Nachlass Städtischer Musikdirektor Franz Bernhardt (Bestand)
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Stadt Minden WN 32 Nachlass Städtischer Musikdirektor Franz Bernhardt
Kommunalarchiv Minden (Archivtektonik)
Form und Inhalt: Franz Bernhardt wurde am 4. März 1905 in Warendorf geboren und starb am 26. September 1989 in Minden. Er studierte Musik mit den Fächern Schulgesang, Instrumentalkunde und Musikgeschichte in Köln und Münster, seine Prüfungen legte er 1933 in Berlin ab. Nach dem Referendariat in Münster und Dortmund war er ab 1935 zunächst als Lehrer sowohl an der Städtischen Oberschule für Mädchen und am Staatlichen Gymnasium in Minden, dem späteren Caroline-von-Humboldt Gymnasium, beschäftigt. 1941 wurde er zum Studienrat, 1963 zum Oberstudienrat und 1970 zum Studiendirektor ernannt. Nach seiner Pensionierung arbeitete er bis 1977 weiterhin als Musiklehrer am Caroline-von-Humboldt Gymnasium.
Seit 1935 gestaltete er das musikalische Leben in der Stadt Minden aktiv mit, so dass ihm der Ehrentitel Städtischer Musikdirektor verliehen wurde. Er war u.a. Mitgründer der Mindener Orchestervereinigung, leitete den Mindener Gesangsverein Liedertafel Concordia und zwischenzeitlich auch den Domchor. Daneben übernahm er Dirigententätigkeiten z.B. für das Nordwestdeutsche Philharmonie Orchester. Er vertonte Gedichte und komponierte auch selbst, u.a. die Oper „Die Spielereien einer Kaiserin“, die 1942 in Bielefeld uraufgeführt wurde.
Der Nachlass wurde durch die Schwiegertochter Bernhardts angeboten und von Herrn Dr. Nordsiek, dem damaligen Archivleiter, am 4. November 1995 aus Warendorf abgeholt (Tgb.-Nr. 922/1995, Az. D1; Tgb.-Nr. 924/1995, Az. D1). Vormals befand sich der Nachlass unter der Signatur Stadt Minden, W, Nr. 1107. Er ist jetzt neuverzeichnet unter Stadt Minden, WN 32 - Nachlass Städtischer Musikdirektor Franz Bernhardt. Dubletten, die bei der Neuverzeichnung entdeckt wurden, wurden an Herrn Dr. Knut Langewand, den Leiter des Kreisarchivs Warendorf, abgegeben (Tgb.-Nr. 1169/2019). Dubletten einzelner Musikkompositionen, u. a. der Mindener Dom-Messe, Missa urbana, wurden an Herrn Peter Wagner, Domorganist und Chordirektor der Domkirche in Minden, abgegeben (Tgb.-Nr. 1251/2019).
Quellen: KAM, Stadt Minden, H 40, Nr. 538; KAM, Belege zur Stadtchronik, V 668; KAM, Zeitungsausschnittsammlung (Personenmappen) zu Bernhardt; Personalnebenakte zu Franz Bernhardt aus dem Schulbüro (noch unverzeichnet, Aktennummer 406306, Ordner Nr. 477).
Seit 1935 gestaltete er das musikalische Leben in der Stadt Minden aktiv mit, so dass ihm der Ehrentitel Städtischer Musikdirektor verliehen wurde. Er war u.a. Mitgründer der Mindener Orchestervereinigung, leitete den Mindener Gesangsverein Liedertafel Concordia und zwischenzeitlich auch den Domchor. Daneben übernahm er Dirigententätigkeiten z.B. für das Nordwestdeutsche Philharmonie Orchester. Er vertonte Gedichte und komponierte auch selbst, u.a. die Oper „Die Spielereien einer Kaiserin“, die 1942 in Bielefeld uraufgeführt wurde.
Der Nachlass wurde durch die Schwiegertochter Bernhardts angeboten und von Herrn Dr. Nordsiek, dem damaligen Archivleiter, am 4. November 1995 aus Warendorf abgeholt (Tgb.-Nr. 922/1995, Az. D1; Tgb.-Nr. 924/1995, Az. D1). Vormals befand sich der Nachlass unter der Signatur Stadt Minden, W, Nr. 1107. Er ist jetzt neuverzeichnet unter Stadt Minden, WN 32 - Nachlass Städtischer Musikdirektor Franz Bernhardt. Dubletten, die bei der Neuverzeichnung entdeckt wurden, wurden an Herrn Dr. Knut Langewand, den Leiter des Kreisarchivs Warendorf, abgegeben (Tgb.-Nr. 1169/2019). Dubletten einzelner Musikkompositionen, u. a. der Mindener Dom-Messe, Missa urbana, wurden an Herrn Peter Wagner, Domorganist und Chordirektor der Domkirche in Minden, abgegeben (Tgb.-Nr. 1251/2019).
Quellen: KAM, Stadt Minden, H 40, Nr. 538; KAM, Belege zur Stadtchronik, V 668; KAM, Zeitungsausschnittsammlung (Personenmappen) zu Bernhardt; Personalnebenakte zu Franz Bernhardt aus dem Schulbüro (noch unverzeichnet, Aktennummer 406306, Ordner Nr. 477).
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ