Appellationis Auseinandersetzung um Verkauf des väterlichen Gehöftes
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(1) 0428
Rep. 29, Nr. 549
LAG, Rep. 29 Wismarer Tribunal
Wismarer Tribunal >> 01. Prozeßakten >> 01.08. 1. Kläger H
(1760) 24.11.1760-25.01.1762
Kläger: (2) Vormünder der Hartwigschen Kinder (Bekl. in 1. Instanz)
Beklagter: Kinder des N N Hartwig, Greifswalder Bürger vor dem Tor (Kl. in 1. Instanz)
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Christian Nicolaus Schlichtkrull (A), Dr. Joachim Christoph Ungnade (P) Bekl.:
Fallbeschreibung: Die Kl. sind vom Vormundschaftsgericht nach dem Tode der Witwe Hartwig zur Vormündern der unmündigen Kinder erklärt worden. Sie haben ehrausgefunden, daß die Kinder mehr als 400 Rtlr Schulden geerbt hatten, das elterliche Gehöft verfallen war und die älteren, mündigen Geschwister nicht in der Lage waren, die Wirtschaft zu übernehmen.Die Kl. verkauften das Gehöft miz Zustimmung der mündigen Kinder, die sich nach erfolgtem Verkauf darüber vor dem Waisengericht beschwerten. Nachdem dieses den Verkauf bestätigt, appellierten die Bekl. an das Ratsgericht, das das urteil aufhebt und die Kl. zur Kostenübernahme verurteilt. Das Hofgericht, an das die Kl. appellieren, beschließt, das Erbe durch Lose aufzuteilen. Dagegen appellieren die Kl. an das Tribunal und bitten, die Aufteilung rechtlich zu entscheiden, da es nach dem Verkauf und der Bezahlung der Schulden nichts zu verteilen gäbe. Das Tribunal weist das Greifswalder Hofgericht am 05.03.1761 zur Einsendung der Akten der Vorinstanz an und verurteilt die Kl. zur hälftigen Übernahme der Kosten. Am 25.01.1762 hebt das Tribunal das Urteil des Hofgerichts auf und setzt das Ratsgerichtsurteil wieder in Kraft.
Instanzenzug: 1. Greifswalder Waisengericht 1759 2. Greifswalder Ratsgericht 1760 3. Greifswalder Hofgericht 1760 4. Tribunal 1760-1762
Prozessbeilagen: (7) Urteil des Greifswalder Hofgerichts vom 07.07.1760; vom Greifswalder Notar Hinrich Christoph Bohm aufgenommene Appellation vom 16.07.1760
Beklagter: Kinder des N N Hartwig, Greifswalder Bürger vor dem Tor (Kl. in 1. Instanz)
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Christian Nicolaus Schlichtkrull (A), Dr. Joachim Christoph Ungnade (P) Bekl.:
Fallbeschreibung: Die Kl. sind vom Vormundschaftsgericht nach dem Tode der Witwe Hartwig zur Vormündern der unmündigen Kinder erklärt worden. Sie haben ehrausgefunden, daß die Kinder mehr als 400 Rtlr Schulden geerbt hatten, das elterliche Gehöft verfallen war und die älteren, mündigen Geschwister nicht in der Lage waren, die Wirtschaft zu übernehmen.Die Kl. verkauften das Gehöft miz Zustimmung der mündigen Kinder, die sich nach erfolgtem Verkauf darüber vor dem Waisengericht beschwerten. Nachdem dieses den Verkauf bestätigt, appellierten die Bekl. an das Ratsgericht, das das urteil aufhebt und die Kl. zur Kostenübernahme verurteilt. Das Hofgericht, an das die Kl. appellieren, beschließt, das Erbe durch Lose aufzuteilen. Dagegen appellieren die Kl. an das Tribunal und bitten, die Aufteilung rechtlich zu entscheiden, da es nach dem Verkauf und der Bezahlung der Schulden nichts zu verteilen gäbe. Das Tribunal weist das Greifswalder Hofgericht am 05.03.1761 zur Einsendung der Akten der Vorinstanz an und verurteilt die Kl. zur hälftigen Übernahme der Kosten. Am 25.01.1762 hebt das Tribunal das Urteil des Hofgerichts auf und setzt das Ratsgerichtsurteil wieder in Kraft.
Instanzenzug: 1. Greifswalder Waisengericht 1759 2. Greifswalder Ratsgericht 1760 3. Greifswalder Hofgericht 1760 4. Tribunal 1760-1762
Prozessbeilagen: (7) Urteil des Greifswalder Hofgerichts vom 07.07.1760; vom Greifswalder Notar Hinrich Christoph Bohm aufgenommene Appellation vom 16.07.1760
Akten
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
29.10.2025, 11:28 AM CET