Was wird aus dem umstrittenen Sondermüll-Zwischenlager in Nehren ?
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 1/001 D900035/114
C900035/114
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 1/001 Hörfunksendungen des SDR aus dem Jahre 1990
Hörfunksendungen des SDR aus dem Jahre 1990 >> Juli 1990
Montag, 9. Juli 1990
Der südbadische Müllentsorger Walter Reinger will neben einem Zwischenlager für Sondermüll aus Haushalten in Nehren nun auch einen Umschlagplatz für Sonderabfälle aus der Industrie bauen. In der Sporthalle werden die Einwände gegen das Unternehmen öffentlich erörtert. N.N., Bürger: (Äußern sich gegen das Werk) BRAUNGART: Der Müll wird in einer Halle gemischt, dabei können die Stoffe miteinander reagieren. Ein Großteil des Drecks geht an die Umgebung weg. Ich stelle die Notwendigkeit dieses Werkes überhaupt in Frage, da man viel Müll vermeiden oder verwerten kann. GÖLDENPROT: Die Firma hat sich eingeschlichen, indem sie andere Firmen aufgekauft oder ihr Gelände gemietet hat. Für die Firma gab es bereits eine vorläufige Betriebs- genehmigung des Landratsamts, die widerrufen wurde. Nehren betrifft auch die Landesregierung. Umweltminister Vetter will Müllexporte vermeiden, doch Nehren soll ein Müllumschlagplatz für Exporte werden. ETTWEIN: Die Erfahrungen mit Reinger haben uns skeptisch gemacht. GENGNAGEL: Genehmigt das Regierungspräsidium das Werk, erheben wir Klage.
SDR 1
0:03:20; 0'03
Audio-Visuelle Medien
Ettwein, Wolfgang; Bürgermeister
Gengnagel, Susanne
Göldenprot, Friedhelm
Reinger, Walter
Nehren TÜ
Bürgerinitiativen
Entsorgung
Müll: Sondermüll
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:30 MEZ
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