1363, "des nehsten dunrestages vor dem zwelften dage, umb mitten dag", im Dorfe Aspisheim ("Aspensheim"), vor Jakob Kobels Haus, vor Schultheiß (Heinrich Baren) und Schöffen ("Emerchen Diemen", "Nebelungen" und "Mychiln"): Verkaufen "Emerche", Enkel der + Frau Manilia ("Manilien") von Aspisheim ("Aspensheim"), und Else [oder Grede], der "Friden" Enkelin von Bingen, an Konrad Liederbecher, Stiftsherrn von St. Johannes, u.s. Erben 5 Pfd. Heller Ewiggült, fällig auf Martini oder Weihnachten nach Mainz ("Mentze"), und verpfänden folgende zinsfreie Stücke: 1 Zweitel Wg. (- Weingarten) zu "Obirwisen", zinst 2 Kappen "Arnolden von Winnuge"; 1 1/2 Morgen Acker daselbst; "nider ubirwisen widen und wysen" 1/2 Viertel; an "Boltz stucke" 5 Viertel Wg.; 3/8 Morgen Wg. "in dem Dale"; "off dem Berge" 1 Morgen Acker "in der Krummengewende"; "her furwerter" 1 Zweitel an "der Hilbernsheimern Wege, off dem Berge"; "off dem Berge" 2 1/2 Morgen Acker; 1 Morgen "in dem flore in der diffen gewanden", bei "Hencken" Weingarten; 1 Viertel Wiese "an der großen wisen in der Holgassen"; das Dritteil des Hofes, der Frau Manilien gehörte. (Angrenzer: "Emerche Dyderich", Herr Dielman (Diele), Herr Fritze, "Johan Glucke", Kobel, "Jacob Kobil", "Kulman mit dem slimmen beine", "Ottze (!) Kuntmennen", Frau Manilie, "Heintz Reubir", "Hebil Schillinge", "Kulman Snabil", "Herbort Wasmud", Grede "Wolensheimern".). Zeugen: Herr Rudolf, Pfarrer, und Fritze, Kaplan von Aspisheim ("Aspensheim"), Johann Ockenheimer, Wernher "Schaneyz", "Jacob Kobil", "Pedir Mulner", Heinrich Spiß, "Johan Dyme", "Johan Wulinsheimer", "Kesewendir", von Aspisheim. Signet und Unterschrift des kaiserlichen Notars Johannes Ulrichs Sohn von Freising ("Frisinge").
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1363, "des nehsten dunrestages vor dem zwelften dage, umb mitten dag", im Dorfe Aspisheim ("Aspensheim"), vor Jakob Kobels Haus, vor Schultheiß (Heinrich Baren) und Schöffen ("Emerchen Diemen", "Nebelungen" und "Mychiln"): Verkaufen "Emerche", Enkel der + Frau Manilia ("Manilien") von Aspisheim ("Aspensheim"), und Else [oder Grede], der "Friden" Enkelin von Bingen, an Konrad Liederbecher, Stiftsherrn von St. Johannes, u.s. Erben 5 Pfd. Heller Ewiggült, fällig auf Martini oder Weihnachten nach Mainz ("Mentze"), und verpfänden folgende zinsfreie Stücke: 1 Zweitel Wg. (- Weingarten) zu "Obirwisen", zinst 2 Kappen "Arnolden von Winnuge"; 1 1/2 Morgen Acker daselbst; "nider ubirwisen widen und wysen" 1/2 Viertel; an "Boltz stucke" 5 Viertel Wg.; 3/8 Morgen Wg. "in dem Dale"; "off dem Berge" 1 Morgen Acker "in der Krummengewende"; "her furwerter" 1 Zweitel an "der Hilbernsheimern Wege, off dem Berge"; "off dem Berge" 2 1/2 Morgen Acker; 1 Morgen "in dem flore in der diffen gewanden", bei "Hencken" Weingarten; 1 Viertel Wiese "an der großen wisen in der Holgassen"; das Dritteil des Hofes, der Frau Manilien gehörte. (Angrenzer: "Emerche Dyderich", Herr Dielman (Diele), Herr Fritze, "Johan Glucke", Kobel, "Jacob Kobil", "Kulman mit dem slimmen beine", "Ottze (!) Kuntmennen", Frau Manilie, "Heintz Reubir", "Hebil Schillinge", "Kulman Snabil", "Herbort Wasmud", Grede "Wolensheimern".). Zeugen: Herr Rudolf, Pfarrer, und Fritze, Kaplan von Aspisheim ("Aspensheim"), Johann Ockenheimer, Wernher "Schaneyz", "Jacob Kobil", "Pedir Mulner", Heinrich Spiß, "Johan Dyme", "Johan Wulinsheimer", "Kesewendir", von Aspisheim. Signet und Unterschrift des kaiserlichen Notars Johannes Ulrichs Sohn von Freising ("Frisinge").
U / 1363 Januar 5 (in 13 / 231)
Urkundenbestand
Urkundenbestand >> Urkunden, Kopialüberlieferung Bestand 13 (Stifts- und Klosterarchive)
05.01.1363
St. Johannes Mainz
Kop. 15. Jh. in 13/231, Bl. 18; Notiz ebenda Bl. 49. - Das gleiche Kopiar enthält auf Bl. 139-140 (Niederschrift 16. Jh.) neun undatierte Unterpfänderbeschriebe des gleichen Ortes, von denen nur Nr. IV, eben diese U / 1365 Januar 5, urkundlich belegbar ist. Inhalt der übrigen:I. Unterpfänder für 2 Pfd. Heller, die Henkinus, Sohn Emericus Dyemen lt. Urkunde reicht: 5 Viertel Acker in dem "Flore"; 1 Morgen in den Obern Wiesen; 1 Morgen Acker unter dem Bergwege; 2 Morgen Acker "uff Enkel Krutze"; 1 Morgen an den "Pflentzeln"; 1 Morgen "off der Osterlangen gewanden"; 1 Morgen oben an dem Dorf "uff dem Donnebrone"; 1 Morgen Weinwachs an Sankt Johanns Wege; 1 Zweitel in dem Tal.II. Unterpfänder für 21 Pfd., die der Vorgenannte reicht: 1 Morgen Acker "uff den Wiesen"; 1 Zweitel Weinwachs in dem Tal; 1 Morgen Acker oben an dem Dorf; 1 Morgen Acker an der Herstraßen; 1/2 Morgen Acker daselbst; 1 Morgen Acker in dem "Flore"; 1/2 Morgen Acker in der "Holn Gassen"; 1 Zweitel Acker an dem Bergwege, Anwender, an Dromersheimer Mark; 1 Zweitel Acker an den "Deden acker"; 1 Morgen Weinwachs an dem "Pflentzer".III. Unterpfänder für 2 Pfd. Heller, die Konrad Born, jetzt Schultheiß, reicht: 2 Morgen Weinwachs zu Bargheim; 1 Morgen Weinwachs in der "Mulden" (zinst 1 Kappen dem Mainzer Domkustos, ist zehntfrei); 1/2 Morgen zu "Obern Wiesen"; 1/2 Morgen Acker in der "Osterlangen gewanden"; 1 Zweitel Acker an dem "Donebron".[IV s. oben].V. Unterpfänder für 2 Pfd. Heller, die Knecht reicht: Der Hof daselbst, nahe bei der Kirche, darin Heinz Knecht wohnt, früher Kulman, zinst 18 Schillinge auf St. Peterstag und 1 Summern Korn; 1/2 Morgen Acker in dem "Flore"; 1/2 Morgen Wg. "uf Smergenbrone" (Sinergen=?); 1 Zweitel Acker an "Ertzbruste"; 1 Morgen Weinwachs an der "Inche"; 1/2 Morgen Weinwachs an dem Hutbuhel; 1/2 Morgen Acker in der "Osterlangen gewanden".VI. Unterpfänder für 12 Schillinge Heller, die Demudis von Bingen ("Pingwia") reicht: 1/2 Morgen in den "Diffen Grunde" oder Gewanden "under den nun morgen Hirtzenauwer, die do hait Henne Fuße, und an Metze Starkenrodern, das nuwe hait Hocheymer"; 1/2 Morgen "of dem Donnen brone"; 1 1/2 Morgen, haben Nebel und "Monchins" Sohn, zuvor "Mansilie"; ein Garten "off deme Graben an der porten" zu der rechten Hand, als man herausgeht.VII. Unterpfänder für 30 Schillinge, die Graenlock Slimpmuls Sohn reicht: 3 Morgen Acker "off den Erlin"; 1/2 Morgen "by dem Steynkrutze an der Herstraißen"; 1/2 Morgen an der "Herstraßen" oben an dem Dorf; 1 1/2 Morgen Weinwachs "uff Walchen stucke"; 1/2 Morgen Weinwachs vor den Weingarten in der "Hoilgaßen". Diese Güter sind frei, liegen in der Dorfmark.VIII. Unterpfänder für 2 Malter Roggen, die Nebel reicht: 1 Morgen in dem "Flore"; 1 Morgen (der der Kartause gehört hat) "off den Obern Wiesen", "eyn gewande" vor dem Wege; 2 Morgen oben an der "Widenhube"; 1 Zweitel "off dem Pflentzel".IX. Unterpfänder für 2 Malter Roggen, die Emmels Spitz Eidam ("eyden") reicht, aufholbar mit 2 Heller: 5 Viertel Weinwachs zu "Kaldinbron", stoßen auf den "Bron"; 2 Morgen Acker auf dem Berge; der Hof an der Kirchen (zinst 4 Kappen dem Domkustos bis spätestens Allerheiligen); 1/2 Morgen in der Ober-Wiesen.(Angrenzer von I-IX: Emerich Becker II; Bentzeman V; Jekel u.s. Schwester Ermel von Bingen VIII; Hentze Born V; Henne Brentzel VIII; Emerich Budeler I. II. III. V; Wickel gen. unter dem Baume VII; Heyne, Jakob Buwemans Sohn I; Henne Buwemans Sohn I, Tochter Diemund I; Heyne (Henne) Buwemans Frau IX; Metze Buwemensen V; Jakob Buweman VI; Elsin Buweman VII; Heigin Buweman VIII; Emerich Dieme I. V, seine Kinder Els I, Jacob I, Heinz I. II, Emerich II, Hengin V; Bentz(in) Heyme Diemen Tochter I; Nicolaus Emelmannes Eidam ("eyden") gen. Dieter V; Hanno Frenße III; Henne Fuß III. V. VI, seine Mutter Hebel III; Heydolf VII. IX; Jakob Ingelnheimer I; Masilia gen. Jugenheymern VII; Emerich Katherin Sohn II; Eberhart der Kleinmulsen Sohn oder Klein Meßin Sohn II; Klein Meßgins Sohn IX; Sifrid Kleinmeßen Sohn III; Emerich Dieter gen. Kulmey (Kulman gen. ober der Bache) VII; Katherin Kulmans (Kulmeys) Tochter IX; Alheit Kurzen V; Loche Heintz VIII; Mansilien (Manlie, Manvilien) I. II. IV, Masilia gen. Jugenheimern VII; Peter Margquart VII; Contze Mesin II; Henne Nickel VIII; Emerich Smid II; Ulrich Shmid I; Katherin Smeden I; Nicolaus Smaltze V; Heinrich "Spiß" (Spitz) I. II. III; Hirbort (Herwert) Waßmuts sohn II; Heintze Zeler IX; Nebeling Zeller VII; Gelin Zellersin I. II; Kirche zu Aspisheim III; Domstift zu Mainz II).
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 09:29 MESZ