Staatsministerium: Gesamtdeutsche Fragen (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, EA 1/202
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Ministerien und zentrale Dienststellen seit 1945 >> Staatsministerium >> Bundesangelegenheiten, Außenbeziehungen
1956-1974
Überlieferungsgeschichte
Der Bestand wurde im April 1998 an das Hauptstaatsarchiv Stuttgart abgegeben. Er gliedert sich noch nach dem alten Aktenplan (Az. 0700)
Vorbemerkung: Der vorliegende Bestand umfasst Unterlagen über Gesamtdeutsche Fragen aus der Zeit zwischen 1956 und 1974, welche im Staatsministerium entstanden sind. Diese Aufgabe ressortierte bei der Abteilung I (Bundesangelegenheiten); zuständiger Referent war Oberregierungsrat Stemmler. Am 1. Jahrestag des Volksaufstandes 17. Juni 1953 in der DDR wurde in der Bundesrepublik Deutschland das Kuratorium Unteilbares Deutschland ins Leben gerufen, welches die deutsche Wiedervereinigung zum Ziel hatte und auf die politischen Verhältnisse in der kommunistisch regierten DDR aufmerksam machen wollte. Im Jahre 1959 kam es zu einem systematischen Aufbau weiterer Kuratorien auf Länder- und Kommunalebene, um die politische Bildungsarbeit zu intensivieren. Auch in Baden-Wüttemberg konstituierten sich ein Landes- sowie zahlreiche Kreis- und Ortskuratorien, die durch das Land finanziell unterstützt wurden. Neben dem Kuratorium Unteilbares Deutschland wurde die gesamtdeutsche politische Bildungsarbeit seit den 60er Jahren auch von politischen Gruppierungen, Vertriebenenverbänden, Landsmannschaften, Vereinen und kirchlichen Organisationen in Form von Seminaren, Tagungen und Studienfahrten wahrgenommen und vom Land Baden-Württemberg finanziell gefördert. Insbesondere im Zeitraum von 1965 - 1972 wurden von verschiedenen Organisationen und öffentlichen Einrichtungen, z. T. auch von Behörden und Politikern, regelmäßig Studienfahrten nach West-Berlin und an die Demarkationslinie durchgeführt, um auf die politische Realität der Teilung Deutschlands aufmerksam zu machen. Im Zuge der deutsch-deutschen Verständigungspolitik unter Bundeskanzler Willy Brandt wurden die Fördermittel allerdings massiv zurückgefahren. Die Unterlagen des Staatsministeriums über gesamtdeutsche Fragen wurden noch nach dem alten Aktenplan (Az.: 0720 - 0748) in der Registratur geführt. Sie wurden dem Hauptstaatsarchiv im April 1998 übergeben und waren bislang nur durch ein Abgabeverzeichnis erschlossen. Der Bestand wurde im November 2007 vom Unterzeichneten archivisch verzeichnet und neu durchnummeriert. Dabei wurden ca. 0,5 lfd. m Schriftgut ohne spezifischen Bezug auf Baden-Württemberg sowie einige Dubletten nachträglich kassiert. Außerdem wurde ein umfangreicher Index erstellt. Der Bestand umfasst nach Entnahme der nachkassierten Unterlagen ungefähr 6,0 lfd. Regalmeter. Stuttgart, im November 2007 Johannes Renz
Landkreise (Kraftfahrzeugkennzeichen):
AA Landkreis Aalen
B Stadtkreis Berlin
BA Stadt- und Landkreis Bamberg
BB Landkreis Böblingen
BC Landkreis Biberach
BL Zollernalbkreis (Balingen)
BN Stadtkreis Bonn
CW Landkreis Calw
DON Landkreis Donau-Ries (Donauwörth)
E Stadtkreis Essen
EM Landkreis Emmendingen
ES Landkreis Esslingen
F Stadtkreis Frankfurt am Main
FDS Landkreis Freudenstadt
FN Bodenseekreis (Friedrichshafen)
FR Stadtkreis Freiburg / Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
GI Landkreis Gießen
GP Landkreis Göppingen
HD Stadtkreis Heidelberg / Rhein-Neckar-Kreis
HDH Landkreis Heidenheim
HG Hochtaunuskreis (Bad Homburg vor der Höhe)
HN Stadt- und Landkreis Heilbronn
HO Stadt- und Landkreis Hof (Saale)
K Stadtkreis Köln
KA Stadt- und Landkreis Karlsruhe
KG Landkreis Bad Kissingen
KI Stadtkreis Kiel
KN Landkreis Konstanz
KÜN Hohenlohekreis (Künzelsau)
L Stadtkreis Leipzig
LB Landkreis Ludwigsburg
LG Landkreis Lüneburg
LIP Landkreis Lippe (Detmold)
LÖ Landkreis Lörrach
M Stadtkreis München
MA Stadtkreis Mannheim
MOS Neckar-Odenwald-Kreis (Mosbach)
OA Landkreis Oberallgäu (Sonthofen)
OG Ortenaukreis (Offenburg)
PF Stadtkreis Pforzheim / Enzkreis
RA Landkreis Rastatt
RT Landkreis Reutlingen
RV Landkreis Ravensburg
RW Landkreis Rottweil
S Stadtkreis Stuttgart
SB Stadtverband Saarbrücken
SHA Landkreis Schwäbisch Hall
SIG Landkreis Sigmaringen
SO Stadtkreis Solingen
SU Rhein-Sieg-Kreis (Siegburg)
TBB Main-Tauber-Kreis (Tauberbischofsheim)
TÜ Landkreis Tübingen
TUT Landkreis Tuttlingen
UL Stadtkreis Ulm / Alb-Donau-Kreis
VS Schwarzwald-Baar-Kreis (Villingen-Schwenningen)
WO Stadtkreis Worms
WN Rems-Murr-Kreis (Waiblingen)
WT Landkreis Waldshut
WÜ Stadt- und Landkreis Würzburg
Sonstige Abkürzungen:
AOK Allgemeine Ortskrankenkasse
ASST Arbeitskreis sudentendeutscher Studenten
ASTA Allgemeiner Studentenausschuss
BDKJ Bund der deutschen katholischen Jugend
BRD Bundesrepublik Deutschland
Bü Büschel
CDU Christlich Demokratische Union
CGD Christliche Gewerkschaften Deutschlands
DAG Deutsche Angestellten-Gewerkschaft
DDR Deutsche Demokratische Republik
DFU Deutsche Friedensunion
DGB Deutscher Gewerkschaftsbund
Dipl.-Ing. Diplom-Ingenieur
DJO Deutsche Jugend in Europa
DLRG Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft
dpa Deutsche Presseagentur
DRK Deutsches Rotes Kreuz
e. V. eingetragener Verein
Ex. Exemplar(e)
FC Fußballclub
FDP Freie Demokratische Partei
GEW Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
Hrsg. Herausgeber
IBO Internationale Bodenseemesse
IPA Internationale Polizei-Assoziation
KAB Katholische Arbeit(nehm)erbewegung
KAN Katholische Nachrichten
Kl. Klasse
Nr. Nummer
NS Nationalsozialismus
o. D. ohne Datum
o. J. ohne Jahr
Qu. Quadrangel
RCDS Ring Christlich Demokratischer Studenten
S. Seite(n)
s/w schwarz/weiß
SBZ Sowjetische Besatzungszone
SED Sozialistische Einheitspartei Deutschlands
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands
TH Technische Hochschule
TSV Turn- und Sportverein
u. a. unter anderem
Unterfasz. Unterfaszikel
v. a. vor allem
VdK Verband der Kriegsgeschädigten
VfL Verein für Leibesübungen
z. T. zum Teil
Der Bestand wurde im April 1998 an das Hauptstaatsarchiv Stuttgart abgegeben. Er gliedert sich noch nach dem alten Aktenplan (Az. 0700)
Vorbemerkung: Der vorliegende Bestand umfasst Unterlagen über Gesamtdeutsche Fragen aus der Zeit zwischen 1956 und 1974, welche im Staatsministerium entstanden sind. Diese Aufgabe ressortierte bei der Abteilung I (Bundesangelegenheiten); zuständiger Referent war Oberregierungsrat Stemmler. Am 1. Jahrestag des Volksaufstandes 17. Juni 1953 in der DDR wurde in der Bundesrepublik Deutschland das Kuratorium Unteilbares Deutschland ins Leben gerufen, welches die deutsche Wiedervereinigung zum Ziel hatte und auf die politischen Verhältnisse in der kommunistisch regierten DDR aufmerksam machen wollte. Im Jahre 1959 kam es zu einem systematischen Aufbau weiterer Kuratorien auf Länder- und Kommunalebene, um die politische Bildungsarbeit zu intensivieren. Auch in Baden-Wüttemberg konstituierten sich ein Landes- sowie zahlreiche Kreis- und Ortskuratorien, die durch das Land finanziell unterstützt wurden. Neben dem Kuratorium Unteilbares Deutschland wurde die gesamtdeutsche politische Bildungsarbeit seit den 60er Jahren auch von politischen Gruppierungen, Vertriebenenverbänden, Landsmannschaften, Vereinen und kirchlichen Organisationen in Form von Seminaren, Tagungen und Studienfahrten wahrgenommen und vom Land Baden-Württemberg finanziell gefördert. Insbesondere im Zeitraum von 1965 - 1972 wurden von verschiedenen Organisationen und öffentlichen Einrichtungen, z. T. auch von Behörden und Politikern, regelmäßig Studienfahrten nach West-Berlin und an die Demarkationslinie durchgeführt, um auf die politische Realität der Teilung Deutschlands aufmerksam zu machen. Im Zuge der deutsch-deutschen Verständigungspolitik unter Bundeskanzler Willy Brandt wurden die Fördermittel allerdings massiv zurückgefahren. Die Unterlagen des Staatsministeriums über gesamtdeutsche Fragen wurden noch nach dem alten Aktenplan (Az.: 0720 - 0748) in der Registratur geführt. Sie wurden dem Hauptstaatsarchiv im April 1998 übergeben und waren bislang nur durch ein Abgabeverzeichnis erschlossen. Der Bestand wurde im November 2007 vom Unterzeichneten archivisch verzeichnet und neu durchnummeriert. Dabei wurden ca. 0,5 lfd. m Schriftgut ohne spezifischen Bezug auf Baden-Württemberg sowie einige Dubletten nachträglich kassiert. Außerdem wurde ein umfangreicher Index erstellt. Der Bestand umfasst nach Entnahme der nachkassierten Unterlagen ungefähr 6,0 lfd. Regalmeter. Stuttgart, im November 2007 Johannes Renz
Landkreise (Kraftfahrzeugkennzeichen):
AA Landkreis Aalen
B Stadtkreis Berlin
BA Stadt- und Landkreis Bamberg
BB Landkreis Böblingen
BC Landkreis Biberach
BL Zollernalbkreis (Balingen)
BN Stadtkreis Bonn
CW Landkreis Calw
DON Landkreis Donau-Ries (Donauwörth)
E Stadtkreis Essen
EM Landkreis Emmendingen
ES Landkreis Esslingen
F Stadtkreis Frankfurt am Main
FDS Landkreis Freudenstadt
FN Bodenseekreis (Friedrichshafen)
FR Stadtkreis Freiburg / Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
GI Landkreis Gießen
GP Landkreis Göppingen
HD Stadtkreis Heidelberg / Rhein-Neckar-Kreis
HDH Landkreis Heidenheim
HG Hochtaunuskreis (Bad Homburg vor der Höhe)
HN Stadt- und Landkreis Heilbronn
HO Stadt- und Landkreis Hof (Saale)
K Stadtkreis Köln
KA Stadt- und Landkreis Karlsruhe
KG Landkreis Bad Kissingen
KI Stadtkreis Kiel
KN Landkreis Konstanz
KÜN Hohenlohekreis (Künzelsau)
L Stadtkreis Leipzig
LB Landkreis Ludwigsburg
LG Landkreis Lüneburg
LIP Landkreis Lippe (Detmold)
LÖ Landkreis Lörrach
M Stadtkreis München
MA Stadtkreis Mannheim
MOS Neckar-Odenwald-Kreis (Mosbach)
OA Landkreis Oberallgäu (Sonthofen)
OG Ortenaukreis (Offenburg)
PF Stadtkreis Pforzheim / Enzkreis
RA Landkreis Rastatt
RT Landkreis Reutlingen
RV Landkreis Ravensburg
RW Landkreis Rottweil
S Stadtkreis Stuttgart
SB Stadtverband Saarbrücken
SHA Landkreis Schwäbisch Hall
SIG Landkreis Sigmaringen
SO Stadtkreis Solingen
SU Rhein-Sieg-Kreis (Siegburg)
TBB Main-Tauber-Kreis (Tauberbischofsheim)
TÜ Landkreis Tübingen
TUT Landkreis Tuttlingen
UL Stadtkreis Ulm / Alb-Donau-Kreis
VS Schwarzwald-Baar-Kreis (Villingen-Schwenningen)
WO Stadtkreis Worms
WN Rems-Murr-Kreis (Waiblingen)
WT Landkreis Waldshut
WÜ Stadt- und Landkreis Würzburg
Sonstige Abkürzungen:
AOK Allgemeine Ortskrankenkasse
ASST Arbeitskreis sudentendeutscher Studenten
ASTA Allgemeiner Studentenausschuss
BDKJ Bund der deutschen katholischen Jugend
BRD Bundesrepublik Deutschland
Bü Büschel
CDU Christlich Demokratische Union
CGD Christliche Gewerkschaften Deutschlands
DAG Deutsche Angestellten-Gewerkschaft
DDR Deutsche Demokratische Republik
DFU Deutsche Friedensunion
DGB Deutscher Gewerkschaftsbund
Dipl.-Ing. Diplom-Ingenieur
DJO Deutsche Jugend in Europa
DLRG Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft
dpa Deutsche Presseagentur
DRK Deutsches Rotes Kreuz
e. V. eingetragener Verein
Ex. Exemplar(e)
FC Fußballclub
FDP Freie Demokratische Partei
GEW Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
Hrsg. Herausgeber
IBO Internationale Bodenseemesse
IPA Internationale Polizei-Assoziation
KAB Katholische Arbeit(nehm)erbewegung
KAN Katholische Nachrichten
Kl. Klasse
Nr. Nummer
NS Nationalsozialismus
o. D. ohne Datum
o. J. ohne Jahr
Qu. Quadrangel
RCDS Ring Christlich Demokratischer Studenten
S. Seite(n)
s/w schwarz/weiß
SBZ Sowjetische Besatzungszone
SED Sozialistische Einheitspartei Deutschlands
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands
TH Technische Hochschule
TSV Turn- und Sportverein
u. a. unter anderem
Unterfasz. Unterfaszikel
v. a. vor allem
VdK Verband der Kriegsgeschädigten
VfL Verein für Leibesübungen
z. T. zum Teil
6,3 lfd. m
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ