Johann Herr zu Molsberg, Propst zu Limburg, belehnt Ritter Daniel von Langenau zu Mannlehen mit 5 Malter Korngülte, die von Eberhard von Echzell (Echtzil) der Herrschaft Limburg heimgefallen sind, zwischen dem 15.8. und 8.9. im Dorf Niederselters (Nydirnseltirsen) fällig, zur Besserung seiner bisherigen Lehen, als Mannlehen, das auch dessen Frau Neise, seinen Töchtern und Söhnen zufallen soll, ablösbar mit 30 Mark, Limburger Währung. Er erlaubt Daniel zugleich die zu [Nieder-]brechen und in beiden Selters verpfändeten Güter, laut Pfandurkunden, einzulösen, behält sich jedoch die Wiedereinlösung vor. Er will den Kirchsatz zu [Nieder-]brechen, Zehnten und Fronhof daselbst nur an Daniel und dessen Erben verkaufen. Johann Herr zu Molsberg und Concze, sein Sohn, geloben Herrn Daniel bei Schaden an der Korngülte oder den anderen Gütern auf Mahnung zu Limburg, Diez oder Nassau Einlager zu leisten. Siegler: Aussteller.
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Johann Herr zu Molsberg, Propst zu Limburg, belehnt Ritter Daniel von Langenau zu Mannlehen mit 5 Malter Korngülte, die von Eberhard von Echzell (Echtzil) der Herrschaft Limburg heimgefallen sind, zwischen dem 15.8. und 8.9. im Dorf Niederselters (Nydirnseltirsen) fällig, zur Besserung seiner bisherigen Lehen, als Mannlehen, das auch dessen Frau Neise, seinen Töchtern und Söhnen zufallen soll, ablösbar mit 30 Mark, Limburger Währung. Er erlaubt Daniel zugleich die zu [Nieder-]brechen und in beiden Selters verpfändeten Güter, laut Pfandurkunden, einzulösen, behält sich jedoch die Wiedereinlösung vor. Er will den Kirchsatz zu [Nieder-]brechen, Zehnten und Fronhof daselbst nur an Daniel und dessen Erben verkaufen. Johann Herr zu Molsberg und Concze, sein Sohn, geloben Herrn Daniel bei Schaden an der Korngülte oder den anderen Gütern auf Mahnung zu Limburg, Diez oder Nassau Einlager zu leisten. Siegler: Aussteller.
121, U von Langenau 1351 März 30
121 Nassauische Territorien: Lehnsarchive
Nassauische Territorien: Lehnsarchive >> Urkunden >> 12 Anfangsbuchstabe L >> 12.8 von Langenau
1351 März 30
Ausfertigung, Pergament, Siegel am Pressel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: feria quarta post dominicam, qua in ecclesia dei cantatur letare ierusalem
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen der Staatsarchive in Hessen.
17.06.2025, 14:07 MESZ