Haus- und Staatsarchiv: VI. Kreissachen (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 51
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Dynastie und Regierung >> Haus- und Staatsarchiv >> Haus- und Staatsarchiv. VI. Kreissachen
1529-1850
Überlieferungsgeschichte
Vermischte "Kreisakten" beider badischer Markgrafschaften, als Abteilung VI des Haus- und Staatsarchivselekts 1891/92 von Karl Obser gebildet und verzeichnet, 1908 von Hermann Baier in der Beständeübersicht des Generallandesarchivs zusammenfassend beschrieben. 2010 bzw. 2016 Umwandlung des Findbuchs von 1891/92 in ein Online-Findmittel, dabei redaktionell überarbeitet.
Inhalt und Bewertung
Verhandlungen des Schwäbischen Kreises (Markgrafschaft Baden), Berichtsserien der badischen Kreisgesandten mit zahlreichen Beilagen, aber auch fürstliche Korrespondenz mit Kreisständen und Gesandten. Dazu Verhandlungen des Oberrheinischen Kreises (Grafschaft Sponheim) und die Auflösung des Fränkischen Kreises (Grafschaft Wertheim).
Entstehung und Redaktion: Bei der Bildung des großen Auslesebestands "Haus- und Staatsarchiv" in den 1880er Jahren entstand als Abteilung VI die Gruppe "Kreissachen". Karl Obser vermischte in seinem Findbuch von 1891/92 dabei Akten der baden-badischen und der baden-durlachischen Überlieferung, nannte aber die Provenienz, soweit er sie feststellen konnte. Seine Verzeichnung orientierte sich wohl an vorhandenen Aufschriften; anders sind starke Schwankungen in der Begrifflichkeit und häufige Redundanzen nicht zu erklären. Zugleich bildete er überlange Aktentitel, in denen der Betreff vielfach nur schwierig zu finden war bzw. sich hinter langen Reihen von Korrespondenzpartner-Namen versteckte. Bei der Konversion schien daher ausnahmsweise ein redaktioneller Eingriff geraten, um das online-Findmittel, ohne eine Neuverzeichnung leisten zu können, doch wenigstens in Wortlaut und Textgestalt nutzerfreundlicher und übersichtlicher zu gestalten: Die Titelaufnahmen wurden gestrafft und mit einem ergänzendenen "Enthält"-Vermerk versehen. Auch mussten gerade im Bereich der Namens- und Ortsangaben Präzisierungen vorgenommen werden. Von Obser ausdrücklich benannte Provenienzangaben wurden im Feld "Endprovenienz" vermerkt. Besonders unübersichtlich geriet Obser die große Generalia-Rubrik "Schwäbische Kreisakten des 17. - 19. Jahrhunderts" mit mehreren hundert Titelaufnahmen. Sie wurde für die online-Fassung unter Zuhilfenahme von Obsers Provenienz-Angaben in Untergruppen (Baden-Baden, Baden-Durlach) gegliedert. Die Schwäche dieser nachträglichen Gliederung liegt jeweils im nicht zuzuordnenden Rest, der dann in der Rubrik "Allgemein" vorangestellt wurde. Trotzdem dürften die Vorteile der Übersichtlichkeit und der systematischen Suche überwiegen.
Inhalt: Die Markgrafschaft Baden war Mitglied des Schwäbischen Kreises, für die Grafschaft Sponheim (Baden-Baden) aber auch im Oberrheinischen Kreis vertreten. Durch den Erwerb der Grafschaft Wertheim war das Großherzogtum Baden 1806 schließlich an der Abwicklung des Fränkischen Kreises beteiligt. Zu Unrecht wird der Bestand als Ansammlung von Kreisunterlagen wenig beachtet. Gewiss wird man für die große Kreispolitik in erster Linie das Archiv des Schwäbischen Kreises im Hauptstaatsarchiv Stuttgart und des Oberrheinischen Kreises im Landesarchiv Speyer benutzen. Doch wird der Eigenanteil badischer Politik hier bei genauerem Hinsehen durchaus greifbar. Besonders umfangreich sind die Kriegs- und Militärsachen: Da die europäischen Kriege des 17. und 18. Jahrhunderts ja fast immer den Oberrhein berührten, gingen auch hierzu Kreisberatungen und regionale Belange ineinander über. Entsprechend fließend sind die Grenzen des Bestandes "Kreissachen" zu Bestand 74 "Baden Generalia" bzw. zur Parallelüberlieferung für Kurpfalz (77), Hochstift Speyer (78) oder Vorderösterreich (79). Berührungspunkte gibt es selbstverständlich zum Bestand "Reichssachen" (50). Umfangreiche "Reichs- und Kreissachen" finden sich zudem in den Beständen Hochstift Konstanz (83), Heitersheim (90), Salem (98a), Gengenbach (202a) und Offenburg (216a).
Literatur: Inventare des Großherzoglich Badischen General-Landes-Archivs, 3. Bd., Karlsruhe 1908, S. 140-184 (mit eigener Nummerierung); Hansmartin Schwarzmaier/Hiltburg Köckert, Die Bestände des Generallandesarchivs Karlsruhe, Teil 3, Haus- und Staatsarchiv sowie Hofbehörden (46-60), Stuttgart 1991, S. 65-68.
Vermischte "Kreisakten" beider badischer Markgrafschaften, als Abteilung VI des Haus- und Staatsarchivselekts 1891/92 von Karl Obser gebildet und verzeichnet, 1908 von Hermann Baier in der Beständeübersicht des Generallandesarchivs zusammenfassend beschrieben. 2010 bzw. 2016 Umwandlung des Findbuchs von 1891/92 in ein Online-Findmittel, dabei redaktionell überarbeitet.
Inhalt und Bewertung
Verhandlungen des Schwäbischen Kreises (Markgrafschaft Baden), Berichtsserien der badischen Kreisgesandten mit zahlreichen Beilagen, aber auch fürstliche Korrespondenz mit Kreisständen und Gesandten. Dazu Verhandlungen des Oberrheinischen Kreises (Grafschaft Sponheim) und die Auflösung des Fränkischen Kreises (Grafschaft Wertheim).
Entstehung und Redaktion: Bei der Bildung des großen Auslesebestands "Haus- und Staatsarchiv" in den 1880er Jahren entstand als Abteilung VI die Gruppe "Kreissachen". Karl Obser vermischte in seinem Findbuch von 1891/92 dabei Akten der baden-badischen und der baden-durlachischen Überlieferung, nannte aber die Provenienz, soweit er sie feststellen konnte. Seine Verzeichnung orientierte sich wohl an vorhandenen Aufschriften; anders sind starke Schwankungen in der Begrifflichkeit und häufige Redundanzen nicht zu erklären. Zugleich bildete er überlange Aktentitel, in denen der Betreff vielfach nur schwierig zu finden war bzw. sich hinter langen Reihen von Korrespondenzpartner-Namen versteckte. Bei der Konversion schien daher ausnahmsweise ein redaktioneller Eingriff geraten, um das online-Findmittel, ohne eine Neuverzeichnung leisten zu können, doch wenigstens in Wortlaut und Textgestalt nutzerfreundlicher und übersichtlicher zu gestalten: Die Titelaufnahmen wurden gestrafft und mit einem ergänzendenen "Enthält"-Vermerk versehen. Auch mussten gerade im Bereich der Namens- und Ortsangaben Präzisierungen vorgenommen werden. Von Obser ausdrücklich benannte Provenienzangaben wurden im Feld "Endprovenienz" vermerkt. Besonders unübersichtlich geriet Obser die große Generalia-Rubrik "Schwäbische Kreisakten des 17. - 19. Jahrhunderts" mit mehreren hundert Titelaufnahmen. Sie wurde für die online-Fassung unter Zuhilfenahme von Obsers Provenienz-Angaben in Untergruppen (Baden-Baden, Baden-Durlach) gegliedert. Die Schwäche dieser nachträglichen Gliederung liegt jeweils im nicht zuzuordnenden Rest, der dann in der Rubrik "Allgemein" vorangestellt wurde. Trotzdem dürften die Vorteile der Übersichtlichkeit und der systematischen Suche überwiegen.
Inhalt: Die Markgrafschaft Baden war Mitglied des Schwäbischen Kreises, für die Grafschaft Sponheim (Baden-Baden) aber auch im Oberrheinischen Kreis vertreten. Durch den Erwerb der Grafschaft Wertheim war das Großherzogtum Baden 1806 schließlich an der Abwicklung des Fränkischen Kreises beteiligt. Zu Unrecht wird der Bestand als Ansammlung von Kreisunterlagen wenig beachtet. Gewiss wird man für die große Kreispolitik in erster Linie das Archiv des Schwäbischen Kreises im Hauptstaatsarchiv Stuttgart und des Oberrheinischen Kreises im Landesarchiv Speyer benutzen. Doch wird der Eigenanteil badischer Politik hier bei genauerem Hinsehen durchaus greifbar. Besonders umfangreich sind die Kriegs- und Militärsachen: Da die europäischen Kriege des 17. und 18. Jahrhunderts ja fast immer den Oberrhein berührten, gingen auch hierzu Kreisberatungen und regionale Belange ineinander über. Entsprechend fließend sind die Grenzen des Bestandes "Kreissachen" zu Bestand 74 "Baden Generalia" bzw. zur Parallelüberlieferung für Kurpfalz (77), Hochstift Speyer (78) oder Vorderösterreich (79). Berührungspunkte gibt es selbstverständlich zum Bestand "Reichssachen" (50). Umfangreiche "Reichs- und Kreissachen" finden sich zudem in den Beständen Hochstift Konstanz (83), Heitersheim (90), Salem (98a), Gengenbach (202a) und Offenburg (216a).
Literatur: Inventare des Großherzoglich Badischen General-Landes-Archivs, 3. Bd., Karlsruhe 1908, S. 140-184 (mit eigener Nummerierung); Hansmartin Schwarzmaier/Hiltburg Köckert, Die Bestände des Generallandesarchivs Karlsruhe, Teil 3, Haus- und Staatsarchiv sowie Hofbehörden (46-60), Stuttgart 1991, S. 65-68.
1746 Archivalieneinheiten
Bestand
Inventare des Großherzoglich Badischen General-Landes-Archivs, 3. Bd., Karlsruhe 1908, S. 140-184 (mit eigener Nummerierung); Hansmartin Schwarzmaier/Hiltburg Köckert, Die Bestände des Generallandesarchivs Karlsruhe, Teil 3, Haus- und Staatsarchiv sowie Hofbehörden (46-60), Stuttgart 1991, S. 65-68.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 11:03 MESZ