A Rep. 005-07 Hauptamt für Kriegssachschäden (Bestand)
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A Rep. 005-07
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> A Bestände vor 1945 >> A 2 Magistrat der Stadt Berlin >> A 2.4 Nachgeordnete städtische Behörden und Einrichtungen
(1926) 1943 - 1945 (1949)
Vorwort: A Rep. 005-07 Hauptamt für Kriegssachschäden
1. Behördengeschichte
Bis 1943 war das Hauptplanungsamt, mit dem Arbeitsgebiet Quartier- und Wehrleistung, für die Bearbeitung der Kriegssachschädenangelegenheiten zuständig. Seit dem 10. Juni 1943 wurden die Kriegssachschädenanträge vom Hauptamt für Kriegssachschäden bearbeitet. Dieses Amt wurde der Stadtkämmerei als Abteilung mit eigenem Fachnamen angegliedert. Es regelte die Angelegenheiten allgemeiner und grundsätzlicher Art durch Richtlinien, Anordnungen und Weisungen für die Ämter der Bezirke (Kriegssachschädenämter). Die Entscheidungen der Kriegssachschädenämter wurden geprüft und mit der Stellungnahme des Amtes oder der des Hauptamtes an die Feststellungsbehörde zweiter Stufe weitergeleitet. Das Hauptamt für Kriegssachschäden war die Feststellungsbehörde erster Stufe und für Schäden zuständig, deren Feststellung durch den Oberbürgermeister dem Hauptamt wegen des Umfanges über mehrere Verwaltungsbezirke oder der Besonderheit des Falles vorbehalten war. Ab Juni 1944 wurde das Ermittlungsverfahren zu den Schäden großgewerblicher Betriebe insoweit geändert, dass das Hauptamt für Kriegssachschäden als alleinige Feststellungsbehörde arbeitete. Ebenso wurde die Schadensregulierung der Krankenanstalten, Sanatorien, Kinder- und Altersheime vom Hauptamt übernommen. Im September 1944 wurde mit der "Zweiten Anordnung über die Zuständigkeit für Kriegsschädenfragen in der Reichshauptstadt Berlin" der Oberbürgermeister alleinige Feststellungsbehörde.
Nach dem 8. Mai 1945 wurden die Ämter und das Hauptamt für Kriegssachschäden in die Ämter und das Hauptamt für Kriegsschäden und Besatzungskosten umgewandelt.
2. Bestandsgeschichte
Der Bestand umfasst 985 Akten (18,00 lfm), deren Laufzeit sich im Wesentlichen von 1943 - 1945 erstreckt, und ist über Datenbank und Findbuch nutzbar. Einzelne Akten sind dem Zeitraum 1926 - 1949 zuzuordnen. Er enthält Akten der Firmen und Behörden, die Anträge nach dem Kriegssachschädenrecht stellten. Diese Akten beinhalten u.a. Bilanzen, Rechnungen und Inventare der Firmen, mit denen die aufgetretenen Kriegssachschäden nachgewiesen wurden. Angegeben und verzeichnet sind stets die genauen Schadensorte mit den damals geltenden Bezirkskennziffern. In vielen Fällen wurde der Firmensitz aufgrund von Kriegsschäden verlegt. Das Gleiche gilt für die Unterhaltung von Ausweichbetrieben und Ausweichlagern. Neben den Firmen sind Schadensakten von wissenschaftlichen Instituten, Krankenhäusern, Vereinen und Vereinigungen, Schulen und kirchlichen Einrichtungen, Landräten, Kommunen und der NSDAP enthalten. Darüber hinaus sind Anmeldungen von Kriegssachschäden, die von Zwangsarbeitern, nichtdeutschen Personen (Juden) und Erbengemeinschaften geltend gemacht wurden, vorhanden. Neben herkömmlichen Sachschäden sind Meldungen zu Nutzungsschäden, Transportschäden und Gebäudeschäden aufgeführt. Weiterhin enthalten sind Lohnlisten, Rechtsvorschriften, Informationen zum Bedarf an Geldmitteln, Rundschreiben des Hauptamtes für Kriegssachschäden, Gutachten, Bestimmungen zum Luftschutz und Berichte über die Luftangriffe auf Berlin. Zahlreiche Karten, Postkarten, Pläne, Fotos und Broschüren/Hefte in den Akten runden den Bestand ab.
Der Bestand wurde im Rahmen eines Praktikums im 5. Fachsemester (Praxissemester) mit der Software Augias-Archiv 8.2 verzeichnet und ist nun über die Findmittel Datenbank und Findbuch zugänglich.
Der Bestand wird zitiert wie folgt: Landesarchiv Berlin, A Rep. 005-07, Nr. …. .
Der Aktenbestand wurde von der Magistratsabteilung Finanzen dem Stadtarchiv Berlin übergeben.
3. Korrespondierende Bestände
A Pr.Br.Rep. 042 Preußische Bau- und Finanzdirektion
A Pr.Br.Rep. 057 Der Stadtpräsident der Reichshauptstadt Berlin
A Rep. 001-02 Magistrat der Stadt Berlin, Generalbüro
A Rep. 001-06 Magistrat der Stadt Berlin, Personalbüro
A Rep. 005-03-01 Kämmerei/Hauptfinanzverwaltung
A Rep. 028 Wasserstraßenamt Berlin
A Rep. 036-08 Bezirksamt Berlin-Kreuzberg (1920 - 1945)
A Rep. 044-08 Bezirksamt Berlin-Neukölln (1920 - 1945)
A Rep. 200-02-03 Handels-Hochschule Berlin
A Rep. 225-02 M. Kempinski & Co. Weinhaus und Handelsgesellschaft mbH
A Rep. 226 A. Borsig Zentralverwaltung GmbH
A Rep. 231 Osram GmbH KG
A Rep. 250-01-03 Deutsche Messingwerke Carl Eveking AG
A Rep. 250-01-05 Ehrich & Graetz AG
A Rep. 250-01-13 Julius Pintsch AG
A Rep. 250-02-10 Warnecke & Böhm, Fabriken von Farben und Lacken
A Rep. 250-03-04 Akkumulatorenfabrik AG Berlin (Afa)
A Rep. 250-03-10 Gesellschaft für elektroakustische und mechanische Apparate mbh (GEMA)
A Rep. 250-04-01 Berliner Bürgerbräu AG
A Rep. 250-04-07 Schultheiss-Brauerei AG
A Rep. 250-04-13 Osthafenmühlen AG
A Rep. 251-08 Fundamentum Treuhand AG
A Rep. 252 Deutsches National-Theater AG
A Rep. 255 Berliner Städtische Wasserwerke AG
A Rep. 339 Landgericht Berlin
A Rep. 358-02 Generalstaatsanwaltschaft bei dem Landgericht - Verfahren 1933-1945
B Rep. 009 (Fotos) Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen (Fotos)
B Rep. 016 (Fotos) Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz (Fotos)
B Rep. 093 Landesausgleichsamt Berlin
B Rep. 125 Landesarchiv Berlin
B Rep. 207 Bezirksverwaltung Charlottenburg
B Rep. 208 Bezirksverwaltung Spandau
C Rep. 100-05 Magistrat von Berlin Büro des Magistrats
C Rep. 105 Magistrat von Berlin, Abteilung Finanzen
C Rep. 108 Magistrat von Berlin, Abteilung Justiz
C Rep. 109 Magistrat von Berlin, Abteilung Bau- und Wohnungswesen
F Rep. 238-04 Urschriften von Gesetzen und Verordnungen des Landes Berlin
F Rep. 270 Allgemeine Kartensammlung
F Rep. 280 LAZ-Sammlung
F Rep. 290 Allgemeine Fotosammlung
4. Literatur- und Quellenverzeichnis
Berlin - Kriegs- und Nachkriegsschicksal der Reichshauptstadt, In: Dokumente deutscher Kriegsschäden - Evakuierte, Kriegssachgeschädigte, Währungsgeschädigte. Hrsg.: Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte, Band 4.2, Bonn 1964.
Bötticher, Kerstin: Verwaltung der Kriegssachschäden in der Reichshauptstadt Berlin 1943-1945, In: Berlin in Geschichte und Gegenwart (Jahrbuch des Landesarchivs Berlin 2006).
Gut, Fritz: Leitfaden durch das gesamte Kriegssachschädenrecht, Karlsruhe 1944.
Berlin, Februar 2012 Stefan Heerdegen / Kerstin Bötticher
1. Behördengeschichte
Bis 1943 war das Hauptplanungsamt, mit dem Arbeitsgebiet Quartier- und Wehrleistung, für die Bearbeitung der Kriegssachschädenangelegenheiten zuständig. Seit dem 10. Juni 1943 wurden die Kriegssachschädenanträge vom Hauptamt für Kriegssachschäden bearbeitet. Dieses Amt wurde der Stadtkämmerei als Abteilung mit eigenem Fachnamen angegliedert. Es regelte die Angelegenheiten allgemeiner und grundsätzlicher Art durch Richtlinien, Anordnungen und Weisungen für die Ämter der Bezirke (Kriegssachschädenämter). Die Entscheidungen der Kriegssachschädenämter wurden geprüft und mit der Stellungnahme des Amtes oder der des Hauptamtes an die Feststellungsbehörde zweiter Stufe weitergeleitet. Das Hauptamt für Kriegssachschäden war die Feststellungsbehörde erster Stufe und für Schäden zuständig, deren Feststellung durch den Oberbürgermeister dem Hauptamt wegen des Umfanges über mehrere Verwaltungsbezirke oder der Besonderheit des Falles vorbehalten war. Ab Juni 1944 wurde das Ermittlungsverfahren zu den Schäden großgewerblicher Betriebe insoweit geändert, dass das Hauptamt für Kriegssachschäden als alleinige Feststellungsbehörde arbeitete. Ebenso wurde die Schadensregulierung der Krankenanstalten, Sanatorien, Kinder- und Altersheime vom Hauptamt übernommen. Im September 1944 wurde mit der "Zweiten Anordnung über die Zuständigkeit für Kriegsschädenfragen in der Reichshauptstadt Berlin" der Oberbürgermeister alleinige Feststellungsbehörde.
Nach dem 8. Mai 1945 wurden die Ämter und das Hauptamt für Kriegssachschäden in die Ämter und das Hauptamt für Kriegsschäden und Besatzungskosten umgewandelt.
2. Bestandsgeschichte
Der Bestand umfasst 985 Akten (18,00 lfm), deren Laufzeit sich im Wesentlichen von 1943 - 1945 erstreckt, und ist über Datenbank und Findbuch nutzbar. Einzelne Akten sind dem Zeitraum 1926 - 1949 zuzuordnen. Er enthält Akten der Firmen und Behörden, die Anträge nach dem Kriegssachschädenrecht stellten. Diese Akten beinhalten u.a. Bilanzen, Rechnungen und Inventare der Firmen, mit denen die aufgetretenen Kriegssachschäden nachgewiesen wurden. Angegeben und verzeichnet sind stets die genauen Schadensorte mit den damals geltenden Bezirkskennziffern. In vielen Fällen wurde der Firmensitz aufgrund von Kriegsschäden verlegt. Das Gleiche gilt für die Unterhaltung von Ausweichbetrieben und Ausweichlagern. Neben den Firmen sind Schadensakten von wissenschaftlichen Instituten, Krankenhäusern, Vereinen und Vereinigungen, Schulen und kirchlichen Einrichtungen, Landräten, Kommunen und der NSDAP enthalten. Darüber hinaus sind Anmeldungen von Kriegssachschäden, die von Zwangsarbeitern, nichtdeutschen Personen (Juden) und Erbengemeinschaften geltend gemacht wurden, vorhanden. Neben herkömmlichen Sachschäden sind Meldungen zu Nutzungsschäden, Transportschäden und Gebäudeschäden aufgeführt. Weiterhin enthalten sind Lohnlisten, Rechtsvorschriften, Informationen zum Bedarf an Geldmitteln, Rundschreiben des Hauptamtes für Kriegssachschäden, Gutachten, Bestimmungen zum Luftschutz und Berichte über die Luftangriffe auf Berlin. Zahlreiche Karten, Postkarten, Pläne, Fotos und Broschüren/Hefte in den Akten runden den Bestand ab.
Der Bestand wurde im Rahmen eines Praktikums im 5. Fachsemester (Praxissemester) mit der Software Augias-Archiv 8.2 verzeichnet und ist nun über die Findmittel Datenbank und Findbuch zugänglich.
Der Bestand wird zitiert wie folgt: Landesarchiv Berlin, A Rep. 005-07, Nr. …. .
Der Aktenbestand wurde von der Magistratsabteilung Finanzen dem Stadtarchiv Berlin übergeben.
3. Korrespondierende Bestände
A Pr.Br.Rep. 042 Preußische Bau- und Finanzdirektion
A Pr.Br.Rep. 057 Der Stadtpräsident der Reichshauptstadt Berlin
A Rep. 001-02 Magistrat der Stadt Berlin, Generalbüro
A Rep. 001-06 Magistrat der Stadt Berlin, Personalbüro
A Rep. 005-03-01 Kämmerei/Hauptfinanzverwaltung
A Rep. 028 Wasserstraßenamt Berlin
A Rep. 036-08 Bezirksamt Berlin-Kreuzberg (1920 - 1945)
A Rep. 044-08 Bezirksamt Berlin-Neukölln (1920 - 1945)
A Rep. 200-02-03 Handels-Hochschule Berlin
A Rep. 225-02 M. Kempinski & Co. Weinhaus und Handelsgesellschaft mbH
A Rep. 226 A. Borsig Zentralverwaltung GmbH
A Rep. 231 Osram GmbH KG
A Rep. 250-01-03 Deutsche Messingwerke Carl Eveking AG
A Rep. 250-01-05 Ehrich & Graetz AG
A Rep. 250-01-13 Julius Pintsch AG
A Rep. 250-02-10 Warnecke & Böhm, Fabriken von Farben und Lacken
A Rep. 250-03-04 Akkumulatorenfabrik AG Berlin (Afa)
A Rep. 250-03-10 Gesellschaft für elektroakustische und mechanische Apparate mbh (GEMA)
A Rep. 250-04-01 Berliner Bürgerbräu AG
A Rep. 250-04-07 Schultheiss-Brauerei AG
A Rep. 250-04-13 Osthafenmühlen AG
A Rep. 251-08 Fundamentum Treuhand AG
A Rep. 252 Deutsches National-Theater AG
A Rep. 255 Berliner Städtische Wasserwerke AG
A Rep. 339 Landgericht Berlin
A Rep. 358-02 Generalstaatsanwaltschaft bei dem Landgericht - Verfahren 1933-1945
B Rep. 009 (Fotos) Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen (Fotos)
B Rep. 016 (Fotos) Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz (Fotos)
B Rep. 093 Landesausgleichsamt Berlin
B Rep. 125 Landesarchiv Berlin
B Rep. 207 Bezirksverwaltung Charlottenburg
B Rep. 208 Bezirksverwaltung Spandau
C Rep. 100-05 Magistrat von Berlin Büro des Magistrats
C Rep. 105 Magistrat von Berlin, Abteilung Finanzen
C Rep. 108 Magistrat von Berlin, Abteilung Justiz
C Rep. 109 Magistrat von Berlin, Abteilung Bau- und Wohnungswesen
F Rep. 238-04 Urschriften von Gesetzen und Verordnungen des Landes Berlin
F Rep. 270 Allgemeine Kartensammlung
F Rep. 280 LAZ-Sammlung
F Rep. 290 Allgemeine Fotosammlung
4. Literatur- und Quellenverzeichnis
Berlin - Kriegs- und Nachkriegsschicksal der Reichshauptstadt, In: Dokumente deutscher Kriegsschäden - Evakuierte, Kriegssachgeschädigte, Währungsgeschädigte. Hrsg.: Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte, Band 4.2, Bonn 1964.
Bötticher, Kerstin: Verwaltung der Kriegssachschäden in der Reichshauptstadt Berlin 1943-1945, In: Berlin in Geschichte und Gegenwart (Jahrbuch des Landesarchivs Berlin 2006).
Gut, Fritz: Leitfaden durch das gesamte Kriegssachschädenrecht, Karlsruhe 1944.
Berlin, Februar 2012 Stefan Heerdegen / Kerstin Bötticher
Bestand
Verwandte Verzeichnungseinheiten: A Pr.Br.Rep. 042 Preußische Bau- und Finanzdirektion
A Pr.Br.Rep. 057 Der Stadtpräsident der Reichshauptstadt Berlin
A Rep. 001-02 Magistrat der Stadt Berlin, Generalbüro
A Rep. 001-06 Magistrat der Stadt Berlin, Personalbüro
A Rep. 005-03-01 Kämmerei/Hauptfinanzverwaltung
A Rep. 028 Wasserstraßenamt Berlin
A Rep. 036-08 Bezirksamt Berlin-Kreuzberg (1920 - 1945)
A Rep. 044-08 Bezirksamt Berlin-Neukölln (1920 - 1945)
A Pr.Br.Rep. 057 Der Stadtpräsident der Reichshauptstadt Berlin
A Rep. 001-02 Magistrat der Stadt Berlin, Generalbüro
A Rep. 001-06 Magistrat der Stadt Berlin, Personalbüro
A Rep. 005-03-01 Kämmerei/Hauptfinanzverwaltung
A Rep. 028 Wasserstraßenamt Berlin
A Rep. 036-08 Bezirksamt Berlin-Kreuzberg (1920 - 1945)
A Rep. 044-08 Bezirksamt Berlin-Neukölln (1920 - 1945)
Zugangsbestimmungen: Einige Akten sind aufgrund archivgesetzlicher Bestimmungen bzw. der EU-Datenschutz-Grundverordnung für die Benutzung befristet gesperrt. Eine Verkürzung der Schutzfristen kann auf Antrag erfolgen. Dazu bedarf es gesonderter Zustimmung des Landesarchivs.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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22.08.2025, 11:21 MESZ