Ablassbrief von zehn näher benannten Erzbischöfen und Bischöfen für die Pfarrkirche zu Unserer Lieben Frau in Bamberg: Ein Quadragena Ablass nach reuiger Beichte und Kirchenbesuch an allen Marienfesten, am Kirchweihtag und an folgenden Festen: Weihnachten, Neujahr, Dreikönig, Karfreitag, Ostern, Christi Himmelfahrt, Pfingsten, Dreifaltigkeitssonntag, Fronleichnam, Kreuzauffindung, Kreuzerhöhung, Geburt und Enthauptung des hl. Johannes des Täufers, der hl. Apostel Petrus und Paulus und aller hl. Apostel und Evangelisten, der hl. Stephanus, Laurentius, Vizentius, Martinus, Nikolaus, Heinrich, Gregorius, Augustiunus, Ambrosius, Hieronymus, Benediktus sowie der hl. Maria Magdalena, Katharina, Margaretha, Cäcilia, Agatha, Agnes, Dorothea, Barbara, an Allerheiligen und Allerseelen und in der Oktav dieser Feste, an den einzelnen Sonntagen bei Besuch der Predigt und des Gottesdienstes, bei Teilnahme an Versehgängen oder bei knieender Verrichtung des Engel des Herrn oder Beihilfe zu den Bedürfnissen der Kirche oder bei Vermächtnis oder Schenkung von Wertsachen an die Kirche vorbehaltlich der Genehmmigung des Diözesanbischofs. Datum Avignon anno domini 1340 Juni 6. Siegler: Die Aussteller und Bischof Leopold [II. von Egloffstein] von Bamberg. Original-Pergament, stark zerrissen und schlecht genäht, in der Initiale die Zeichnung der stehenden Mutter Gottes mit dem Jesukinde auf dem Arm und zu beiden Seiten je ein (nicht feststellbarer Heiliger); zehn Siegel fehlen, das noch vorhandene Siegel des Bischofs mit schönem Rücksiegel (des Konrad von Oelsnitz, Kanoniker und Dekan bei St. Stephan) ist beschädigt. Zusatzvermerk, wonach Bischof Leopold von Bamberg unterm 26. Juli 1340 obigen Ablaßbrief genehmigt.