Predigerseminar Imbshausen (Bestand)
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E 40
Landeskirchliches Archiv Hannover (Archivtektonik) >> Gliederung >> Landeskirchliches Archiv >> E - Einrichtungen der Landeskirche, Werke, Vereine
1950-1998
Bestandsgeschichte: Am 3. Juni 1949 wurde das Schloß Imbshausen von einer Kommission des Landeskirchenamtes besichtigt, um zu prüfen, ob dort ein Predigerseminar eingerichtet werden könnte. Im folgenden Jahr wurde der Beschluß gefasst, dort das 3. Predigerseminar der Landeskirche zu errichten. Die Gespräche mit dem Besitzer Henning Freiherr von Stralenheim gestalteten sich derart erfolgreich, dass am 9. September 1950 der Mietvertrag unterschrieben wurde. Am 21. Dezember erfolgte die Einweihung durch Landesbischof Dr. Lilje, dabei wurde Pastor Albert Krause (1950-1955) als erster Studiendirektor in sein Amt eingeführt Unter dem zweiten Studiendirektor Henry Holze (1955-1963) wurden mit Baron von Stralenheim Verhandlungen über eine Schenkung des Predigerseminars an die Landeskirche aufgenommen. Am 20. Mai 1964 wurde der Schenkungsvertrag unterzeichnet und zahlreiche Renovierungsarbeiten in Auftrag gegeben. Wegen zeitlicher Überschreitung der vorgesehenen Bauzeit übersiedelte das Predigerseminar mit dem neuen Kandidatenjahrgang im Dezember 1964 nach Sieber im Harz. Studiendirektor war Dr. Hans Martin Müller (1963-1969). In die Zeit des Studiendirektors Hans Werner Dannowski (1969-1974) fielen die Überlegungen für eine Reform der Ausbildung, die 1972 mit den ersten Ausbildungskursen durchgeführt wurde. Unter dem Studiendirektor Dr. Axel Denecke (1974-1982) bewährte sich das neue Modell in der Praxis und eröffnete auch die Möglichkeit, eine höhere Anzahl von Vikaren pro Ausbildungsjahrgang zuzulassen. Bei der Studiendirektorin Dr. Beate Stierle (1982-1988) wurde die Diskrepanz zwischen einer steigenden Anzahl von Vikaren und einem verminderten Stellenangebot das herausragende Thema. Die Landeskirche versuchte, befürchtete finanzielle Einbußen durch Stelleneinsparungen aufzufangen. In diesem Zusammenhang wurde unter dem Studiendirektor Hans Schmidt (1988-1995) auch schon die Schließung des Predigerseminars diskutiert. Kurs 49 war der letzte Vikarskurs, der noch eine Ausbildung in Imbshausen erhielt. Im September 1997 mußte Studiendirektor Dr. Karl-Hinrich Manzke (1995-1998) nach einer weiteren Renovierung das Ende des Ausbildungsbetriebs verkünden. Für die Auflösung des Inventars, der Bibliothek und für die Sicherstellung der Sozialansprüche der Angestellten blieb noch ein Zeitraum von einem halben Jahr. Nach Schließung des Seminars auf der Erichsburg (1962) endete mit der Schließung des Predigerseminars Imbshausen endgültig die Tradition einer Ausbildung der hannoverschen Landeskirche im südniedersächsischen Raum. Der Aktenbestand des Predigerseminars Imbshausen wurde dem Landeskirchlichen Archiv im April 1998 übergeben. Er informiert über die Formen der Ausbildung, die Mitarbeiter und die baulichen Veränderungen. Im Frühsommer 1999 wurde der Bestand geordnet, wobei Doppelungen kassiert und die notwendigen Sperrungen vorgenommen worden sind.
5,5 lfd. M.
Bestand
Literatur: PS-Post. Korrespondenz der hannoverschen Predigerseminare. Informationen, Positionen, Diskussionen [hg. von den Predigerseminaren Celle, Hildesheim, Imbshausen, Loccum]. Loccum ab 1993, Modellversuch Imbshausen. Dokumentation eines interdisziplinären Projekts zum Konfirmandenunterricht. Hg. im Auftrag des Comenius-Instituts von A. Denecke. Red.: Hans Bernhard Kaufmann. Ibbenbüren 1977, Imbshäuser Protokolle. Imbshausen/Northeim ab 1969
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
01.04.2025, 1:47 PM CEST
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