Implorationis Auseinandersetzung um Rangfragen
Vollständigen Titel anzeigen
(1) 0782
Wismar F 12 (W F 1 n. 12)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 06. 1. Kläger F
29.03.1671-23.06.1671
Kläger: (2) Peter Falck, Kapitän der Artillerie in Wismar
Beklagter: Dr. Henning Christoph und Dr. Jacob, Gebrüder Gerdes, Anwälte am Tribunal
Fallbeschreibung: Parteien teilen sich einen Kirchenstuhl in St. Marien, in dem Kl. die Oberstelle innehat, die er Jacob Gerdes zunächst aus Höflichkeit überlassen, dann aber wieder für sich reklamiert hat. Da sich Parteien nicht über die Sitzordnung im Kirchenstuhl einigen können, erbittet Kl. die Hilfe des Tribunals bei der Wahrung seiner Rechte. Das Tribunal fordert Bekl. auf, sich binnen 6 Wochen zu erklären. Am 12.04. bestreiten Bekl. die Vorwürfe und erinnern Kl. an die Rangordnung, in der sie über ihm stehen. Das Tribunal fordert Kl. am selben Tag zur Stellungnahme, die am 04.05. eingeht und in der Kl. seinen Ton verschärft. Am 16.05. gibt Tribunal Bekl. letztmalig Gelegenheit zur Erwiderung, die am 02.06. eingeht und in der Bekl. ihren Standpunkt verteidigen. Am selben Tag schließt das Tribunal die Beweisaufnahme, am 19.06.1671 trägt Kl. weitere Beschwerden gegen Bekl. vor und fordert Erstattung seiner Kosten. Der Ausgang des Falles erhellt nicht.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1671
Prozessbeilagen: (7) Aufstellung über Prozeßkosten des Kl.s (5 Rtlr 43 s)
Beklagter: Dr. Henning Christoph und Dr. Jacob, Gebrüder Gerdes, Anwälte am Tribunal
Fallbeschreibung: Parteien teilen sich einen Kirchenstuhl in St. Marien, in dem Kl. die Oberstelle innehat, die er Jacob Gerdes zunächst aus Höflichkeit überlassen, dann aber wieder für sich reklamiert hat. Da sich Parteien nicht über die Sitzordnung im Kirchenstuhl einigen können, erbittet Kl. die Hilfe des Tribunals bei der Wahrung seiner Rechte. Das Tribunal fordert Bekl. auf, sich binnen 6 Wochen zu erklären. Am 12.04. bestreiten Bekl. die Vorwürfe und erinnern Kl. an die Rangordnung, in der sie über ihm stehen. Das Tribunal fordert Kl. am selben Tag zur Stellungnahme, die am 04.05. eingeht und in der Kl. seinen Ton verschärft. Am 16.05. gibt Tribunal Bekl. letztmalig Gelegenheit zur Erwiderung, die am 02.06. eingeht und in der Bekl. ihren Standpunkt verteidigen. Am selben Tag schließt das Tribunal die Beweisaufnahme, am 19.06.1671 trägt Kl. weitere Beschwerden gegen Bekl. vor und fordert Erstattung seiner Kosten. Der Ausgang des Falles erhellt nicht.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1671
Prozessbeilagen: (7) Aufstellung über Prozeßkosten des Kl.s (5 Rtlr 43 s)
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
29.10.2025, 11:29 MEZ