Kirchengemeinde Enger (Bestand)
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4.61
Landeskirchliches Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen (Archivtektonik) >> 04. Deposita von Kirchenkreisen und Kirchengemeinden >> 04.2. KG Kirchengemeinden >> 04.2.11. Kirchenkreis Herford
1638 - 2015
Der Bestand der Kirchengemeinde Enger umfasst 677 Archiveinheiten, die im Wesentlichen aus drei Abgaben bestehen. 1989 wurde das alte Archiv, das seinerzeit von Dr. Ludwig Koechling geordnet worden war, mit einigen wenigen Ergänzungen wie. z.B. den Protokollen des Presbyteriums, neu verzeichnet. Bis auf einige Akten (K 2 Entwurf zum Lagerbuch, M 21 Kleinkinderschule, N 6 Bd. 3 Kirchenrechungen und N 7 Belege zu den Kirchenrechnungen ab 1827) waren keine Verluste der Überlieferung zu verzeichnen. Diese Unterlagen reichen bis in das Jahr 1638 zurück. Sie bieten eine geschlossene Überlieferung und interessante Einblicke in die Geschichte der Kirchengemeinde, die besonders durch die dortige Begräbnisstätte von Wittekind geprägt ist. Aber auch das alltägliche Leben in der Kirchengemeinde, wie z.B. im Schulbereich, wird lebendig. Daneben beschreibt die Überlieferung aber auch die Schwierigkeiten und Konflikte z.B. bei der Durchführung der Presbyterwahlen in der Zeit der Weimarer Republik sowie die politische Betätigung der Pfarrer, die sicherlich auch ihren Einfluss auf den Weg der Kirchengemeinde im Laufe der Geschichte gehabt haben. Ein Jahr später wurden die Altregistratur sowie die Schriftstücke des Rendanten dem Archiv übergeben. Diese Unterlagen wurden entsprechend dem damals gültigen Aktenplan für Kirchengemeinden von Hans Steinberg verzeichnet. Neben vereinzelten Hinweisen auf die Zeit des Kirchenkampfes konzentriert sich die Überlieferung vor allem auf die Nachkriegszeit sowie das Kranken- und Pflegehaus Enger. Die Akten des Krankenhauses wurden 1999 durch einen zusätzlichen Nachtrag im Archiv ergänzt. Bei einer Ausstellung im Stadtmuseum Enger über die Geschichte des Krankenhauses wurden bestimmte Archivalien (Nr. 388 - 394) der Stadt übergeben. Da das Krankenhaus unter kirchlicher Leitung stand, wurden diese Materialien von der Museumsleiterin dem Landeskirchlichen Archiv als Archivpflegerin der Kirchengemeinde Enger zur weiteren Aufbewahrung und Bearbeitung überlassen. Besonders wichtig sind hierbei die Patientenbücher, die Einblicke in das Gesundheitswesen um 1900 gewähren. Zusätzlich ist das Gedenkbuch der ersten Oberin des Krankenhauses aufgrund seiner Aufzeichnungen zu Personen und Ereignissen von besonderem Interesse.2018 wurde ein weiterer Aktenbestand dem Archiv hinzugefügt, der allerdings aktuelleren Datums ist und mehrheitlich aus den 1980er-Jahren stammt. Den Großteil dieser Akten bilden Bauakten zu kirchlichen Gebäuden, insbesondere der Stiftskirche und den Kindergärten. Einblick in das Gemeindeleben bieten gesammelte Gottesdienstprogramme und Handzettel. Zudem gibt es etliche Unterlagen, die seit den 1930er- oder 1940er-Jahren durchgängig geführt worden sind: so z.B. die Kirchenglocken betreffende Akte Nr. 413.Neben diesen Unterlagen sind die Kirchenbücher und Zivilstandsregister aus lagerungstechnischen Gründen in separaten Beständen erfasst, werden aber in diesem Findbuch aufgeführt.Bei der Benutzung insbesondere der jüngeren Unterlagen sind die jeweiligen archivrechtlichen Bestimmungen und eventuell bestehende Schutzfristen zu beachten. Zu zitieren ist: LkA EKvW 4.61 Nr. Bielefeld, im Novemeber 2018
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
03.04.20252025, 1:32 PM CEST