(1) B 1296 (2) Kläger: J. E. von Brabeck, die Vollmacht ist mit Hildesheim datiert (3) Beklagter: Graf Simon August zur Lippe (4) Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Adam Bissing [1750] 1750 ( Subst.: Lic. Ferdinand Wilhelm Brandt Prokuratoren (Bekl.): Dr. Philipp Ludwig Meckel [1748] 1750 ( Subst.: Dr. Johann Paul Besser (5) Prozessart: Citationis ad videndum exigi debitum cessum cum usuris, expensis et interesse, sicque condemnari vel immitti in bona hypothecata Streitgegenstand: Die Klage ist auf Abtragung von 2925 Rtlr., Reste von Kapitalien, die Levin Moritz von Donop den Grafen Simon Henrich und Friedrich Adolf zur Lippe geliehen hatte, gerichtet. Die Forderung hatte Carl Moritz von Donop an den Kläger cediert, der sich an das RKG wendet, da das gräfliche Haus sich grundsätzlich zum Abtrag des Kapitals bereiterklärt, die Zahlung von Zinsen aber verweigert habe, so daß der Rechtsweg beschritten werden müsse. Der Beklagte erklärt, soweit aus dem ungeordneten Zustand der Kammerunterlagen zu schließen, seien bis 1729 jährlich Zinsen bezahlt worden. Die folgende Nichtzahlung habe der Kläger, da er sich bis 1748 nicht um deren Auszahlung bemüht habe, selbst zu verantworten. Er geht nur von 1925 Rtlr. Schuld aus. Am 20. Dezember 1753 entschied das RKG, der Beklagte habe beide Kapitalien, zusammen 2925 Rtlr., samt der seit 1716 rückständigen Zinsen zu bezahlen. Der Bitte des Klägers um ein Mandatum de exequendo an die kreisausschreibenden Fürsten folgen abschließend Completum- (23. März) und Expeditum- (29. März 1754) Vermerke. (6) Instanzen: RKG 1750 - 1754 (1673 - 1754) (7) Beweismittel: Schuldverschreibung des Grafen Simon Henrich zur Lippe zugunsten von Levin Moritz von Donop, Geheimer Rat und Drost der Ämter Varenholz und Sternberg, über 1500 T., 1673 (Q 4). Schuldverschreibung des Grafen Friedrich Adolf zur Lippe, der bestätigt, nachdem von ursprünglich 5925 Rtlr., die Levin Moritz von Donop seinem Vater geliehen hatte, 4000 Rtlr. an dessen Erben, von Donop zu Wöbbel, zurückgezahlt worden seien, noch 1925 Rtlr. schuldig zu sein, 1704 (Q 5). Cession ihrer Ansprüche an den regierenden Grafen zur Lippe von den Eheleuten Carl Moritz von Donop und Lucia Anna Sophie, geb. von Schilder, an Johann Arnold von Brabeck zu Hemmer, Letmathe und Nienhagen, kurkölnischer Geheimer Rat und Drost zu Liebenburg, 1716 (Q 6). Botenlohnschein (Q 8). Status Liquidationis (Q 14). (8) Beschreibung: 3 cm, 105 Bl., lose; Q 1 - 31.

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Ostwestfalen-Lippe
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