D 176 - Nachlass Arnold Beierbach (1908-1944) (Bestand)
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D 176
Landeskirchliches Archiv Stuttgart (Archivtektonik) >> D - Private Nachlässe und Sammlungen
1914-1942
Einleitung: Arnold Gerhard Beierbach wurde am 03.11.1908 in Mangaluru (damals Mangalore) in Indien geboren. 1922-1933 war er Vikar in Weil am Schönbuch,1933-1934 Vikar in Zuffenhausen, 05.03.1934-01.07.1934 Stadtpfarrverweser in Kornwestheim, ab 01.07.1934 Stadtpfarrverweser in Ulm, 17.10.1934 aufgrund von Ungehorsam im Kirchenkampf amtsenthoben. Er ignorierte eine Aufforderung zur Versetzung nach Suppingen und führte seinen bisherigen Dienst fort, wobei die Gemeinde ihn geschlossen unterstützte und Einspruch erhob. Ab 12.09.1936 wurde er schließlich Stadtpfarrer an der Ulmer Dreifaltigkeitskirche. Ab 08.01.1937 nahme er regelmäßig, teils freiwillig, an Übungen der Wehrmacht teil. Während des Zweiten Weltkrieges erhielt er das Eiserne Kreuz II. und I. Klasse, außerdem das Verwundetenabzeichen. Zuletzt war er Leutnantn. Er fiel am 02.06.1944 Tod an der italienischen Front.
Ab 1939 verheiratet mit Magdalene Beierbach, geb. Goes (1917-2006). Aus der Ehe gingen ein Sohn (Jörg) und zwei Töchter (Beate und Monika) hervor.
Der Bestand enthält v.a. Vorlesungsmitschriften Studium, Predigten, Vorträge.
Der Nachlass wurde 2006 auf Anraten Pfarrer Hornbaschs (ein Freund der Familie Beierbach ) in das Landeskirchliches Archiv Stuttgart aufgenommen.
Quellen und Literatur:
- Personalakte (LKAS A 327 Nr. 2097)
- Eberhard Mayer: Die Evangelische Kirche in Ulm am Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft. In: BWKG 108/09 (2008/09), S. 295
- Gehrard Schäfer: Die Evangelische Landeskirche in Württemberg und der Nationalsozialismus. Eine Dokumentation zum Kirchenkampf. Bd 4: Die intakte Landeskirche 1935-36. Stuttgart 1977
- Christian Sigel: Das Evangelische Württemberg. Zweiter Hauptteil: Generalmagisterbuch. Bd A-Bi. O.J.
Ab 1939 verheiratet mit Magdalene Beierbach, geb. Goes (1917-2006). Aus der Ehe gingen ein Sohn (Jörg) und zwei Töchter (Beate und Monika) hervor.
Der Bestand enthält v.a. Vorlesungsmitschriften Studium, Predigten, Vorträge.
Der Nachlass wurde 2006 auf Anraten Pfarrer Hornbaschs (ein Freund der Familie Beierbach ) in das Landeskirchliches Archiv Stuttgart aufgenommen.
Quellen und Literatur:
- Personalakte (LKAS A 327 Nr. 2097)
- Eberhard Mayer: Die Evangelische Kirche in Ulm am Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft. In: BWKG 108/09 (2008/09), S. 295
- Gehrard Schäfer: Die Evangelische Landeskirche in Württemberg und der Nationalsozialismus. Eine Dokumentation zum Kirchenkampf. Bd 4: Die intakte Landeskirche 1935-36. Stuttgart 1977
- Christian Sigel: Das Evangelische Württemberg. Zweiter Hauptteil: Generalmagisterbuch. Bd A-Bi. O.J.
0,3 lfd. m
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
11.08.2025, 11:05 MESZ