Testament des Kellners und Erbauers der Burg Johan
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M/11
U 173
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C 1 Urkunden Urkunden
Urkunden >> 1400-1499
1413 Mai 13
Regest: Testament des Kellners und Erbauers der Burg Johann Canis (Hunt). Er vermacht: a) der Kirchenfabrik der Domkirche in Köln, dem Hospital in Kempen und dem Kurfürsten von Köln je 1 Rh. Gulden b) seinem Urenkel (pronepoti) Johann up den Haegh oder Huntz, Sohn von Heinr. Huntz seinen Hof Hamersteyn mit sämlichem Zubehör; er soll aber jährlich von diesem Hof seinem Onkel Heinrich, dem natürlichen Sohn des Testators 8 Paar Korn lierfn c) vermacht er eben diesem Heinrich 14 Morgen Land bei Maelshaven, die Hermann up der Heyden baut u. ein Stück Land, das Heinr. selbst baut u. von dem er ihm jährlich 10 Malter Weizen liefern musste u. außerdem ein Holzgewächst ther kuylen mit einer Hausstätte in Kempen, die früher Heinr. Pastartz gehörte, mit einem vom Testator darauf neu erbautem Haus d) dem vochingen Johann Huntz 5 Morgen Land zur Unterstützung seines Studiums e) Lircke../. 16 Morgen Land... (hier mehrere Zeilen durchfressen), einst Johann up den kirchoff zugehörig mit dem alten Haus und der Hausstätte, die vordem Ermale tho Weghe zugehörte mit einem anderen alten Haus von welchem Wohnungen der genannte Johann den Söhnen des Jacob Koys sel. 100 Mark zahlen soll f) seinen Urenkeln, den Kindern von weiland Elias, Grüter in Kempen, seinen Hof Wyerbach mit Zubehör, der dem Kurfürsten lehnspflichtig ist, u. ein neues Haus und einen Pesch g) den Kindern des.... up dem Haegh, nämlich Rabodo, Henrico 5 1/2 Morgen Land in der sp..rckt u. 3 Morgen am Schmalbroicher Weg u. 1 Morgen bei Dammo neben Conrad Welynx, ebenso denselben u. ihrem Bruder Johann 9 Morgen Land, die ihm, Naele Culmennikens, einen gewissen ten Eyken, 2 weitere, die Heinrich Passartz gehörten h) Ebenso legiert er den Kindern des Heinrich Huntz sein altes Haus, das vordem Hermann Snoex zuständig u. jetzt der Goldschmied bewohnt mit der Wohnung neben Meromans mit seiner Scheune neben Rabodo to Bistervelde u. 14 Morgen Land in dem Eykervelde, die Berenbroich baut, welche sie mit den Kindern des Elias gleichmäßig teilen sollen i) Ferner vermacht er an Druda, die Tochter von Heinrich Huntz das Gut ther Eycken u. gewissen Ländereien... (Lücke) k) Der Druda up den Vorst 100 schwere Gulden und l) Dem Testamentsexekutar Arnold Schutten 3 Morgen Land bei Paes then Damme, 12 Paar Korn und seine Schafe, die Johannes ten Keen hütet, auf dem Hof des Carl von Honslar m) Raspoet u. seinen beiden Töchtern Druda (12 Paar Korn und Mechtilde ... brabantische Mark n) seiner natürlichen lahmen Tochter Druda 12 Paar Korn o) seinem Verwandten Heinrich ten Broeck 2 Morgen Land un 10 Mark p) der Heilwigis, dem Hermann und Derich, den Kindern seines Verwandten Theoderich then Broick 1 Morgen Land un 10 Mark mit den 2 Morgen bei Hinderpasch gelegen und von Derich op den Vaer gebaut q) seinem Verwandten Amplonius then Broick 2 Paar Korn r) Hermann, dem natürlichen Sohn des gen. Heinrich then Broick 2 Malter Weizen s) seinem Verwandten Johann up der Bruggen 26 Mark t) seinen Dienern und zwar Wilhelm 1 Paar Korn und ebenso Druda Becke usw. u) dem Gerhard Sartor von Oedt 7 Ellen Tuch und dem Notar 4 Ellen grünes Wollentuch v) den Priestern von der Kirche zu Kempen für seine Memorie 8 brabantische Mark, die Johann Sartor zahlen muss. Seine näheren Erben, nämlich die Kinder des Heinrich Huntz und des Elias und der Exekutor Anrold sollen Johann, dem natürlichen Sohn des Testators in seinen oben berührten 16 Morgen Land (vgl. e) schützen. Der Schluss fehlt.
Papierhandschrift (3 Blätter)
Urkunden
Abschrift des Notariats 15. Jh.
Schutten, Arnold, Testamentsexperutor
Gantzhuys, Johann, Kastellan in Oedt
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:51 MEZ