Erste Runde der Haushaltsberatungen 1971 im baden- württembergischen Landtag beendet: Kritische Anmerkungen zur Kultur- und Bildungspolitik
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/002 D701005/601
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/002 Politischer Wochenbericht aus Baden-Württemberg des SDR 1958-1970
Politischer Wochenbericht aus Baden-Württemberg des SDR 1958-1970 >> 1970 >> Oktober
17. Oktober 1970
(O-Ton) Theopont Diez, MdL, CDU, Singen: Die Jugend geht auf die Straße und protestiert, wir stellen nur die Forderung an den Bund, die Mittel anders zu verteilen / Entspricht die Verteilung der Mittel noch den Aufgaben? / Töne der Landesverdrossenheit aus den Kommunen / Allgemeine Staatsverdrossenheit / Die Oststaaten investieren mehr in Kulturpolitik - und verlangen dafür Konsumverzicht ihrer Bürger? / Mut zu gewissem Konsumstopp, frei werdende Mittel für Gemeinschaftsaufgaben / Dann Aussicht auf Bestehen im Wettbewerb der Staaten aller Welt / (2'59)
(O-Ton) Gerhard Noller, Prof. Dr., MdL, SPD, Reutlingen: Vergangenheitsbewältigung bis Mitte der sechziger Jahre: Leben aus der Tradition, sogar der Restauration / Dann stürmischer hektischer Aufbruch, die Zukunft zu bewältigen / Auch auf dem Gebiet der Kulturpolitik die Gegenwart gewinnen / Reformskeptizismus und -pessimismus, wohl verstanden: Das Mögliche und Verwirklichbare aus allen Vorstellungen heraussuchen - Reformrealismus / (2'05)
(O-Ton) Oskar Marczy, MdL, FDP, Böblingen: Der Nützliche braucht Glück: nur wenn er starke Helfer findet, kann er sich nützlich erweisen. Er braucht auch den Erfolg. (Abwandlung von Bertolt Brecht: Lied von der Wehrlosigkeit der Götter und der Guten) / Die Bildungspolitik der letzten Jahre hat nicht immer das gebracht, was sie versprochen hatte / Kultusminister Hahn ist nicht immer ein "Wilhelm im Glück" / Es fehlen ihm auch die starken Helfer: Die Koordination zwischen CDU und SPD läßt zu wünschen übrig / In der liberalen Opposition einen starken Helfer zu suchen, kann dem Kultusminister derzeit nicht zugemutet werden / (2'23)
(O-Ton) Wilhelm Hahn, Prof. Dr., CDU, Kultusminister von Baden-Württemberg: An seine Kritiker: Die besten Steuerleute stehen immer auf dem Deich / Er ist am längsten amtierender Kultusminister / Sturmzeit in der Bildungspolitik: wer auf der Brücke steht, muss das Schiff hindurchfahren / Er hat in seiner Amtszeit den Hafen jedesmal wieder erreicht (lebhaftes, heiteres Echo aus dem Plenum) / Bei seiner ungebrochen guten Gesundheit empfindet er sich nicht als in glückloser Position / (3'03)
(O-Ton) Gerhard Noller, Prof. Dr., MdL, SPD, Reutlingen: Vergangenheitsbewältigung bis Mitte der sechziger Jahre: Leben aus der Tradition, sogar der Restauration / Dann stürmischer hektischer Aufbruch, die Zukunft zu bewältigen / Auch auf dem Gebiet der Kulturpolitik die Gegenwart gewinnen / Reformskeptizismus und -pessimismus, wohl verstanden: Das Mögliche und Verwirklichbare aus allen Vorstellungen heraussuchen - Reformrealismus / (2'05)
(O-Ton) Oskar Marczy, MdL, FDP, Böblingen: Der Nützliche braucht Glück: nur wenn er starke Helfer findet, kann er sich nützlich erweisen. Er braucht auch den Erfolg. (Abwandlung von Bertolt Brecht: Lied von der Wehrlosigkeit der Götter und der Guten) / Die Bildungspolitik der letzten Jahre hat nicht immer das gebracht, was sie versprochen hatte / Kultusminister Hahn ist nicht immer ein "Wilhelm im Glück" / Es fehlen ihm auch die starken Helfer: Die Koordination zwischen CDU und SPD läßt zu wünschen übrig / In der liberalen Opposition einen starken Helfer zu suchen, kann dem Kultusminister derzeit nicht zugemutet werden / (2'23)
(O-Ton) Wilhelm Hahn, Prof. Dr., CDU, Kultusminister von Baden-Württemberg: An seine Kritiker: Die besten Steuerleute stehen immer auf dem Deich / Er ist am längsten amtierender Kultusminister / Sturmzeit in der Bildungspolitik: wer auf der Brücke steht, muss das Schiff hindurchfahren / Er hat in seiner Amtszeit den Hafen jedesmal wieder erreicht (lebhaftes, heiteres Echo aus dem Plenum) / Bei seiner ungebrochen guten Gesundheit empfindet er sich nicht als in glückloser Position / (3'03)
0:15:08; 0'15
Audio-Visuelle Medien
Herkunft: Politischer Wochenbericht aus Baden-Württemberg
Baden-Württemberg; Haushalt 1971
Baden-Württemberg; Landtag
Bildung: Bildungspolitik
BRD
Bund-Länder-Verhältnis: Gemeinschaftsaufgaben
Finanzierung
Internationales
Jugend
Konsum
Konsumgesellschaft
Kulturpolitik
Reform
Wettbewerb
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:25 MEZ