Fotografie
Ganzkörperliche Schwarz-Weiß-Fotografie eines Mannes, der im Freien auf einem unbefestigten Weg steht. Im Hintergrund sind Bäume und Büsche zu sehen. Er trägt einen Anzug mit Schlips und eine Brille. An einem Knopf seiner Weste ist eine Kette befestigt, vermutlich für eine Taschenuhr. Das Ende der Kette hält er mit einer Hand umschlossen, die andere hat er hinter den Rücken gelegt. Er ist halb frontal fotografiert, sein Blick richtet er geradeaus. Kontext: Der Sexualwissenschaftler und Sexualreformer Magnus Hirschfeld beschreibt den Mann als Fall C., der mit der Bitte zu ihm gekommen sei, seine Hoden chirurgisch entfernen, d. h. sich kastrieren zu lassen, da er unter seinem Sexualtrieb, gemeinsam mit anderen in der Öffentlichkeit zu onanieren, leide (vgl. Hirschfeld, Magnus (1917): Sexualpathologie. Ein Lehrbuch für Ärzte und Studierende. Erster Teil. Geschlechtliche Entwicklungsstörungen mit besonderer Berücksichtigung der Onanie, A. Marcus & E. Webers, S. 21f.).
Gebrauch
Berlin-Tiergarten
1919-1933
Besessen
Veröffentlichung
Bonn
1917
Veröffentlicht
Verlust
Berlin
1933
Verschollen
Sexualdimorphismus
Homosexualität
Kastration
Männlicher Körper
Sexualethik
Bildunterschrift in Hirschfeld: Sexualpathologie, Teil 1: Spätkastrat
Die genaue Schilderung des Falles (C.) befindet sich im Text Seite 21 bis 23.
Die genaue Schilderung des Falles (C.) befindet sich im Text Seite 21 bis 23.
Hirschfeld, Magnus, 1917: Sexualpathologie. Ein Lehrbuch für Ärzte und Studierende. Erster Teil. Geschlechtliche Entwicklungsstörungen mit besonderer Berücksichtigung der Onanie, Bonn, Seite 21–23
Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft, Berlin
FSIFS-063_a
Förderprogramm zur Digitalisierung von Objekten des kulturellen Erbes des Landes Berlin
Fotografische Sammlung des ehemaligen Instituts für Sexualwissenschaft
Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft
22.05.2025, 15:30 MESZ
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