Kanuclub Wertheim e. V. (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Wertheim, S-V 37
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Wertheim (Archivtektonik) >> Stadtarchiv Wertheim >> Vereine, Parteien und Körperschaften (V-Bestände) >> Vereine
1904-2005
Inhalt und Bewertung
Das Stadtarchiv übernahm die Unterlagen 2010 im Rahmen eines Schenkungsvertrages vom 1927 gegründeten Kanuclub Wertheim e. V.. 2013 wurden die Unterlagen nach archivfachlichen Grundsätzen verzeichnet und verpackt und mithilfe einer Klassifikation strukturiert. Neben Finanzunterlagen und Aktenmaterial enthält der Bestand auch diverse Fahrtenbücher sowie Fotografien und Fotoalben, die die Aktivitäten des Vereines dokumentieren. Einige nicht archivwürdige Zeitschriften und Bücher wurden dem Kanuclub Wertheim e. V. wieder zurückgegeben.
Einleitung: Der Kanuclub Wertheim wurde am 26.12.1927 von einigen kanubegeisterten Wertheimern gegründet, die ihre Kanufahrten gemeinsam und in organisierter Form durchführen wollten. Zu den Mitbegründern zählen neben Heinrich Herz als Vorstand und Georg Herz als Presse- und Sportwart auch Karl Popp, Karl Kreß, Karl Adelmann und Bernhard Kappel. Neben den Kanufahrten starteten sie auch bald mit den sogenannten Wanderfahrten, zu denen die Übernachtung im Zelt unabdingbar dazugehörte. Bereits 1928 schloss der Kanuclub Wertheim sich dem Deutschen Kanuverband (DKV) an. Diese führte unter anderem dazu, dass der Wertheimer Verein 1931 die Ausrichtung der großen Pfingstfahrt des DKV übernahm. Ebenfalls 1931 entstand das erste Bootshaus des Vereines an der Taubermündung. Bis dahin wurden die Boote bei einer Wertheimer Küferei gelagert. Dieses Bootshaus musste, nachdem es 1970 durch Hochwasser stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, 1972 zugunsten der Odenwaldbrücke abgerissen werden. 1975 konnte ein neues Bootshaus an anderer Stelle (in Wertheim-Hofgarten) eingeweiht werden. Ein Erweiterungsbau wurde 1998 eingeweiht. Bereits zu Beginn, 1927, zählte der Verein 35 Mitglieder, 1953 im Jahr des 25-jährigen Jubiläums, welches am 06. Juni 1953 begangen wurde, waren es bereits 80 Mitglieder. 2002, bei der Feier des 75-jährigen Jubiläums, waren es ca. 220 Mitglieder. Zu den Wanderfahrten auf Main, Tauber und vielen anderen Flüssen und einigen Wettkampfteilnahmen kamen in den 1970ern Wildwasserfahrten hinzu, die erst durch das Aufkommen von Plastikbooten ermöglicht wurden. Die Vorstände: 1928 - 1956: Heinrich Herz 1956 - 1974: Jakob Heil 1974 - 1986: Dieter Franke 1987 - 2005: Hugo Lewinski Seit 2005: Friedrich Andres
Literatur: Deutscher Kanu-Verband e.V. (Hrsg.): 100 Jahre für den Kanusport. Deutscher Kanu-Verband 1914 - 2014, Duisburg, 2014
Bearbeiterbericht: Die Unterlagen wurden dem Stadtarchiv 2010 vom Kanuclub Wertheim e. V. angeboten. Das Stadtarchiv übernahm die Unterlagen im Rahmen eines Schenkungsvertrages. 2013 wurden die Unterlagen nach archivfachlichen Grundsätzen von der Archivangestellten Bettina Winkler verzeichnet und verpackt und von Diplom-Archivar Wolfram Berner M. A. mithilfe einer Klassifikation strukturiert. Einige nicht archivwürdige Zeitschriften und Bücher wurden dem Kanuclub Wertheim e. V. wieder zurückgegeben. Der vor allem für die historische Entwicklung des Kanusports interessante Bestand umfasst derzeit 118 Verzeichnungseinheiten in 1,6 lfd. m. Bronnbach, im Dezember 2015 Anna Spiesberger
Das Stadtarchiv übernahm die Unterlagen 2010 im Rahmen eines Schenkungsvertrages vom 1927 gegründeten Kanuclub Wertheim e. V.. 2013 wurden die Unterlagen nach archivfachlichen Grundsätzen verzeichnet und verpackt und mithilfe einer Klassifikation strukturiert. Neben Finanzunterlagen und Aktenmaterial enthält der Bestand auch diverse Fahrtenbücher sowie Fotografien und Fotoalben, die die Aktivitäten des Vereines dokumentieren. Einige nicht archivwürdige Zeitschriften und Bücher wurden dem Kanuclub Wertheim e. V. wieder zurückgegeben.
Einleitung: Der Kanuclub Wertheim wurde am 26.12.1927 von einigen kanubegeisterten Wertheimern gegründet, die ihre Kanufahrten gemeinsam und in organisierter Form durchführen wollten. Zu den Mitbegründern zählen neben Heinrich Herz als Vorstand und Georg Herz als Presse- und Sportwart auch Karl Popp, Karl Kreß, Karl Adelmann und Bernhard Kappel. Neben den Kanufahrten starteten sie auch bald mit den sogenannten Wanderfahrten, zu denen die Übernachtung im Zelt unabdingbar dazugehörte. Bereits 1928 schloss der Kanuclub Wertheim sich dem Deutschen Kanuverband (DKV) an. Diese führte unter anderem dazu, dass der Wertheimer Verein 1931 die Ausrichtung der großen Pfingstfahrt des DKV übernahm. Ebenfalls 1931 entstand das erste Bootshaus des Vereines an der Taubermündung. Bis dahin wurden die Boote bei einer Wertheimer Küferei gelagert. Dieses Bootshaus musste, nachdem es 1970 durch Hochwasser stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, 1972 zugunsten der Odenwaldbrücke abgerissen werden. 1975 konnte ein neues Bootshaus an anderer Stelle (in Wertheim-Hofgarten) eingeweiht werden. Ein Erweiterungsbau wurde 1998 eingeweiht. Bereits zu Beginn, 1927, zählte der Verein 35 Mitglieder, 1953 im Jahr des 25-jährigen Jubiläums, welches am 06. Juni 1953 begangen wurde, waren es bereits 80 Mitglieder. 2002, bei der Feier des 75-jährigen Jubiläums, waren es ca. 220 Mitglieder. Zu den Wanderfahrten auf Main, Tauber und vielen anderen Flüssen und einigen Wettkampfteilnahmen kamen in den 1970ern Wildwasserfahrten hinzu, die erst durch das Aufkommen von Plastikbooten ermöglicht wurden. Die Vorstände: 1928 - 1956: Heinrich Herz 1956 - 1974: Jakob Heil 1974 - 1986: Dieter Franke 1987 - 2005: Hugo Lewinski Seit 2005: Friedrich Andres
Literatur: Deutscher Kanu-Verband e.V. (Hrsg.): 100 Jahre für den Kanusport. Deutscher Kanu-Verband 1914 - 2014, Duisburg, 2014
Bearbeiterbericht: Die Unterlagen wurden dem Stadtarchiv 2010 vom Kanuclub Wertheim e. V. angeboten. Das Stadtarchiv übernahm die Unterlagen im Rahmen eines Schenkungsvertrages. 2013 wurden die Unterlagen nach archivfachlichen Grundsätzen von der Archivangestellten Bettina Winkler verzeichnet und verpackt und von Diplom-Archivar Wolfram Berner M. A. mithilfe einer Klassifikation strukturiert. Einige nicht archivwürdige Zeitschriften und Bücher wurden dem Kanuclub Wertheim e. V. wieder zurückgegeben. Der vor allem für die historische Entwicklung des Kanusports interessante Bestand umfasst derzeit 118 Verzeichnungseinheiten in 1,6 lfd. m. Bronnbach, im Dezember 2015 Anna Spiesberger
Bestand
Deutscher Kanu-Verband e.V. (Hrsg.): 100 Jahre für den Kanusport. Deutscher Kanu-Verband 1914 - 2014, Duisburg, 2014
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 2:40 PM CET