Bestand Criesbach (Bestand)
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Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein, GemA Ing 1
Landesarchiv Baden-Württemberg, Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein (Archivtektonik) >> Kommunalarchive im Hohenlohekreis >> Stadt- und Gemeindearchive >> Stadtarchiv Ingelfingen >> Teilorte
1514-1979
Inhalt und Bewertung
Criesbach, gegründet im Zuge des Landesausbaus im 7.-9. Jahrhundert, wurde erstmals um 1190 urkundlich erwähnt. Im 13. Jahrhundert gehörte der Ort zur Herrschaft der Grafen von Dürn-Forchtenberg. Besitznachfolger waren unter anderem die Herren von Tierbach, von Neuenstein, von Berlichingen und von Stetten Anteile an der Ortsvogtei. 1498/99 kam die Ortsherrschaft über das Kloster Amorbach an die Grafen von Hohenlohe.
Als Bestandteil des Amts Ingelfingen wurde Criesbach bei der Hohenloher Landesteilung 1553/55 der Neuensteiner Hauptlinie zugeschlagen. 1610 kam der Ort an die Teillinie Hohenlohe-Langenburg und 1701 an Hohenlohe-Ingelfingen; zwischenzeitlich (1650-1675) gehörte er zum hohenlohe-kirchbergischen Amt Belsenberg. Nach der Mediatisierung 1806 war Criesbach Teil des Gemeindeverbands Ingelfingen und wurde 1836 selbständige Gemeinde. Als solche gehörte sie zum württembergischen Oberamt Künzelsau. Der (ab 1938 so genannte) Landkreis Künzelsau ging 1973 im Hohenlohekreis auf. Die Eingemeindung Criesbachs in die Stadt Ingelfingen erfolgte 1972.
Kirchlich war Criesbach stets auf Ingelfingen hin ausgerichtet, das im frühen 14. Jahrhundert zur eigenen Pfarrei erhoben wurde. Die Ingelfinger Kirche wurde 1556 reformiert.
Gliederung: 1. Urkunden, 2. Akten, 3. Bände, 4. Rechnungen.
Criesbach, gegründet im Zuge des Landesausbaus im 7.-9. Jahrhundert, wurde erstmals um 1190 urkundlich erwähnt ("Criegesbach"). Im 13. Jahrhundert gehörte der Ort zur Herrschaft der Grafen von Dürn-Forchtenberg. Besitznachfolger waren die Herren von Tierbach, von Neuenstein, von Riedern und andere. Im 15. Jahrhundert besaßen die Herren von Berlichingen, von Adelsheim und von Stetten Anteile an der Ortsvogtei. 1498/99 kam die Ortsherrschaft von den Stettenern über das Kloster Amorbach an die Grafen von Hohenlohe. Als Bestandteil des Amts Ingelfingen wurde Criesbach bei der Hohenloher Landesteilung 1553/55 der Neuensteiner Hauptlinie zugeschlagen. 1610 kam der Ort an die Teillinie Hohenlohe-Langenburg und 1701 an Hohenlohe-Ingelfingen; zwischenzeitlich (1650-1675) gehörte er zum hohenlohe-kirchbergischen Amt Belsenberg. Nach der Mediatisierung 1806 war Criesbach Teil des Gemeindeverbands Ingelfingen und wurde 1836 selbständige Gemeinde. Als solche gehörte sie zum württembergischen Oberamt Künzelsau. Der (ab 1938 so genannte) Landkreis Künzelsau ging 1973 im Hohenlohekreis auf. Die Eingemeindung Criesbachs in die Stadt Ingelfingen erfolgte 1972. Kirchlich war Criesbach stets auf Ingelfingen hin ausgerichtet, das im frühen 14. Jahrhundert zur eigenen Pfarrei erhoben wurde. Die Ingelfinger Kirche wurde 1556 reformiert. Über die Anfänge des Gemeindearchivs Criesbach haben sich nur wenige Nachrichten erhalten. Die erste uns bekannte Aufnahme des Criesbacher Archivgutes erfolgte 1837 gelegentlich der Aktenübergabe an die Verwaltung der neugegründeten selbständigen Gemeinde (2 Aktenverzeichnisse - A 18). Die hierbei erstellten Verzeichnisse erlauben keine Schlußfolgerungen zur Ordnung des Gemeindearchivs. 1894 wurde die Gemeinderegistratur nach dem vom Kohlhammer-Verlag in Stuttgart herausgegebenen "Repertorium über die Gemeinderegistratur" aufgebaut. Diesem Verzeichnis lag ein Stichwortalphabet der Hauptbetreffe zugrunde. Nach 1936 wurde die Schriftgutablage auf den Flattich'schen Aktenplan umgestellt und den veränderten Verhältnissen angepasst, letztmals 1955 auf Grund der 5. Auflage des Flattichplanes (Hugo Flattich, Systematischer Aktenplan für die Württembergische Gemeindeverwaltung, Boorberg-Verlag, Stuttgart). Das gesamte Schriftgut bis 1945 wurde 1968 von Kreisarchivar Rauser zusammengetragen und im ehemaligen Rathaus aufgestellt. Nach 1980 wurde das Criesbacher Gemeindearchiv nach Ingelfingen umgelagert. Der größte Teil des Schriftgutes nach 1945 wurde auf der Bühne des Criesbacher Gemeindehauses und in den Räumen des Ortschaftsrates aufbewahrt. Das stark verschmutzte und ungeordnete Gemeindearchiv und die Altregistratur bis zu der Eingemeindung 1972 wurde vom Kreisarchivar zusammengetragen und im Frühjahr 1990 geordnet, verzeichnet und im Stadtarchiv Ingelfingen aufgestellt. Bei den Verzeichnungsarbeiten wurden die Archivalien nach ihrer äußeren Form, d. h. nach Urkunden, Akten, Bände getrennt und eine weitere Gruppe für die Rechnungen gebildet. Die Archivaliengruppen sind mit Buchstaben wie folgt gekennzeichnet: U - Urkunden, A - Akten, B - Bände, R - Rechnungen. Das Gemeindearchiv Criesbach umfasst 40,5 laufende Meter Archivalien aus der Zeit von 1514 bis 1972. Die Urkunden wurden chronologisch gelegt und einfach durchnummeriert (U 1 - U 9). Die Akten wurden in 175 Büschel gegliedert und nach dem Flattichplan geordnet. Die in diesem Aktenplan nicht mehr berücksichtigten Unterpfandsakten wurden bei der Hauptgruppe IV unter "Kreditwesen" und die Inventuren und Teilungen bei der Hauptgruppe IX unter "freiwillige Gerichtsbarkeit" eingegliedert. Die 160 Bände wurden nach dem gleichen Aktenplan geordnet und verzeichnet. Die interessanten Gemeindepflegrechnungen sind ab 1765 erhalten. Die Beilagen, die eine große Anzahl von Sachaktenschriftstücke enthalten, wurden ins Archiv übernommen. Da die Verzeichnungsarbeiten in kurzer Zeit durchgeführt werden mussten, beschränken sich die Titelaufnahmen nur auf das Wesentliche, auf Darinvermerke wurde, soweit es nicht unbedingt notwendig war, verzichtet. Neuenstein, Mai 1990 Rainer Gross, Kreisarchivar Ergänzungen: Dr. Thomas Kreutzer, Kreisarchivar August 2015
9 U, 670 Bü, 175 Bde. (40,5 lfd. m)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ