Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz bekundet, dass er den Juden Johel Kayn in seinen Schirm genommen und ihm bewilligt hat, die nächsten acht Jahre in Nieder-Ingelheim mit seiner "altmutter" [Großmutter oder Schwiegermutter], Ehefrau, Kindern und dem Gesinde wie andere Hintersassen zu wohnen. Dafür soll er jährlich zu Martini 20 Gulden zum Bau des Ingelheimer Saals (an den büwe unsers sloß gnant der Sale zu Ingelnheim) und einem jeweiligen Schultheißen, derzeit Emmerich von Engelstadt, weitere 6 Gulden reichen. Darüber hinaus soll Johel nicht weiter mit Abgaben belastet werden, mit seiner Familie Frieden und Geleit genießen und nach Ablauf der acht Jahre ungehindert wegziehen dürfen. Der Aussteller weist Schultheißen, Schöffen und Rat von Nieder-Ingelheim um Beachtung an.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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