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Brustporträt eines Crossdressers
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Schwarz-Weiß-Fotografie, die eine Person vom Kopf bis zur Brust zeigt. Vermutlich handelt es sich um eine Atelieraufnahme, die als Vignette hergestellt wurde. Die Person wurde halb frontal fotografiert, der Kopf ist nach rechts gedreht, sodass ihr Blick an der Kamera vorbei geht. Sie trägt ein dunkles, vielleicht besticktes Kleid mit Puffärmeln. Auf dem Kopf trägt sie einen hellen Hut und/oder Kopfschmuck. Der Hintergrund ist neutral.
Kontext:
Laut des Medizinhistorikers Rainer Herrn handelt es sich bei dem Foto um „ein Miniaturporträt, wie sie im Kontext der Freundes- und Erinnerungsfotografie entstanden“ (siehe Herrn, Rainer (2005): Schnittmuster des Geschlechts. Transvestitismus und Transsexualität in der frühen Sexualwissenschaft, Gießen: Psychosozial-Verlag, S. 43).
Es sei das erste Foto gewesen, das der Sexualwissenschaftler und Sexualreformer Magnus Hirschfeld zu Illustrationszwecken eines Homosexuellen verwendet habe, ohne allerdings auf den hier Abgebildeten einzugehen oder ihn auch nur im Text zu erwähnen. Weiter schreibt Herrn, dass zurzeit der Veröffentlichung dieses Artikels Hirschfeld noch davon ausgegangen sei, dass weibliche Kleidung, die von Männern getragen werde, auf deren Homosexualität hindeute. Frauenkleidung tragende Männer wurden demnach mit Homosexualität gleichgesetzt. Erst später haben Crossdresser unter der Bezeichnung „Transvestiten“ bzw. „Transvestitismus“ ein eigenes Themenfeld in den Theorien und Schriften Hirschfelds erhalten (vgl. ebd.).