Sammlung "Umwelt-Kabarett der Deutschen Wanderjugend" (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, J 30/7
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Sammlungen >> Sammlungen zur Landesgeschichte und Landeskunde >> Sammlungen aus jüngerer Zeit (20. Jh.), v.a. von Nichthistorikern
1971-2020
In den 1970er Jahren entwickelte sich in Reaktion auf den wachsenden Problemdruck bzw. das wachsende Problembewusstsein in Fragen des Umwelt- und Naturschutzes eine Umweltbewegung. So wurde 1970/1971 in Baden-Württemberg die Aktionsgemeinschaft Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg gegründet, in der wiederum mehrere Verbände vertreten waren. Im Rahmen dieser zivilgesellschaftlichen Umweltschutzbewegung ist auch das Umweltkabarett anzusiedeln. Unter dem Motto "Wir haben den Kanal noch lange nicht voll" traten auf der Hauptversammlung des Schwäbischen Albvereins am 5. Juni 1971 in Friedrichshafen erstmals Laienschauspieler mit einem kabarettistischen Programm zum Thema Umweltschutz auf. Daraus entwickelte sich das von Heiner Weidner initiierte und von Laienschauspielern der Deutschen Wanderjugend getragene Umweltkabarett "Mir stinkt´s", das unter der Verantwortung der Aktionsgemeinschaft Natur- und Umweltschutz in Baden-Württemberg und darüber hinaus bei verschiedenen Gelegenheiten präsentiert wurde: Im November 1971 fand in der Stuttgarter Liederhalle die Premiere statt, auf die 1972 Aufführungen in Konstanz, Ulm, Ravensburg und Reutlingen folgten. Teile des Programms kamen auch in den Folgejahren durch die Mitgliedsvereine des Wanderverbands zu Aufführung. 1977 wurde das Umweltkabarett auf dem Deutschen Jugendtag in Bonn auf Einladung von Bundespräsident Walter Scheel dargeboten. Im September 2020 trat Herr Heiner Weidner über das Umweltministerium an das Hauptstaatsarchiv Stuttgart heran, um dem Hauptstaatsarchiv die Unterlagen des Umweltkabaretts zur Übernahme anzubieten. Heiner Weidner ist Journalist und war von 1971 bis 1980 Bundesvorsitzender der Deutschen Wanderjugend. Das 1971 gegründete Umweltkabarett, das von der Deutschen Wanderjugend getragen wurde bzw. unter dem Dach der Aktionsgemeinschaft Natur- und Umweltschutz angesiedelt war, war im Wesentlichen Weidners Idee, der auch Regie führte und einen Großteil der Texte verfasste. Der Bestand umfasst im Wesentlichen Typoskripte mit Texten, Szenen, Gedichten und Liedern des Umweltkabaretts. Darüber hinaus finden sich Flyer, Zeitungsberichte und einzelne Schreiben unter den Unterlagen. Zusätzlich hat Heiner Weidner dem Bestand, dessen Hauptteil aus der ersten Hälfte der 1970er Jahre stammt, Informationsmaterial aus jüngerer Zeit beigefügt (i.d.R. Ausdrucke von Worddokumenten). Diese dürften anlässlich der Übernahme der Unterlagen durch das Hauptstaatsarchiv, also im Jahre 2020, erstellt worden sein. Die Sammlung umfasst 5 Nummern, der Umfang beträgt ca. 0,02 lfd.m. Übernahme und Erschließung erfolgten durch Dr. Felix Teuchert im Februar 2021.
0,02 lfd.m.
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ
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