Nachlass Hans-Helmut Peters (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigenLandeskirchliches Archiv der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
Objekt beim Datenpartner
N 112
Landeskirchliches Archiv Hannover (Archivtektonik) >> Gliederung >> Landeskirchliches Archiv >> N - Nachlässe
1914-1996
Geschichte des Bestandsbildners: Hans-Helmut Peters wurde am 21. Juli 1908 in Harburg-Wilhelmsburg geboren, besuchte das Kaiserin-Auguste-Viktoria-Gymnasium in Hannover-Linden und studierte ab Sommersemester 1926 Theologie in Erlangen, Berlin und Göttingen. 1931 bis 1933 besuchte er das Predigerseminar auf der Erichsburg. Am 15. Oktober 1933 in der Michaeliskirche in Hildesheim ordiniert, trat er 1933 zunächst eine Stelle als Reiseprediger in Südfrankreich (Sitz Nizza) an und übernahm die Verwaltung der Gemeinden von San Remo und Bordighera in Italien. Mit dem 1. November 1939 wurde er als Hilfsarbeiter in das kirchliche Außenamt der Deutschen Evangelischen Kirche (DEK) in Frankfurt am Main berufen, wurde Sekretär des Ev. Hilfswerks für Internierte und Kriegsgefangene und ab 15. Juli 1940 Geistlicher an der deutschen ev.-luth. Christuskirche in Paris und Sonderbeauftragter des Kirchlichen Außenamts der DEK in Frankreich. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland wurde Peters am 29. Oktober 1944 Hilfsprediger in Hattendorf, 1. Dezember 1944 Pastor ebenda, am 16. November 1946 Pfarrer der Landeskirche und Landesjugendpastor in Hannover, am 1. Februar 1955 Hilfssachbearbeiter im Landeskirchenamt. Am 1. Oktober 1955 wurde ihm die Stelle des Pastors und Superintendenten an der Stadtkirche in Celle übertragen. Am 1. Juli 1959 wurde er zum Landessuperintendenten in Celle ernannt. Peters nahm 1961 an der 3. Vollversammlung des Oekumenischen Rats der Kirchen in New Delhi teil. 1966 unternahm er eine zweimonatige Visitationsreise bei der Ev.-luth. Gossner-Mission in Indien. Als Mitglied des deutsch-französischen Bruderrats war ihm besonders am Austausch mit Frankreich gelegen. Er nahm wiederholt an Tagungen dort teil und leitete die deutsch-französischen Theologentagungen. Am 28. Februar 1969 wurde Peters mit der Versehung der Landessuperintendentur Calenberg-Hoya beauftragt. Im Zuge der Vereinigung beider Sprengel wurde er 1971 Landessuperintendent des Sprengels Calenberg-Hoya, behielt seinen Dienstsitz aber in Celle. Peters war auch Mitglied im Vorstand des Ev.-luth. Landesjugenddienstes und ab 1972 stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums und Mitglied des Verwaltungsrats der Gossner Mission. Am 1. August 1976 trat er wegen Erreichung der Altersgrenze in den Ruhestand. Er starb am 6. Dezember 1987.
Bestandsgeschichte: Der Teil-Nachlass ist dem Landeskirchlichen Archiv Hannover im Oktober 1988 vom damaligen Superintendenten des Kirchenkreises Harlingerland Dieter Glawatz, einem Schwiegersohn von Peters, übergeben worden. 1995 konnte der Bestand geordnet und verzeichnet werden.
2016 wurde dem EVLKA ein kleiner Bestand an Predigten von Hans-Helmut Peters übergeben, der die Jahre 1953-1987 umfasste und 2017 verzeichnet wurde.
Einen weiteren Teil des Nachlasses hat Dieter Glawatz 1988 an des EKD-Kirchenamt abgegeben, die dann in das Evangelische Zentralarchiv nach Berlin abgegeben worden sind und dort seitdem den Bestand "EZA 663 [Nachlass Hans-Helmut Peters (1908-1987), Pfarrer (u.a. Christuskirche Paris), Landessuperintendent, 1897-1987]" bilden. Inhalte sind u. a. Unterlagen aus Peters Zeit als Auslandspfarrer (vgl. N 112 Nr. 50).
Bestandsgeschichte: Der Teil-Nachlass ist dem Landeskirchlichen Archiv Hannover im Oktober 1988 vom damaligen Superintendenten des Kirchenkreises Harlingerland Dieter Glawatz, einem Schwiegersohn von Peters, übergeben worden. 1995 konnte der Bestand geordnet und verzeichnet werden.
2016 wurde dem EVLKA ein kleiner Bestand an Predigten von Hans-Helmut Peters übergeben, der die Jahre 1953-1987 umfasste und 2017 verzeichnet wurde.
Einen weiteren Teil des Nachlasses hat Dieter Glawatz 1988 an des EKD-Kirchenamt abgegeben, die dann in das Evangelische Zentralarchiv nach Berlin abgegeben worden sind und dort seitdem den Bestand "EZA 663 [Nachlass Hans-Helmut Peters (1908-1987), Pfarrer (u.a. Christuskirche Paris), Landessuperintendent, 1897-1987]" bilden. Inhalte sind u. a. Unterlagen aus Peters Zeit als Auslandspfarrer (vgl. N 112 Nr. 50).
[7,0] lfd. M.
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
14.11.2025, 13:22 MEZ
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