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Wiederbesetzung des Richterdienstes im Kirchspiel Osten
nach dem Tod des Richters Johann Lorenz Thomas
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Enthält: Notifikationsschreiben der Witwe Ilse Thomas, geb. von Brock, an die Regierung vom 22. November 1686 zum Tod ihres Mannes, des Richters Johann Lorenz Thomas zu Osten; Schreiben der Regierung an die Witwe vom 23. November 1686 wegen interimsweiser Übertragung des Richteramtes zu Osten auf den Richter Georg Künhardt zu Oberndorf und Auslieferung der Kirchspielsdokumente und Gelder an diesen; Kommissionserteilung der Regierung an Künhardt vom selben Tag zur vorübergehenden Übernahme des Amtes; Bewerbung des Johann Grave auf die vakante Stelle vom 23. November 1686; Gesuche der Einwohner, auch Gutsherren des Kirchspiels Osten an die Regierung vom 26. November und 4. Dezember 1686 um Beibehaltung ihres Präsentationsrechts und Wiederbesetzung der Stelle; Bewerbung des Albert Deelwater, ehemaliger Gerichtsverwalter im Flecken Lehe, auf die Stelle vom 26. November 1686; Bewerbung des Stephan Detenhoff auf die Stelle vom 2. Dezember 1686; Bericht des Georg Künhardt an die Regierung vom 4. Dezember 1686 über die Verzeichnung und Versiegelung der Kirchspielsdokumente
Verzeichnung
Thomas, Johann Lorenz, Richter, Osten Thomas, Ilse, geb. von Brock, Osten Künhardt, Georg, Richter, Oberndorf u. Osten Grave, Johann, Bewerbung Deelwater, Albert, Bewerbung Detenhoff, Stephan, Bewerbung
Osten, Richter Osten, Gutsherren
Richterdienst, Osten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.