Johann Heinrich Frech, öffentlicher Notar und limpurg-schmiedelfeldischer Vogt zu Gaildorf, beurkundet: Joachim Gottfried, Herr zu Limpurg, Reichserbschenk und Semperfrei, hat ihn durch seinen Rat und Sekretär Sigmund Fehe am 6. Juni (Montags ... alten Calenders) aufgefordert, wegen der Auseinandersetzungen mit Kloster Murrhardt um den Stöckenhof (Stöckhen- oder Klein Plapphöflein) an der Rot die Walburga, Witwe des Michel Plapp auf dem Plapphof, die bettlägrig und gefährlich krank geworden war, zu verhören. Sie sagte am 7. Juni auf Befragen in der Wohnstube des Plapphofs aus: Sie sei ungefähr 75 Jahre alt und erinnere sich an neun Murrhardter Vögte, habe zwar nie auf dem Stöckenhof gewohnt, ihn aber bis vor ungefähr 18 Jahren an zwei Hausgenossen vermietet gehabt und habe dieses Höflein ungefähr 50 Jahre innegehabt: Vogt Jakob selig habe ihrem + Mann Michel Plapp diesen Hof verliehen. Sie habe die Herrschaft Limpurg stets als Obrigkeit und Gerichtsherrn anerkannt, wie sie auch zu Zeiten Albrechts, Herr zu Limpurg, Reichserbschenk und Semperfrei, als damalige Witwe ihre Sachen durch Jakob Schuehe, genannt Schuehejäckhlin, Gerichtsperson zu Oberrot, beschwerde- und klagweise habe vorbringen lassen, sie habe der Herrschaft Limpurg die Schatzung auf Pfingsten, Hohenlohe seinen Teil auf Martini geliefert, habe Limpurg jährlich etwa 1 3/4 fl. Dienstgeld entrichtet, habe aber wegen des Stöckenhofs Württemberg oder dem Kloster Murrhardt kein Dienstgeld gegeben, noch sei es beansprucht worden. Schließlich habe sie die Herrschaft Limpurg wegen dieses Stöckenhofs stets als ihre Obrigkeit betrachtet, vor der sie gegebenenfalls geklagt und die sie um Hilfe angesucht habe.