Mainz, 1624.01.20. (Richter Hettisch). Wilhelm Schieffler, gebürtig von Köln, macht, krank und bettlägerig, sein Testament: Er vermacht: Seiner Mutter Cäzilia Marthes (?) zu den ihr bereits eingeräumten 1000 Rtl. noch 300 Rtl.; den Jesuiten zu Mainz 500 Rtl.; Jungfrau Brigitta Schieffelin vom Predigerorden zu Köln 50 Rtl.; den Armen Findlingen in Köln 100 Rtl.; den Armen bei seinem Begräbnis, Siebten und Dreißigsten 30 Rtl.; den Priestern, die bei seinem Begräbnis und beim Dreißigsten zelebrieren, 30 Rtl.; Thielmann Schieffel 50 Rtl. und Peter Stockheim 100 Rtl. (diese sollen 30 Seelenmessen halten lassen); dem anwesenden Arzt Dr. Jost Hartlieb 6 Rtl.; dem Chirurgen Ludwig Banwardt 6 Rtl.; Paul Müller von Bischofsheim, Hausknecht zur Weißenburg, 2 Rtl.; Haupterben sind die Herrn Nikolaus Stockheim, Johann Styrer und Johann Eßer zu gleichen Teilen. Die Mutter behält das lebenslängliche Nutzungsrecht. Z.: Dr. med. Jost Hartlieb, Magister Petrus Seybelius, Johann Friedrich Banwart, Hans Hennerich Schmidt, Ulrich Hoffman, Best Schnurer und Paul Muller, Hausknecht zur Weißenburg. Geschehen in der kleinen obern Stube gegen das Karmeliterkloster nachmittags um 3 Uhr.