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Samstag, den 8. Februar 1698, Nachmittags zwischen 3 und 4 Uhr wird im Kloster der Kongregation U.L.F., genannt zu den Hl. Schutzengeln, "in deren Sprechstuben" ein Notariatsinstrument aufgenommen durch den kaiserlichen Notar Johann Franz Kulmann und vor genannten Zeugen: Dr.med. Johann Leonhard Schörli, Dr.med. Jeremias Hensel, Johann Georg Opper, freiherrlich gräflicher Verwalter. Johann Hermann Kreywinkel, kurfürstlich pfälzischer Rat und Landschreiber des Oberamtes Alzey, verkauft im Auftrag und mit Vollmacht der Anna Maria Voogt geb. Bierbaum, Witwe von Hector Voogt, kurpfälzisch Simmerischem Haushofmeister, mit Vollmacht vom 11. November 1697, diesem Notariatsinstrument inseriert, die Korngült von 100 Maltern zu Schornsheim, Mainzer Maß, für 2800 fl. (den fl. à 30 Albus = 60 Kreuzer), die bar bezahlt und von dem Bevollmächtigten quittiert werden. Diese Korngült verkaufte 1602 Pfalzgraf Johann von Zweibrücken an den Amtskeller zu Stadecken, Johann Ebel, dieser an den Großvater der Anna Maria Voogt, den Ratsverwandten in Mainz Gerhard Bierbaum. Von diesem ging sie an den Vater, Gerhard Bierbaum und dann im Erbrecht an die Tochter. Die Gült ist frei, auch ohne Exception für Heer und Hagelschlag. Nach dem alten, dem Kloster zugestellten Kaufbrief, hat sich der Pfalzgraf ein Ablösungsrecht vorbehalten. Die Verkäuferin verpfändet ihre im pfälzischen Land gelegenen Güter, entsprechend dem Wert der Korngült, falls die Käufer in ihrem Besitz gehindert werden sollten.

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