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Stadtarchiv Münster (Archivtektonik) >> Archive der Stadt Münster >> Registraturen der preußischen Stadtverwaltung
[1337-01-01/1998-12-31]
Laufzeit: 1302-1952 Inhalt: 1805 wurde von der preußischen Regierung die Armenkommission gegründet, die alle städtischen, kirchlichen und privaten Stiftungen der Armenunterstützung verwalten und koordinieren sollte. Im Bestand Armenkommission schlägt sich das Verwaltungshandeln des preußischen Staates hinsichtlich des vormals selbständigen Stiftungswesens nieder. In bergisch-französischer Zeit 1809 versuchte man, die Armenstiftungen zu einem Wohltätigkeitsfonds zusammenzuschließen; in der Folge kam es 1810 zur Gründung des Generalarmenfonds, der die rechtliche Selbständigkeit der Stiftungen erhielt, aber eine einheitliche Verwaltung der Gelder ermöglichte. In der Zeit nach 1820, als Münster bereits wieder unter preußischer Verwaltung stand, konnte die Verstaatlichung der Stiftungsgelder teilweise rückgängig gemacht werden, es kam aber zu weiteren Zusammenschlüssen von Armenhäusern wie beispielsweise dem Großen Armenhaus, bestehend aus elf ehemaligen Armenhäusern und der Hilflosenanstalt. 1924 ging die Armenkommission im neu gebildeten Wohlfahrtsamt der Stadt Münster auf. Zum Wohlfahrtsamt gehörte das Fürsorgeamt, das außer der Sorge und Betreuung für die Hilfsbedürftigen auch die Verwaltung der entsprechenden Einrichtungen übernahm. Die Aktenvorgänge reichen bis in die 1930er Jahre. Aufgrund der Entwicklung der Armenkommission befinden sich in diesem Bestand Akten, die dem zeitlich davor liegenden Stiftungsbestand beziehungsweise der Stadtregistratur oder der Kreisausschussregistratur entstammen. Allgemeine Verwaltungsangelegenheiten Verpflegungskommission und Wohltätigkeitskommission (1810-1820) (5); Armenkommission (1816-1924) (10); Generalarmenfonds (1812-1919) (5); Zuschüsse, Einnahmen und Ausgaben des Armenfonds (1823-1837) (2); Anstellung von Personal (1805-1922) (13); Sicherheitsleistungen der Rendanten (1805-1878) (5); innerer und äußerer Dienstbetrieb (1883-1933) (3); Haushalts- und Kassenwesen der Verpflegungs- und Wohltätigkeitskommission, der Armenpflege, der städtischen Armenkommission, des Generalarmenfonds (1805-1933) (23); Gemeindehaushaltspläne (1912-1914); Haushaltspläne des Wohlfahrtsamtes (1926-1927); Archivräume (1827-1846) (2); Beamte der Armenkommission (1834-1882); Wertpapierablagen im Archiv (1853-1898) (2); Bürobedarf und Büroräume für die Armenkommission (1870) (5); Stempelrevision (1870); Amtsblatt für die Armenkommission (1838-1913); Gebühren für Inserate und Porto (1827-1903) (2); Korrespondenz mit den Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerken (1904-1923); Straßenreinigung und Müllabfuhr (1909-1923); Leihanstalt der Armenkommission (1809-1873) (2); Renten (1805-1931) (10); Steuern (1808-1925) (7); Kanalisationsgebühren für Besitz des Armenfonds (1903-1921); Grundbesitz Forsten: Anstellungen (1817-1920) (2); Aufsicht über die Forsten (1822-1909) (4); Abschätzung und Einteilung der Armenforsten (1827-1851); Forst-, Kultivierungs- und Haupläne für die Armenforsten (1840-1936) (5); Mast- und Jagdverpachtung (1807-1924) (3); Holzverkäufe und -diebstähle (1798-1923) (6); Unterhaltung der Wege, Brücken und Abzugsgräben (1819-1923) (2); Lieferungen und Arbeiten (1909-1923); Grasverkäufe (1861-1920); Waldbrandschäden (1852-1906); Waldbrandversicherungen (1900-1912); Verwaltung der Armenforsten (1861-1923); Armenforsten in der Davert, Bieningholte und der Hohen Ward (1755-1854) (4); geplante Käufe von Forstgrundstücken (1829-1844); Verkauf von Forstparzellen (1894-1906); Grundstücke: Liegenschaften der Armenkommission (1819-1847) (3); Katasterverzeichnungen der Grundstücke der Armenstiftungen (1827-1915) (2); Reklamationen und Entschädigungen (1818-1885) (2); Grundbuchakten (1889-1923); Verträge und Vereinbarungen über Grundstücke aus dem Besitz des Magdalenenhospitals (1661-1820) (2); Verlust von Grundstücken durch den Bau von Kanälen und Straßen (1769-1931) (7); Straßenabschnitte zur Stiftung Kinderhaus und Begradigung des Kinderbachs (1852-1871); Unterhaltung von Stiegen, Wegen, Straßen und Brücken (1804-1925) (8); Wegekosten und Rechte im Kirchspiel Sankt Mauritz (1830-1859); Reinigung von Gräben und Bächen (1808-1920) (2); Wasserstauzeit an der Mühle der Georgskommende (1822-1823); Getterbachgenossenschaft (1906-1919); Teilungen: Davert, Brüningheide, Alvingheide, Sporkfeld, Rieningheide, Geist, Dahl, Herzfelder Mark und andere (1805-1923) (8); Gemeinheiten (1822-1851) (2); Weidegerechtigkeit in Ikingrott bei Amelsbüren (1673); Grenzregelungen (1856-1920) (2); Kolonat Pobsel aus der Stiftung Kinderhaus (1754-1854); Ansprüche eines Kötters an der Benningheide (1825-1827); Tausch, Kauf, Verkauf und Verpachtung von Grundstücken (1733-1939) (86); Anlage, Kauf, Verkauf und Verpachtung von Gärten (1802-1927) (16); Verpachtung der Hecken, Schlagbäume und Gartentüren bei Pachtländereien (1837-1914); Versteuerung der Miet- und Pachtverträge (1896-1924); verschiedene Streitsachen (1795-1859) (6); Gut Nünning (1911-1942) (2); Häuser und Gebäude: Verkauf und Kauf von Gebäuden und Wohnungen (1739-1947) (26); Verkauf eines Gartens (1828); Übernahme eines Hauses (1923-1935); Häuser an der Berg- und Magdalenenstraße (1894-1905) (2); Arbeiterhäuser und -wohnungen (1897-1928) (3); Belastungen einzelner Häuser der Armenstiftungen (1845-1934) (2); Schätzung der Mietwohnungen der Armenstiftungen (1831); Vermietung von Häusern (1850-1933) (20); Bauarbeiten und Reparaturen an Mietwohnungen (1836-1927); Streitsache (1820-1826); Schadenersatzantrag (1806-1807); Vereinbarungen und Verträge (1845-1905) (8); Versicherungsangelegenheiten (1850-1877) (2); Abgabepflichtige Höfe: Freibriefe für Eigenhörige (1795-1808); Angelegenheiten von Eigenhörigen (1804-1827) (4); Abschaffung der Leibeigenschaft (1809-1815) (2); Umwandlung und Ablösung von Renten und Gefällen (1814-1918) (13); Vereinbarung zur Schüringhegge (1807-1827); Naturallieferungen (1815-1818); Kotten, Kolonate, Erben (1646-1900) (47); Pacht- und Zinskorn (1806-1843) (2); der Zehnte (1611-1613; 1739-1854) (11); Einrichtungen der Armenkommission Magdalenenhospital: Geschichte und Statuten des Magdalenenhospitals, Verwaltung und Hausordnungen (1360; 1791-1938) (4); Verlegung in das ehemalige Kloster Ringe (1821-1902) (2); Gerechtsame des Magdalenenhospitals (1863-1894); Pfründner (1811-1941) (8); Lieferung von Holz, Kohle und Brot (1808-1933) (5); Beschaffung von Öfen (1879-1924); Schornsteinreinigung (1843-1918); Gebrauchs- und Bedarfsgegenstände des Hospitals (1824-1932); Bauarbeiten und Reparaturen (1829-1937) (4); Magdalenenkapelle (1827-1943) (5); Rektoren, Rektoratsgebäude (1828-1943) (5); bischöfliche Verordnungen für das Hospital (1840-1857) (2); Güterverzeichnis (1833); Haushaltsangelegenheiten (1800-1919) (7); Vermietung eines Teils des Hospitals (1918-1828); "Pustekreyenhaus" in der Wilmergasse (1712-1716); Schanz- und Pluggenmühle (1756-1893) (3); Vertrag zwischen einer Privatperson und dem Gotteshaus Ringe über die Rechte an der Sode (1794); Hinterhäuser (1840-1922) (2); Vereinbarung zwischen dem Kirchenvorstand von Schapdetten und dem Hospital (1883); Verpfändungserklärungen (1897) (2); Vereinbarung über die Benutzung der Gasse im Hospital (1583; 1863); aufgehobene Klöster Ringe und Verspoel (1817-1830) (3); Clemenshospital: Kloster der Barmherzigen Brüder (1810-1814); Verwaltung (1810-1933) (10); Vermögensstand (1818-1819); Inventar (1812-1896) (5); Güterverzeichnis (1833); Rektoratsstelle (1812-1935) (4); Gottesdienst in der Clemenskirche (1818-1926); Küsterstelle (1829-1908); Ärzte des Clemenshospitals (1815-1870) (2); Erweiterungen und Reparaturen (1811-1923) (9); Geisteskranke (1826-1914) (6); Verkauf der Apotheke des Clemenshospitals (1820-1828); Aufnahme von armen Kranken (1910-1932) (2); im Clemenshospital verstorbene Ausländer (1834-1874); Haushaltsangelegenheiten der vereinigten Stiftungen Clemenshospital, Kloster Ringe, Kloster Verspoel, Gast- und Irrenhaus (1818-1870) (6); Haushaltsangelegenheiten des Clemenshospitals (1895-1924) (3); Kuratorium (1893-1935) (3); Ansprüche aus der Stiftung Verspoel (1837-1952) (2); Nachlässe, Testament, Vermächtnis (1826-1936) (4); Vereinbarung mit dem Schustergesellenverein (1825-1830); Fürsorgerinnen- und Wohlfahrtsschule im Clemenshospital (1917-1932); Franziskushospital: Aufnahme von Kranken (1882-1931) (5); Evangelisches Krankenhaus: Aufnahme von Kranken (1882-1932) (4); Krankenhäuser und Anstalten: Einrichtung eines Zentralbüros zur Verwaltung (1810); Einrichtungen für Geisteskranke (1795-1932) (9); Wohltätigkeitsanstalten in der Stadt (1884); die Anstalt der Barmherzigen Schwestern (1855-1923) (2); Augenkliniken (1880-1935) (3); Hüfferstiftung (1897-1933) (6); Baracke für ansteckende Krankheiten und Seuchen (1871-1926); Unterbringung von Skrofulose- und Lungenkranken (1905-1917) (8); Berichte und Anfragen über Krankenanstalten (1897-1903); private Krankenanstalten (1922-1923); Wöchnerinnenheim Veronikastift und Mathildenstift (1899-1933) (4); Gertrudenhaus für mittellose Mädchen (1934); Kinderhaus: Pfründnerhaus und Leprosenhaus: Allgemeines, Güterverzeichnis, Abbruch, Bau- und Reparaturarbeiten (1686-1937) (5); Armenstiftung Kinderhaus (1846-1910); persönliche Verhältnisse der Pfründner (1804-1900) (3); Haushaltsangelegenheiten (1788-1919) (7); Gebrauchsgegenstände und Bedarf des Armenhauses Kinderhaus (1809-1931); Sammlung durch den "Freitagsmann"; Armenstock zu Kinderhaus (1804-1908) (2); Arzt für das Armenhaus Kinderhaus (1849-1929); Kirche zu Kinderhaus (1806-1952) (4); Wegerecht- und Grenzangelegenheiten (1812-1939) (6); Rektorat zu Kinderhaus (1835-1912); Vermietung des Armenhauses Kinderhaus an Wohnungssuchende (1919-1925); Armenhäuser, allgemein: Aufsicht, Listen der Bewohner, Inventarverzeichnisse (1807-1826); Aufnahme der Pfründner (1809-1923) (9); Umbau des Klarissenklosters zur Aufnahme verschiedener Armenhäuser (1822-1826); Reparaturen und Neubau (1824-1920) (2); die Armenhäuser und deren Pfründner (1891-1916); Revision (1872-1929) (2); Kriegs- und Teuerungszulagen (1915-1931); Versicherung bei der Feuersozietät (1828-1879; 1924) (2); Baugenehmigungen in der Nähe von Armenhäusern (1820-1924) (2); Forderung des Armenhauses auf dem Honekamp (1817-1818); Zwölf-Männer-Armenhaus: Allgemeines (1787-1851) (2); Aufnahmeanträge (1826-1914) (4); Verkauf des Hauses in Sankt Ludgeri (1821-1887); persönliche Verhältnisse der Pfründner (1900-1923); Auszahlung der Pfründnergelder (1912-1921); Güterverzeichnis (1839-1866); Inventar, Bedarf, Rechnungen (1858-1927); Vermietung an Wohnungssuchende (1918-1939); Spritzenhaus und Desinfektionsanstalt auf dem Hof des Armenhauses (1889-1915); Bauarbeiten (1818-1930) (3); Rechnungen (1824-1838) (2); Zumbusch-Üding: Allgemeines (1801-1915); persönliche Verhältnisse der Pfründnerinnen (1836-1908); Inventar, Bedarf, Gebrauchsgegenstände (1801-1941) (3); Bauarbeiten und Verlegung (1839-1931) (3); Elisabeth zur Aa und Bischoping: Verkauf des Armenhauses Bischoping (1792); Allgemeines, Inventar und Bedarfsgegenstände (1804-1932) (4); persönliche Verhältnisse der Pfründnerinnen (1824-1930) (3); Vermietung an Wohnungssuchende (1919-1920); Bau- und Reparaturarbeiten (1843-1932) (3); Zahlung der Pfründnergelder (1912-1923); Sankt Antonius: Allgemeines (1540-1824); Verlegung und Verkauf des Armenhauses, der Vikarien und des Amtmannhauses (1764-1804); Haushaltsangelegenheiten (1801-1824) (3); Preußen: Verkauf des Armenhauses und Verlegung der Pfründnerinnen (1803-1812); Haushaltsangelegenheiten (1805-1822) (2); Frie-Vendt: Allgemeines (1609; 1869-1935) (3); Ablöseschein (1848); Gasthaus-Irrenhaus: Haushaltsangelegenheiten (1804-1818); Warendorf: Haushaltsangelegenheiten (1819-1824); Schularme von Sankt Martini: Allgemeines (1661-1828); Großes Armenhaus: Verlegung der Armen in das Klarissenkloster (1818-1908) (4); Einrichtung, Bedarf und Bauarbeiten (1824-1931) (4); Haushaltsangelegenheiten (1804-1919) (9); Güterverzeichnis (1933); Straf- und Almosenbüchse (1825-1864); Hygienemaßnahmen (1880-1901); Pfründner (1900-1927) (4); Hülflosenanstalt Klarastift: Allgemeines (1824-1931); Verwaltung (1855-1933) (2); Inventar (1825-1933) (3); Pfründner (1868-1881) (2); Anstellung eines Arztes (1854-1917); Einrichtung einer Kranken- und Speiseanstalt (1833-1835); Verwendung des Rektorats im Honekamp für die Hülflosenanstalt (1864-1924); verschiedene Anschaffungen, auch: Clemenshospital und Bürgerwaisenhaus (1883-1933) (2); Bürgerwaisenhaus: Allgemeines, Einrichtung, Verwaltung und Monatsrechnungen (1592; 1800-1938) (5); Offizianten (1700; 1806-1922) (2); Güterverzeichnis (1833); Inventar (1814-1891); Einrichtungen und Umbauten (1806-1930) (2); Waisenhausgarten (1852-1922); Haushaltsangelegenheiten (1805-1924) (7); Waisenkinder: Bekleidung, Gesuche um Aufnahme, Sparkasse, Erholung, Führung, Lehrantrittsverträge, Unterricht (1814-1923) (12); Verlegung (1871-1904); Ablieferung von Gegenständen aus polizeilichen Beschlagnahmungen an das Waisenhaus (1818-1840); Grenzstreitigkeiten (1877-1883); Vinzenzwaisenhaus und Antoniusstift (1906-1929); Waisenhaus in Telgte (1845); Errichtung des Waisenhauses in Sankt Mauritzund Aufnahmelisten (1810-1933) (138); Schulen: Schul- und Stipendiengelder für arme Kinder (1819); Entschädigung der Lehrer für den Verlust der Lateinschule und Vergütung der Lehrer für den Unterricht der armen Jugend (1819-1842) (2); Schulgeld (1833-1895) (6); Freischüler (1875-1894) (6); Mädchenfreischule (1838-1918) (3); Verwahrschule für Kleinkinder (1828-1933); Koch- und Haushaltungsschule (1903); Waldschule (1921); Schule für blinde und taubstumme Kinder (1912-1933); Spinnanstalt und Industrieschule: Umbau des Magdalenenhospitals zu einer Industrieschule (1805-1807); Einrichtung der Industrieschule (1805-1827); Rechnungsabnahme der Industrieschule und der Spinnanstalt (1806-1820); Industrieschule und Spinnanstalt des Herrn Oberschmidt (1810-1832); Kauf und Verkauf von Erzeugnissen der Kinder der Industrieschule (1807-1870) (6); Flachsspinnerei und Weben (1807-1857) (3); Arme in der Spinnanstalt (1851-1862); Spinnanstalt, allgemein (1839-1869) (5); Rechnungen (1820-1851); Armen-, Kranken-, Wohltätigkeitspflege und Fürsorge Haus- und Festtagssammlung für die Armen (1804-1878) (6); Gründonnerstags- und Karfreitagsspenden für die Armen (1806-1899) (5); Bestellung der Büchsenträger zum Sammeln (1848-1875); Vermächtnisse, Geschenke, Zuwendungen, Monatsunterstützungen und Wochenunterstützungen für die Armen (1810-1945) (14); Armenwarte (1894-1926); Revision der Armenviertel (1894-1917); Unterstützung fremder Armer (1857-1921) (4); stadtrichterliche Armenpflege (1804); Bestellung der Armenvorstände (1815-1839); Gottesdienstangelegenheiten (1805-1815); Maßnahmen gegen Bettelei (1809-1841) (2); Einteilung der Armen- und Wohlfahrtsbezirke (1821-1934) (13); Bestandsaufnahme aller Armen (1840); gesetzliche Bestimmungen und allgemeine Verfügungen (1870-1924) (3); Bezirksangelegenheiten (1926-1929); Ausflüge der Vorsteher und Pfleger (1905-1912); Waisenpflege und Vormundschaft (1900-1921); Zuschuß der Kämmereikasse (1876-1922); Studienstipendienfonds (1899-1931) (3); Pflegekinder (1857-1933) (7); Verrechnung von Kosten mit dem Vinzenzverein (1857-1902); Kosten für arme Lehrlinge (1900-1922) (3); Unfall-, Invaliden- und Altersrenten, Reichsversicherung (1891-1925) (4); Paulinenstiftung (1895-1898); Hilfe aus Stiftungsmitteln (1907-1917); Anträge auf Unterstützung beim Wohlfahrtsamt (1928-1929); Anfragen auswärtiger Verbände (1922-1925); Erstattung von Verpflegungs- und Unterstützungsgeldern (1868-1915) (3); Beitreibung von Pflegekosten (1917); Listen der Armen (1874-1904); Armendeputation der Gemeinde Lamberti (1894-1900); Armen- und Beschlußsachen Sankt Mauritz und Stadt Münster (1896-1932) (4); Abgabe von Brennmaterial, Lebensmittel, Öfen, Leder, Stiefel, Bekleidung (1814-1933) (29); Sarg- und Begräbniskosten (1810-1927) (5); Zuweisung von Kartoffelland (1838); Rechnungen für Brennmaterial, Brotbacken (1831-1854) (2); Armenspeisung (1845); Suppenküche (1904-1934) (2); Bedarf an Strickwaren und Stoffen (1916-1923); Obdachlose (1901-1934) (3); außergewöhnliche Geldunterstützungen (1917-1926); Gesundheitskommission (1911-1930) (2); Beratungsstelle für Schwangere und Mütter (1920); Auslandshilfen (1920-1929) (3); Volksspeisung (1923-1924); Kindermilchbeihilfen (1923-1926) (2); Deutsche Notgemeinschaft (1921-1933) (3); Sozial- und Kleinrentner (1921-1934) (14); Hilfe zur Beschaffung von Kleidung für Kommunionkinder und Konfirmanden und allgemein (1919-1934) (8); Bahnhofsmission (1924-1927); Wärmehalle (1925-1926); Wohlfahrtsbriefmarken (1925-1932) (2); Muttertag (1925-1933); Vorzugsrentenwesen (1926); Ehrenurkunden für Verdienste in der Wohlfahrtspflege (1927-1929); Vergünstigungen für kinderreiche Familien (1921-1933) (6); Verein "Dienst am Volke" (1931-1932); Wohlfahrtsrenten (1927-1937); Erholungsfürsorge für Kinder (1917-1934) (4); Jugendfürsorge (1924-1928); Hilfe beim Bauen (1923-1934) (2); Ludwigsheim (1926-1931); Katholischer Fürsorgeverein (1903-1931) (2); Säuglingsheim und Kinderkrankenhaus Sentruper Straße (1933); Alkoholkranke (1902-1934) (3); Blinden- und Taubstummenfürsorge (1933-1934); Säuglingsfürsorge (1910-1925) (3); Evangelischer Frauenverein (1920-1923); Kloster Zum Guten Hirten (1852-1913) (2); Katholischer Männerfürsorgeverein (1912-1916); Fürsorgeerziehung Minderjähriger (1876-1933) (10); Erziehungsanstalt Schildente (1871-1887); Geschlechtskrankenfürsorge (1928-1933); Fürsorge für entlassene Häftlinge (1836-1841; 1933-1934); Unterstützung für Holländer und Schweizer (1922-1933) (2); Vergütung der Hebammen (1846-1882) (2); Krankenwagen des Kirchspiels Lamberti (1828-1851); Armenrechnungen des Kirchspiels Lamberti (1842-1875); Krankenpflege der Stadt Münster (1819-1932) (5); Geisteskranke (1911-1933) (2); Medizinalkosten (1892-1900); Armenärzte und freie Arztwahl (1880-1933) (6); Abrechnung mit dem Ärzteverein (1910-1933) (2); Arzneilieferungen und Apothekerrechnungen (1819-1927) (2); Bewilligung von kostenlosen Medikamenten, Bruchbändern und Brillen (1841-1932) (6); Schulzahnpflege (1911-1926); Schutzmaßnahmen gegen Cholera und andere ansteckende Krankheiten (1828-1925) (2); Tuberkulose (1911-1932) (4); seelisch Kranke (1920-1925) (2); Sommersterblichkeit der Säuglinge (1912-1925); Lupuskrankheit (1903-1934) (2); Kurkosten (1844-1895) (2); Kriegshinterbliebenenfürsorge (1920-1921); Kriegerwaisenstiftung (1917-1940); Kriegsopfer und Kriegsopferfürsorge (1915-1925) (6); Kriegsbeschädigte (1915-1933) (10); Arbeiten für arbeitsfähige Arme (1804-1866); Wandererfürsorge (1913-1933) (5); Arbeitslose (1902-1933) (4); Pflichtarbeiter (1912-1916); Arbeitsamt (1927-1932); Waisen und Invalide (1914-1933) (3); Krankenunterstützungskassen (1895-1919); Fabrikkassenfonds Petersen (1895-1908); Flüchtlingsfürsorge (1914-1925) (2); Vertriebene aus dem Rhein-Ruhr-Gebiet und Ruhrgebietsschäden (1924-1930) (2); Fürsorge für ausländische Flüchtlinge (1916-1933) (2); Streitfragen und Prozesse (1862-1906) (7); Armen- und Wohlfahrtspflege (1894-1933) (5); Wohlfahrtseinrichtungen (1912-1936) (2); Wohlfahrtsamt (1904-1936) (8); Armenpflegekongreß in Münster (1910-1916); Armenstatistik (1896-1919); Aktenverzeichnisse (1910) (2); Vergütung für Bauinspektor Teuto (1828); Amtsblatt, Zeitschriften, Druckschriften für die Armenverwaltung und das Wohlfahrtsamt (1913-1933); öffentliche und private Fürsorge (1922-1932) (2); Armutszeugnisse für Hilfsbedürftige (1934); Deutscher Städtetag (1918-1931) (3); Deutscher Gemeindetag (1933-1934); Verordnungen der Reichsregierung (1918-1933); Beschickung von auswärtigen Krankenhäusern, Anstalten und Heimen Bad Tatenhausen (1819-1856); Blindenanstalt Paderborn, Blindenverein Münster, Blindenklinik Berlin (1819-1861) (2); Sankt Rochushospital Telgte (1869-1913); Taubstummenklinik Langenhorst (1875-1925); Aufnahme armer, schwangerer Frauen in Bonn (1872); Kurhospital Driburg (1903-1925); Krüppelfürsorge in Bigge-Volmarstein (1934); Kinderheim auf Juist (1920-1933) (6); Krankenanstalten (1897-1923) (2); auswärtige Kinderheime (1901-1930) (2); Badekuren in Rheine, Bad Rothenfelde, Bad Oeynhausen, Wolbeck, Lippspringe, Neuenkirchen, Langenhorst und so weiter (1916-1929) (9); Unterbringung von Kranken in Bad Oeynhausen (1913-1922); Aufnahme verwahrloster Kinder in die Erziehungsanstalten bei Coesfeld (1864-1902) (2); verschiedene auswärtige Armen-, Kranken- und Heilanstalten (1841-1923) (3); Stift Maria Hilf in Tilbeck (1882-1920); Wittekindshof in Volmerdingsen (1890-1919); Maria-Lindenhof in Dorsten (1890-1903); Landarmenhaus in Benninghausen (1820-1859; 1912-1929); Provinzial-Irrenanstalt in Marsberg und andere Provinzial-Heilanstalten (1819-1829) (8); Pflegeanstalt Sankt Josef in Neuß (1883-1914) (2); Alexianeranstalt Haus Kannen (1888-1915); Heil- und Pflegeanstalt Dr. Colmant in Bendorf (1883-1923); Unterbringung von Geisteskranken in Anstalten (1933); Stiftungen, allgemein Nachweis aller Armenstiftungen in der Stadt Münster (1818); Auskünfte über verschiedene Stiftungen (1804); Vermögensverzeichnisse (1815); Rechnungsabnahme (1805-1838) (3); Haushaltsangelegenheiten (1818; 1882-1948) (6); Beiträge aus Armenstiftungen für Kommunalzwecke (1827); Kriegsanleihen (1915-1946) (3); Zuschüsse aus dem Armenstiftungsvermögen an karitative Vereine (1922-1945) (5); Alte Anstaltsstiftungen Zwölfmännerhäuser: Revision, Haushalte, Rechnungsabnahme (1838-1919) (5); Zumbusch-Üding: Rechnungsabnahme und Haushalte (1811-1919) (7); Vereinigung der Armenstiftungen Elisabeth zur Aa, Bischoping und Zumbusch-Üding (1825-1826) (2); Elisabeth zur Aa und Bischoping: Rechnungsabnahme und Haushalte (1805-1919) (6); Clemenshospital: Rechnungsabnahme (1845-1899); Vier Elenden: Allgemeines (1808-1921) (3); Rechnungsabnahme und Haushalte (1804-1919) (5); Alte Hauptstiftungen (Kapitalstiftungen) Bleiken und Zurlinden: Allgemeines (1805-1898) (2); Rechnungsabnahme, Darlehen der Stadt, Haushalte (1841-1919) (4); Unterstützungen (1898-1921); Pagenstecher-Arme: Haushalte, Revision, Feststellung, Rechnungsabnahme ( 1804-1930) (5); Auseinandersetzung und Trennung früher vereinigter Stiftungen (1601-1830) (5); Verwaltung der Einkünfte der vereinigten Stiftungen (1601-1922) (2); Stiftungen Pagenstecher, Schade, Rupe, Icking, Belholz (Ratsportionisten), allgemein, Unterstützungen, Neuordnung (1878-1948) (2); Pagenstecher-Studien: Oberlandesgericht, Revision, Feststellung, Haushalte (1816-1916) (3)|sk| Studien-Stipendien: Allgemeines (1899-1922) (2); Haushalte, Rechnungsabnahme (1899-1919); Handwerker-Stipendien: Allgemeines (1587; 1618; 1804-1908); Rechnungsabnahme, Haushalte, Revision, Feststellung (1825-1918) (4); Grotegesen-Burschen (1811-1835) (2); Brinccius: Aspiranten (1878-1924) (6); Gesuche um Stipendien (1935-1949) (2); Rechnungsabnahme (1906-1913) (6); Streitsache (1850-1852); Zumsande: Allgemeines (1633; 1804-1926); Rechnungsabnahme, Haushalte (1812-1919) (3); Streitfall (1764-1846); Gescher: Allgemeines und Testament des Kanonikus Georg Hermann Gescher (1770-1913) (2); Rechnungsabnahme, Haushalte auch der Stiftungen Dankelmann und Bierbaum, Unterstützungen (1810-1919) (5); Stiftung Bierbaum (1764-1844); Jungeblodt-Brinkmann: Allgemeines (1753-1916) (2); Rechnungsabnahme, Haushalte (1818-1919) (5); Vermächtnis des Kanonikus Brinkmann (1817-1869); Siverdes: Allgemeines (1778-1937) (2); Reklamationen, Rechnungsabnahme, Revision, Feststellung, Haushalte (1829-1919) (6); Anteil an der Saline Gottesgabe bei Rheine (1799-1909); Dankelmann: Allgemeines (1850-1851; 1935); Unterstützungen und Testament (1789; 1850-1927) (2); Großes Armenhaus / Generalarmenfonds Rechnungsabnahmen; Jahresabrechnungen; Vermögensverwaltung; Haushalte; Reklamationen; Streitsachen der Armenstiftungen: zur Wieck, Wegesende, Zurwesten, Meiners, Schularme, Elisabeth zur Aa, Bischoping, Jüdefeld, Wübbecken, Zumbrock, Propsteiarme, Preußen, Almosenkörbe in den Kirchspielen Überwasser, Sankt Ludgeri, Aegidii, Speckpfründe in Sankt Ludgeri und Lamberti, Zumbusch-Üding, Grotegesen, Warendorf, Armenkleidung in Sankt Lamberti, Ring oder Gemeine Almosen, Merfeldt, Kuhfuß-Rawe, Veltmann, Hennigii Giesen, Burchard Heerde, Kohaus-Armen, Droste, Fresen, Verspoel, Werneke, Wiethoff, Lobeck, Sankt Johann, Plettenberg, von Detten (1302-1914) (58); Dom-Almosen Verwendung der Armenmittel der Stiftung Rawe (1804-1849); Auseinandersetzung, Vermögen, Haushalte (1805-1841) (3); Stiftungen des 19. Jahrhunderts Schultenkamp: Allgemeines (1811-1905); Rechnungsabnahme, Haushalte, Unterstützung, Reklamationen (1819-1923) (7); Wersky: Allgemeines (1831-1942); Kapitalforderungen aus dem Nachlaß (1853-1928); Stieve: Allgemeines (1878-1938); Rechnungsabnahme, Haushalte, Unterstützung und Testament des Franz Stieve (1881-1922) (6); Scheffer-Boichorst: Rechnungsabnahme und Haushalte (1903-1919) (2); Paulinenstiftung: Rentenverteilung und Bewerbungsgesuche (1914-1937) (2); Verwaltung und Neubildung (1927-1944) (2); Windthorst-Keyser: Allgemeines und Testament der Eheleute Keyser (1881-1939) (3); Rechnungsabnahme, Haushalte (1911-1919) (2); Studien-Stipendien und Siemers: Allgemeines (1851-1922) (3); Haushalte, Rechnungsabnahme (1899-1919) (2); Stiftungen des 20. Jahrhunderts Allgemeines zu den Stiftungen Steilberg, Raven, Schnepper, Pankgrafen, Behrens (1914-1935) (5); Vermächtnisse und Schenkungen Vermächtnisse und Schenkungen an die Armenkommission, Stiftungsmessen und Memoriengelder (1714-1939) (81); Testamente über Schenkungen (1801-1878) (5); Kündigung verschiedener Kapitalien (1831-1833); Kapitalien Korrespondenzen über ältere Kapitalien (1804-1830); Ausgleich der Aktiv- und Passivkapitalien (1820-1827); Abtretung der Armenkapitalien der aufgehobenen Zünfte (1823-1872); Belegung der Kapitalgelder (1840-1922); Vergütung des "Restituit" bei Zinszahlungen an den Armenfonds (1810-1857); Sammelstücke über abgelegte Kapitalien aus vernichteten Akten (1805-1837); Passivkapitalien der Armenkommission (1860-1907); Kapitalien des Armenfonds und der ehemaligen Verpflegungs- und Wohltätigkeitskommission (1817-1859) (3); Samtkapitalien aller Armenstiftungen (1822-1853); Wiener Bankkapitalien (1798-1896) (5); Agioforderung und Erhöhung des Zinsfußes (1858-1914) (2); Kapitalien unter 100 Reichstalern (1822-1829) (2); Kündigung von Kapitalien und Zinserhöhung (1810-1852) (2); Wertpapiere, Staatsschuldscheine, Obligationen (1658; 1767-1923) (16); Eintrag der Kapitalien auf Städte und Kirchspiele (1809); Vergleich über Kapitalien bei der Stadt Mü ünster (1827); Ablage verschiedener Kapitalien (1822-1846) (2); Zinsen bei der münsterischen Landesschuldenkasse (1807-1840) (2); Kündigung der Landesschuldenkapitalien aus verschiedenen Stiftungen (1843-1846) (22); Aktivforderungen des Dom-Almosenfonds (1817-1818); Ablösungen (1838-1846) (2); Schulden bei der Armenkommission (1840-1851); Briefhypothek (1878); Anleihen und Hypotheken Verzeichnis aller Darlehensnehmer und Darlehen (1809-1822) (3); Vermögens- und Rechnungsstand aller Armen- und Wohltätigkeitsanstalten in Münster (1817-1818); Anleihe- und Hypothekenwesen (1805-1890) (5); Revision der Verzeichnisse und Anmeldung der Hypothekenbücher (1820-1836) (2); Reklamationen in Hypothekensachen (1818-1842) (6); nicht genehmigte Anleihe- und Darlehensgesuche (1869-1935) (4); Anleihen verschiedener Einrichtungen, Grafen, Freiherren und eines Ministers (1818-1915) (23); Handakte Keller in einer Streitsache (1826-1833) (3); Anleihen von Gutsbesitzern (1820-1913) (56); Anleihen von Landwirten (1844-1914) (47); Anleihen von Köttern (1875-1905) (5); Anleihen von Kolonen (1824-1913) (32); Anleihen von Kaufleuten (1843-1913) (28); Anleihen von Bauunternehmern (1875-1913) (9); Anleihen von Handwerkern (1844-1913) (28); Anleihen von Eheleuten und Witwen (1878-1913) (9); Anleihen von verschiedenen Einzelpersonen und Einrichtungen (1844-1951) (80); Konkursangelegenheiten (1805-1807); Forderungen des Armenfonds (1810-1847) (3). Umfang : 2.158 Einheiten (372 Kartons, 2 Bände), Findbuch Armenkommission, Zitierung: StdAMs, Armenkommission Literatur: Küster, Thomas, Alte Armut und neues Bürgertum. Öffentliche und private Fürsorge in Münster von der Ära Fürstenberg bis zum Ersten Weltkrieg (1756-1914) (Quellen und Forschungen zur Geschichte der Stadt Münster, N.F., Bd. 17/2), Münster 1995. Müllenmeister, Katharina Lioba, Das Bürgerwaisenhaus zu Münster 1592-1922, Examensarbeit, [Münster 1965]. Gründer, Horst, Arme, Armut und Armenwesen in der Stadt Münster im 19. Jahrundert, in: Westfälische Zeitschrift, Bd. 139, 1989, S. 161-178. Kortmann, Thomas. Von der Laienkaritas zum städtischen Ehrenamt. Zur Reform der Armenfürsorge in Münster um 1890. In: Strukturwandel der Armenfürsorge und der Stiftungswirklichkeiten in Münster im Laufe der Jahrhunderte / hrsg. von Franz-Josef Jakobi. Münster 2002, S. 297-320. Klötzer, Ralf. Für ewige Zeiten? Zusammenlegungen und Auflösungen sozialer Stiftungen in Münster. In: Strukturwandel der Armenfürsorge und der Stiftungswirklichkeiten in Münster im Laufe der Jahrhunderte / hrsg. von Franz-Josef Jakobi. Münster 2002, S. 351-411. Verzeichnis der Armenviertel, Armenvorstände, Armenpfleger, Armenärzte und der Armenviertels-Versammlungen. Münster 1908 [urn:nbn:de:hbz:6:1-425913]
Vorwort: Ein Findbuch über die Aktenbestände der Armen- und Fürsorgeverwaltung aus der Zeit von etwa 1800 - 1945 wurde erstmalig nach dem 2. Weltkrieg von Herrn Kollek angelegt, als die Bestände des Stadtarchivs Münster noch im Schloss Wöbbel/Lippe ausgelagert waren. Bei dieser ersten Verzeichnung wurden die Akten ohne Rücksicht auf eine Sachgebietsordnung mit fortlaufenden Nummern versehen, behielten aber im übrigen auch ihre alten Signaturen oder Aktenzeichen bei. Inzwischen wurden manche dieser Akten in Veröffentlichungen mit diesen Signaturen zitiert. Bei der Neufassung des Findbuches im Jahre 1966 musste daher dieser Tatsache Rechnung getragen werden. So wurden die laufenden Nummer der Akten mit den alten Signaturen beibehalten, so dass es für den Benutzer genügt, die laufende Nummer des jeweiligen Aktenstückes anzugeben, wenn er Akten einzusehen wünscht.
Die Titel der Akten wurden aber bei der Neufassung des Findbuches weitgehend nach Sachgebieten neu geordnet, berichtigt und ergänzt. Ferner wurden die chronologischen Angaben vervollständigt und ergänzt.
Das vorliegende Findbuch enthält den größten Teil aller im Stadtarchiv Münster vorhandenen Akten der Armen- und Fürsorgeverwaltung aus der Zeit von etwa 1800 - 1945. Ein kleiner
Teil von Armenakten wurde früher aus irgendwelchen Gründen bei der sog. Stadtregistratur gelagert und daher auch im Findbuch der Stadtregistratur, das ebenfalls den Zeitraum von
1800 - 1945 umfasst, verzeichnet. Der Benutzer von Armenakten ist aus diesem Grunde genötigt, zuweilen auch das Findbuch der Stadtregistratur zuzuziehen, wenn das vorliegende Findbuch keine ausreichende Auskunft gibt.
Beim Sachgebiet "Einrichtungen der Armenkommission" mussten auch die vorhandenen Akten über die Beschickung des St. Franziskushospitals und des Evangelischen Krankenhauses eingeordnet werden, obwohl diese Anstalten keine eigentlichen Einrichtungen der Armenkommission waren.
Diesem Vorwort folgt ein kurzer geschichtlicher Überblick über die Entwicklung des Armenwesens in der Stadt Münster um und nach 1800, um dem Zeitraum dieses Findbuches weitgehend Rechnung zu tragen. Die in diesem Findbuch erfassten Armenakten beginnen mit der preußischen Verwaltung in Münster (1802) und mit der damit verbundenen Einrichtung der Armenkomrnission zur Verwaltung des Armenwesens in Münster. Diese Armenkomrnission aus ehrenamtlichen Mitgliedern leitete im ganzen 19. Jahrhundert bis zum 1. Weltkrieg die münsterische Armenpflege. Durch die steigende Not und die immer größer werdenden Aufgaben infolge des 1. Weltkrieges kam dann die Pflege des Armenwesens mehr und mehr in die Hände des Magistrats der Stadt unter das Aufgabengebiet der Wohlfahrtspflege. Mittlerweile waren auch sog. freie Wohlfahrtsverbände entstanden in Form von Caritas, Evangelischem Hilfswerk und Volkswohlfahrt, die tatkräftig mithalfen, die Not der Zeit zu lindern.
Nach der Reichsfürsorgepflichtverordnung (RFV) vom 13.2.1924 wurde die Entwicklung zur öffentlichen Wohlfahrtspflege endgültig. Der Magistrat der Stadt erließ am 15.9.1924 eine Satzung, nach der das Wohlfahrtswesen der Stadt in Fürsorgeamt, Jugendmat und Gesundheitsamt gegliedert wurde.
Seitdem hat das Pürsorgeamt außer der Sorge und Betreuung für die Hilfsbedürftigen (auch allgemeine Fürsorge genannt) auch die Verwaltung der Stiftungen, der städtischen Pflegeanstalten (auch geschlossene Fürsorge genannt) und der sonstigen Einrichtungen, die der Fürsorge dienen. Die Aktenvorgänge aus der Tätigkeit des Fürsorgeamtes sind daher auch, soweit sie den 2. Weltkrieg überstanden haben, im vorliegenden Findbuch erfasst.
Das städtische Fürsorgeamt hat seit 1924 die Pflege des Armenwesens in Münster weitergeführt bis in die neueste Zeit. Seit Inkrafttreten des Bundessozialhilfegesetzes (BSHG) vom 30.6.1961 heißt es jedoch nicht mehr Fürsorgeamt, sondern Sozialamt.
Die Grundlage für die Armenpflege in Münster um die Mitte des 18. Jahrhunderts bildeten die Armenstiftungen. Es gab etwa 20 Armenhäuser und 30 bis 40 Stiftungen. Damit war das Armenwesen in Münster so gut fundiert wie kaum in einer anderen deutschen Stadt. Die Leistungsfähigkeit dieser Stiftungen litt aber entscheidend an ihrer unheilvollen Zersplitterung. Aus diesem Grunde richtete Fürstbischof Clemens August im Jahre 1756 die Armenpflege des Stadtrichters ein mit der Bestimmung, daraus die Armen zu unterstützen, die an den vorhandenen Stiftungen keinen Anteil hatten. Mit dieser Einrichtung sollte nicht zuletzt auch der Plage des Bettelunwesens begegnet werden. Aber auch die ansteigenden Preise für Lebensmittel führten gegen Ende des 18. Jahrhunderts zu weiterer Verarmung der Bevölkerung. 1795 wurde Münster von bösartigen Krankheiten heimgesucht. Dabei sollen nicht die erfreulichen Ansätze zur Verbesserung der Zustände im 18. Jahrhundert übersehen werden. Im Kreis um die Fürstin von Gallitzin fanden sich wertvolle Menschen zur Pflege edler Banken und hilfreichen Handelns. Unter der überragenden Gestalt und Tätigkeit des Freiherrn von Fürstenberg (von 1762-80 Minister, von 1770-1802 Generalvikar) erfolgte die Erbauung des Schlosses, des Max-Clemens-Kanals, die Gründung der Universität und die Neuordnung des Volksschulwesens. Die münsterische fürstbischöfliche Regierung bemühte sich im 18. Jahrhundert energisch,
die Schaden im münsterischen Armenwesen im Geiste der neuen Zeit zu beheben. Außer der Einrichtung der stadtrichterlichen Armenpflege in dieser Zeit verdienen besonder Beachtung die Errichtung des Klemenshospitals (1732), des Spinnhauses (1771) sowie die Sicherheitsordnungen zur Bekämpfung des Bettelunwesens.
So gab es am Ende der fürstbischöflichen Zeit in Münster - abgesehen von der rein kirchlichen Armenpflege - für die Unterstützung und Fürsorge der Armen im wesentlichen drei Quellen:
1. Private Stiftungen. Hierunter verstand man alle Stiftungen, die von Einzelpersonen begründet waren ohne Rücksicht darauf, ob der ütifter als Verwalter eine andere Person (etwa ein Geistlicher, ein Bürgermeister oder eine ähnliche Person) einsetzte.
2. Sog. Magistratsstiftungen. Das waren Stiftungen, die dem Magistrat mit der Auflage zugewandt wurden, diese für die Armenpflege zu verwenden, aber auch Stiftungen, die der Magistrat aus eigenen Mitteln der Gemeinde gegründet hatte und schließlich Stiftungen, die zwar ursprünglich private Stiftungen waren, aber schon längst dem Magistrat entweder zur Verwaltung übertragen oder ihm sonstwie zugefallen waren.
3. Die stadtrichterliche Armenpflege. Der Stadtrichter war ein fürstbischöflicher Beamter auf Lebenszeit mit verschiedenen Aufgaben in der Verwaltung und Rechtsprechung. Er hatte Maßnahmen zu treffen gegen das Bettelunwesen. Daraus entwickelte sich dann seine weitere Aufgabe, die Bettler, die er nach einer etwaigen strafrechtlichen Verurteilung nicht an die bestehenden Stiftungen verweisen konnte, weil sie dort keine Ansprüche hatten, demnächst selbst zu betreuen. Diese Aufgabe wurde damals in der Weise gelöst, dass Richter und Arme die sog."congregatio pauperum sanctae crucis et sacri rosarii" bildeten. Die Kongregation - gegründet im Jahre 1756 von Fürstbischof Clemens-August - war also eine öffentlich rechtliche Einrichtung in Form einer Bruderschaft, deren Leitung der fürstbischöfliche Stadtrichter hatte. Die Mittel für die stadtrichterliche Armenpflege kamen aus den wöchentlichen Hauskollekten, anderen Sammlungen, aus Geschenken des Landesherren und des Domkapitels sowie aus privaten Zuwendungen. Sie waren daher
nicht gleichbleibend wie etwa bei den Stiftungen, sondern gerade in Notzeiten, wo erfahrungsgemäß auch nur wenig gespendet wurde, oft zu gering.
Das waren also die drei Fundamente des münsterischen Armenwesens am Ende der fürstbischöftlichen um 1800. Die erste preußische Zeit (von 1802 bis zur französischen Besetzung im Jahre 1806) brachte auch für Münster tiefgreifende Änderungen im Armenwesen mit sich. Zur Verwaltung der von Preußen durch die Säkularisation erworbenen Gebiete wurde zunächst die Hauptorganisationskommission in Hildesheim eingerichtet. Als Nachfolgerin des früheren fürstbischöflich-münsterschen Geheimen Rates unterstand dieser Kommission eine königliche Kommission für den an Preußen gefallenen östlichen Teil des Hochstifts
Münster samt der Stadt Münster. Diese Kommission, die ihre Tätigkeit gleich nach Beginn der Besetzung Münsters am 3.8.1802 begann, wurde in Anlehnung an den Namen aus der fürstbischöflichen Zeit als der "Interims Geheime Rat" bezeichnet. Aus dieser Einrichtung ist dann mit dem 1.12.1803 die Kriegs- und Domänenkammer hervorgegangen. Mit dem 1.1.1804 wurde der Geltungsbereich des preußischen
"Allgemeinen Landrechts" von 1794 auch auf das münstersche Gebiet ausgedehnt. Es sollte aber nur insofern wirksam werden, als die schon bestehenden Landesgesetze irgendwelche Rechtsgebiete nicht erfassten. Auf diese Weise blieben auch die Verordnungen zur Bekämpfung des Bettelunwesens aus der fürstbischöflichen Zeit vorerst in Kraft. Anderseits aber war die preußische Verwaltung bemüht, alle milden Stiftungen der staatlichen Oberaufsicht zu unterwerfen. Die Durchführung dieser staatlichen Oberaufsicht oblag - außer bei dem Dom-Almosenwesen, das dem preußischen König unmittelbar unterstand - dem sog. Interims Geheimen Rat bzw. dessen Nachfolgerin der Kriegs- und Domänenkammer. Diese Aufsichtsbehörde verfügte am 11. und 21.8.1802, dass Verzeichnisse aller vorhandenen milden Stiftungen mit Angaben über die bisherigen Verwaltungsstellen und Verwaltungspersonen anzulegen, die letzten Jahresrechnungen einzureichen und alle Armen der Stadt zu registrieren seien.
Am 24.8.1804 wurde der Kriegs-und Domänenrat Ribbentrop von der Aufsichtsbehörde beauftragt, das münsterische Armenwesen zu untersuchen und Vorschläge für dessen Neuordnung zu machen. Die von Ribbentrop am 19.10.1804 gemachten Vorschläge wurden am 7.3.1805 von der Kriegs- und Domänenkammer im Wesentlichen angenommen. Danach wurden die stadtrichterliche Armenpflege und die Magistratsstiftungen miteinander verbunden und gemeinsam zu einer sog. Armenkommission, die aus ehrenamtlich tätigen Mitgliedern bestand, übertragen. Die Durchführung der beschlossenen Zusammenlegung begann am 1.6.1805. Ribbentrops Nachfolger, Offelsmeyer, hat mit seinen am 20.7.1806 vorgelegten Plänen (die durch die königlichen Reskripte vom 14.7.1805 und 15.9.1806 gestützt wurden) versucht, auch die bisher freien Stiftungen in die Verwaltung der Armenkommission einzubeziehen. Die Zusammenfassung aller milden Stiftungen in der Hand der Armenkommission konnte aber bis zur französischen Besetzung Münsters nicht mehr durchgeführt werden. Nach der französischen Besetzung Münsters im Jahre 1806 wurde die Stadt dem Großherzogtum Berg eingegliedert. Münster gehörte zunächst zum Ems-Departement, nachher aber zum Lippe-Departement. Das Armenwesen in der Stadt Münster wurde in dieser Zeit der französischen Besetzung durch das napoleonische Dekret, zuletzt durch das vom 3.11.1809, geregelt. Danach sollten an Stelle der preußischen (Einheits-)Armenkommission zwei verschiedene Kommissionen eingerichtet werden, nämlich:
1. Eine Verwaltungskommission oder die Büros für wohltätige Anstalten mit der Aufgabe, die Kapitalstiftungen zu verwalten, die Überschüsse an die Hausarmen auszuzahlen und vorbeugende Maßnahmen zu treffen (wie es später in der offenen Fürsorge geschah);
2. Eine Verpflegungskommission oder die Büros für die Verpflegungshäuser mit der Aufgabe, die Häuser für Arme, Kranke, Alte. Kinder und sog. Schwachsinnige zu verwalten (was später Aufgabe der geschlossenen Fürsorge wurde).
Diese Verwaltungs- und Verpflegungskommissionen nahmen am 1.4.1810 ihre Tätigkeit auf. Sie machten sich dabei die preußische Bestandsaufnahme von 1802 zunutze. Zudem war in der eit der französisch-bergischen Verwaltung eine Neuregistrierung der milden Stiftungen erfolgt. Nach dem Abzug der Franzosen und der Rückkehr der preußischen Herrschaft in Münster (das Allgemeine Landrecht ist mit dem 1.1.1815 wieder in Kraft gesetzt worden) wurden die beiden getrennten Kommissionen wieder vereinigt und erneut eine einheitliche Kommission unter dem Namen Armenkommission gebildet. Die durch die Besetzung der Franzosen verhinderte Ausführung der königlich-preußischen Reskripte vom 14.7.1805 und 15.9.1806 brauchte nicht mehr nachgeholt zu werden, weil sie sich mit den vollendeten Maßnahmen der französisch-
bergischen Regierung weitgehend deckten. Schon in der französisch-bergischen Zeit war der sog. "Generalarmenfonds" gegründet worden aus der Zusammenlegung von vielen kleinen Stiftungen. Aus diesem Fonds wurde von 1823 an durch die Armenkommission - unter Zuschuss des Fehlbetrages aus Kämmereimitteln - sämtliche Armenpflege in der Nachfolge der stadtrichterlichen Armenpflege bestritten.
Münster (Westf.), im Sommer 1966
Josef Schoroth
Der Bestand wurde 1990 im Rahmen der Bundessicherungsverfilmung auf Rollfilm mikroverfilmt, in den Jahren 2020 / 21 mit finanzieller Unterstützung der Koordinierungsstelle für den Erhalt schriftlichen Kulturerbes (KEK) gereinigt und das Papier entsäuert. Ende 2022 wurden die Mikrofilme mit Förderung des LWL-Archivamts für Westfalen digitalisiert. Nach einer Bestandsrevision konnten die über 325.000 Digitalisate zu 2272 Verzeichnungseinheiten im Frühjahr 2023 online gestellt werden.
Münster, im Januar 2023
Peter Worm
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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