimer Wein an das Kloster Weißenau ("in die Wisenow"), ebenso zinst das Rebstück an der Banneck 2 d bzw. die Hälfte des Grundstücks den vierten Teil des Weins. Der Zins ist zu Martini in Ravensburg zu entrichten. Als zusätzliche Sicherheit verpfändet der Aussteller seinen Weingarten bei der Lachen, gelegen an den Weingärten Klaus Minners und Thomas Hübners, zu einem rechten Ursatz. Dieser Weingarten gibt 8 d Bodenzins. Er haftet mit dem Betrag, um den der Wert ein Kapital von 20 lb d übersteigt ("für was er besser ist"), das Konrad Küng d.Ä. zusteht.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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